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Filmbranche

10.10.2020

Ein Kinosterben droht

Wie lange geht das noch gut?
Bild: dpa

Auch in Deutschland leiden Betreiber Not und die Zuschauer zögern.

Die Hilferufe werden immer lauter. Allein Deutschland: Nationale Kinoverbände wenden sich an Merkel, bayerische an Söder – der Vorstand der Filmförderanstalt, Peter Dinges sagt: „Viele Kinobetreiberinnen und -betreiber kämpfen derzeit um ihre Existenz“ Bei erwarteten Umsatzeinbußen in diesem Jahr von rund 60 Prozent, haben die ersten Kinos auch bereits dichtgemacht.

Wohl nur Vorboten, es droht auch in Deutschland ein Kinosterben, zumal wenn man internationale Entwicklungen als Vorzeichen sieht. Mit Cineworld macht die zweitgrößte Kette weltweit 650 Kinokomplexe in den USA und Großbritannien dicht. Und während in Deutschland bereits der Verleiher Constantin Starttermine von Filmen in dieses Jahr vorzieht, um den Kinos zu helfen, kommt aus Großbritannien, von wo kürzlich mit dem neuen Bond–Film die nächste Verlegung eines Umsatz-Hoffnungsträgers auf 2021 vermeldet wurde, der Appell von Premier Boris Johnson: Er wolle „alle ermutigen, ins Kino zu gehen“. Bloß: Es wollen auch immer weniger Menschen.

Das zeigt eine repräsentative, internationale Studie des Streaming-Guides „Just Watch“. Die Leitfrage: Wer plant, bald wieder ins Kino zu gehen? Und da sagt in Deutschland bereits ein Viertel der sonst häufigen Besucher „Nein“ oder „Nicht sicher“. Bei den zuvor regelmäßigen Kinogängern sagt nur noch die Hälfte „Ja“. Und die Quoten sind fast identisch durch alle Altersklassen, ob unter 25, über 45 Jahre oder in der Kohorte dazwischen, und über die Geschlechtergrenzen hinweg – allein bei den jungen Männern sagen 60 Prozent eindeutig „Ja“ zum Kino. Im internationalen Vergleich sind nur in Frankreich die Zahlen deutlich optimistischer. Dort sagen nur fünf Prozent der Frauen über 45 „Nein“ zum baldigen Kinobesuch. In den USA sind es im selben Bereich 35 Prozent.

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