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10.02.2018

Die schwere Tür für Cheops

Raffinierte Mechanik wurde nachgebaut

Durch einen geschickt konstruierten Mechanismus haben Ägypter vor 4500 Jahren das Innere der Cheops-Pyramide mit tonnenschweren Granitblöcken verschlossen. Nur zwei Personen seien nötig gewesen, um drei Blöcke vor der Grabkammer des Pharaos Cheops herabzulassen, erklärte der Ingenieurwissenschaftler Uwe Dorka am Freitag in Kassel.

Der Professor der dortigen Universität hat mit seinem Team den Verschlussmechanismus der sogenannten Fallsteinkammer originalgetreu rekonstruiert und vorgeführt. „Das Verschließen der Grabkammer war ein bedeutender ritueller Akt“, erklärte Dorka. Der dafür entwickelte Mechanismus müsse zu jener Zeit einen magischen Eindruck gemacht haben: Die Steine in der Pyramide nahe Kairo wurden auf engstem Raum ohne Maschinen herabgelassen. Laut dem Professor liegt das Geheimnis in einer geschickten Führung der Hanfseile, die die Blöcke umschlingen und an der Aufhängung halten. Die Reibung sei so hoch, dass die Quader stark gebremst werden. Walzen oder andere bewegliche Teile seien nicht nötig gewesen.

Nach Ansicht der Wissenschaftler hingen die drei Granitblöcke an vier Seilen, die auf Kupferblechen über unbewegliche Rundhölzer liefen. Das Team untersuchte eine Vielzahl möglicher Seilführungen, testeten Seilbremsen und den Einsatz von Schmiermitteln. 30 000 Euro kostete der Versuchsaufbau. (dpa)

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