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Inzwischen 13 Millionen Deutsche mit "Booster"-Impfung
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Interview
20.11.2021

Impfskeptikerin? Sahra Wagenknecht erklärt ihre Sicht auf Corona

Sahra Wagenknecht, 52, bei der Anne-Will-Sendung vor drei Wochen, seit der die Bundestagsabgeordnete der Linken mal wieder im Feuer steht.
Foto: Jürgen Heinrich, Imago Images

Exklusiv Sie habe nach ihrem Auftritt bei Anne Will so viel Zuspruch wie noch nie erhalten, sagt Sahra Wagenknecht - und kritisiert die neuen Corona-Maßnahmen scharf.

Frau Wagenknecht, wie beurteilen Sie die neuen Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz zu Corona?

Sahra Wagenknecht: Die Maßnahmen gehen in die falsche Richtung. Alle renommierten Virologen, Herr Streeck, Herr Drosten, auch der Epidemiologe Kekulé, weisen darauf hin, dass ein beachtlicher Teil des Infektionsgeschehens mittlerweile unter Geimpften stattfindet. Leider schützt die Impfung nicht davor, sich zu infizieren und das Virus weiterzutragen. Diese Hoffnung hat sich zerschlagen. Eine große schwedische Studie weist nach, dass es in diesem Punkt schon wenige Monate nach der Impfung nahezu keinen Unterschied zwischen Geimpften und Ungeimpften mehr gibt. Damit bringt 2G eine gefährliche Scheinsicherheit. Es wäre besser, da, wo sehr viele Menschen aufeinandertreffen, alle zu testen, statt Ungeimpfte auszugrenzen, während das Virus unter den anderen ungebremst kursieren kann.

Die nächste Stufe, in Bayern bereits in Aussicht, heißt dann: Lockdown für Ungeimpfte.

Wagenknecht: Dafür gibt es keine Rechtfertigung. Wenn die Regierung uns erzählt, die Ungeimpften seien an allem schuld, will sie nur von ihrem eigenen Versagen ablenken. Auch ich werbe dafür, dass sich ältere Menschen oder Menschen mit bestimmten Risikofaktoren impfen lassen. Aber der Schutz der Impfung ist eben auch nicht so dauerhaft wie erhofft, deshalb diskutieren wir ja auch jetzt schon über das Boostern. Und die schlichte Wahrheit ist: Ein 30-jähriger, gesunder Ungeimpfter hat ein deutlich geringeres Risiko, auf der Intensivstation zu landen, als ein 80-jähriger doppelt Geimpfter, dessen Impfung mehrere Monate zurückliegt. Junge Leute zur Impfung zu zwingen, ihnen sonst das Training im Sportklub oder die Klassenfahrt zu verwehren, entlastet unser Gesundheitssystem daher kein bisschen. Wirklich skandalös ist doch etwas anderes …

 

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"Skandalös" laut Wagenknecht: Die Verschärfung des Pflegenotstandes

Und zwar?

Wagenknecht: Wir haben in Deutschland aktuell rund 3.500 Corona-Patienten auf den Intensivstationen. Aber wir haben über 6.000 Intensivbetten weniger als noch vor einem Jahr, weil der Personalnotstand sich weiter verschärft hat. Das zeigt doch, wo die Hauptverantwortung dafür liegt, dass jetzt schon wieder Operationen verschoben werden müssen. Man hat nichts gegen schlechte Arbeitsbedingungen und miese Löhne in der Pflege getan, denn das sind doch die Faktoren, die immer mehr Pflegekräfte dazu bringen, ihren Beruf an den Nagel zu hängen. Mit einer Einstiegsprämie von 20.000 Euro, besseren Löhnen und Arbeitsbedingungen könnte man viele von ihnen zurückholen.

Aber mehr Intensivbetten würde die Krise auch nur vorübergehend entschärfen. Und wenn Impfen nicht die Lösung ist: Was dann?

Wagenknecht: Bei den Über-60-Jährigen haben wir aktuell eine Impfquote von 90 Prozent, das heißt zehn Prozent sind da noch ungeschützt. Sie sind wirklich gefährdet, denn je älter jemand ist, desto größer ist die Gefahr eines schweren Verlaufs. Wenn die EU die von der WHO längst anerkannten traditionellen Corona-Impfstoffe endlich auch hier zulassen würde, fiele die Entscheidung für eine Impfung vielen sicher leichter. Zugleich muss man sehen: Aktuell sind viel weniger Corona-Patienten in den Krankenhäusern und auf den Intensivstationen als im letzten Winter. Wenn wir auch nur die Kapazitäten vom letzten Jahr noch hätten, hätten wir zurzeit überhaupt keinen Engpass. Das geht bei all den Alarmmeldungen unter: Wir haben derzeit eine bundesweite Hospitalisierungsrate von 5,3, in der zweiten Welle lag der Wert drei Mal so hoch …

 

Wagenknecht: "Debatte um Impflicht in der Pflege geht an der Realität vorbei"

Aber wir haben ja auch erst Mitte November, die Welle hebt ja erst an

Wagenknecht: Erstaunlicherweise sinkt die Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern seit gut einer Woche, aber das kann sich natürlich auch wieder ändern. Aber die handelnden Politiker müssen endlich begreifen, dass Geimpfte Teil des Infektionsgeschehens sind. So werden zum Beispiel aktuell fast nur Ungeimpfte getestet, deshalb haben wir bei den Ungeimpften viel höhere Inzidenzen als bei den Geimpften – das ist aber ein Zerrbild der Realität. Und man muss den Menschen auch insoweit die Wahrheit sagen, dass sie auch als doppelt Geimpfte vorsichtig sein müssen, weil sie zum Beispiel ihre Oma anstecken können – und wenn die eine länger zurückliegende Impfung hat, ist sie auch wieder gefährdet. Eine hohe Impfquote ist kein Allheilmittel. Wichtig ist die Impfquote in den Risikogruppen, da kann die Impfung tatsächlich schwere Krankheiten und Todesfälle eindämmen. Aber auf das Infektionsgeschehen hat sie kaum einen Einfluss. Wir haben in Europa Länder mit sehr hoher Impfquote und niedriger Inzidenz wie Portugal und Länder mit hoher Impfquote und sehr hoher Inzidenz wie Dänemark und Island. Die Corona-Impfstoffe leisten leider nicht, was viele klassische Impfungen leisten. Wer gegen Masern geimpft ist, kann niemanden mehr anstecken. Deshalb geht auch die Debatte um eine Impfpflicht für gewisse Berufsgruppen etwa in der Pflege an der Realität vorbei. Auch geimpfte Pfleger können das Virus weitergeben. Deshalb hilft nur, alle zu testen.

Aber was gilt es, aus dieser Situation darüber hinaus zu lernen?

Wagenknecht: Von den 3.500 Menschen auf den Intensivstationen sind rund 2.500 ungeimpft. Wenn wegen 2.500 Kranken in einem Land mit 80 Millionen Einwohnern der Zusammenbruch des Gesundheitssystems droht, dann ist am Gesundheitssystem etwas faul. Den Pflegenotstand gab es schon vor Corona, er hat sich durch Corona nun zugespitzt. Seine Ursachen haben mit der Gewinnorientierung der Krankenhäuser zu tun, mit Tarifflucht und Personalabbau. Dass das Coronavirus im Herbst wieder verstärkt kursieren würde, ist keine Überraschung – das wird auch in den nächsten Wintern so sein. Und wenn sich der aktuelle Personalschwund in den Krankenhäusern fortsetzt, müssen wir irgendwann in jeder größeren Grippewelle das Land in den Lockdown schicken. Wenn Leute wie Herr Spahn jetzt ungeimpften jungen Leuten die Schuld für die Misere zuschieben, wollen sie nur davon ablenken, dass sie jetzt schon den zweiten Sommer verschlafen und nichts dafür getan haben, dass wir besser vorbereitet in die kühlere Jahreszeit gehen.

Die bessere Vorbereitung verschaffte uns aber doch nur Zeit und ist an sich noch keine Lösung.

Wagenknecht: Der endgültige Weg aus der Pandemie kann nur darüber führen, dass wir es entweder schaffen, Impfstoffe zu entwickeln, die das Virus nachhaltig eindämmen, oder dass die meisten eine natürliche Immunität entwickeln und hoffentlich bald ein gutes Medikament verfügbar ist, das schwere Verläufe verhindert.

Wann würden Sie sich denn impfen lassen?

Wagenknecht: Wenn in Deutschland ein traditioneller Impfstoff gegen Corona zugelassen wird. Die mRNA-Impfstoffe beruhen auf einem neuen gentechnischen Wirkprinzip, das zum ersten Mal bei einer Impfung angewandt wird und für das keinerlei langfristige Erfahrungswerte vorliegen. Ich verstehe nicht, wieso man Menschen, die deshalb skeptisch sind, die anderen Impfstoffe, die es ja längst gibt, die die WHO zugelassen hat und die weltweit bereits milliardenfach eingesetzt wurden, als Alternative vorenthält.

 

Wagenknecht zu Spaltung in der Gesellschaft: "Es ist schrecklich"

Im Sommer standen Sie im Feuer, weil Sie gefordert haben, dass man Menschen mit prekärer Lebenswirklichkeit und politikkritischen Haltungen nicht der AfD überlassen dürfe. Ein Muster, das sich hier wiederholt, oder?

Wagenknecht: Ja. Wer für sich das Risiko der Impfung höher einschätzt als das Risiko der Infektion, ist deshalb noch lange nicht rechts. Natürlich kursieren im Netz auch abenteuerliche Thesen über die Impfstoffe, die nachweislich nicht stimmen. Aber wenn Menschen im öffentlichen Diskurs nur noch geächtet und ausgegrenzt werden: Dann schauen sie sich natürlich um, ob sie woanders Diskussionszusammenhänge finden, bei denen sie sich zumindest respektiert und verstanden fühlen. Ich merke das an den Mails, die ich seit meinem Auftritt bei Anne Will erhalten habe: Es sind mehrere tausend, so viele wie noch nie in so kurzer Zeit. 80 bis 90 Prozent davon sind positiv, und viele schreiben mir, dass sie heilfroh sind, dass jemand, der eben nicht AfD und kein Corona-Leugner ist, ihre Sichtweise mit der angemessenen Differenzierung öffentlich vertritt. Wir erleben gerade eine gefährliche Spaltung der Gesellschaft, die von der Politik geschürt wird. Und die noch viel tiefer geht und polarisierender ist als die Frage, ob wir unsere Sprache durch Genderei verderben sollten. Bei Corona geht es um eine gefährliche Krankheit, um Leben und Tod. Da ist viel Angst im Spiel. Und umso intoleranter und aufgeheizter ist das Klima, die Spaltung reicht bis in Familien hinein, die sich darüber zerstreiten, ob ihre Kinder geimpft werden sollen. Es ist schrecklich. Und eigentlich sollte jeder verantwortungsvolle Politiker dieser Polarisierung entgegenwirken, statt Hass und Wut auf eine Bevölkerungsgruppe auch noch anzuheizen.

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

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23.11.2021

Wahrheit dringt ans Licht...

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/studie-querdenker-baden-wuerttemberg-100.html

>> Die Anhänger der "Querdenken"-Szene in Baden-Württemberg kommen laut Studie der Universität Basel vor allem aus zwei Milieus: Dem linksalternativen Milieu, das in der Folge der 68er-Bewegung entstand und dem anthroposophischen Milieu, zu denen etwa Waldorf-Schulen zählen. <<

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23.11.2021

Gottseidank gehört Frau Wagenknecht zu der Minderheit in Deutschland die kein Impflager will.

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22.11.2021

Teile der Medienlandschaft tragen klare Mitverantwortung an der Impfskepsis, weil man aus den bekannten "Haltungsgründen" bestimmte Sachverhalte nicht berichtet. Herr Celik vom Klinikum Darmstadt hat es zum Glück ausgesprochen:

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/arzt-interviews/corona-lage-und-impfpflicht-cihan-elik-im-interview-17642495.html

Kann die Booster-Impfung für diese Patienten zum Game-Changer werden?

>> Ja. Diese zehn Prozent, die einen schwer symptomatischen Impfdurchbruch haben, sind entweder mit Johnson & Johnson geimpft, sehr hochbetagt oder leiden an immunschwächenden Grunderkrankungen. <<

Der Impfstoff von Johnson & J. ist einfach schlecht!

Große Teile der sächsischen Polizei sind damit geimpft und es gibt dort Durchbrüche ohne Ende!

Aus politischen Gründen wir darüber aber kaum berichtet!

https://www.welt.de/regionales/sachsen/article235193990/Corona-Explosion-bei-Sachsens-Polizei-400-von-14-000-Beamten-infiziert.html

>> Weil Sachsens Polizeibeamte vor allem mit Johnson & Johnson geimpft wurden, kommt es laut Gewerkschaft aktuell zu hohen Infektionsraten. <<

Manche erzählen uns, dass das irgendwie mit "rechts" und "Afd" zu tun hat...

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22.11.2021

***>> Ja. Diese zehn Prozent, die einen schwer symptomatischen Impfdurchbruch haben, sind entweder mit Johnson & Johnson geimpft, sehr hochbetagt oder leiden an immunschwächenden Grunderkrankungen. << Der Impfstoff von Johnson & J. ist einfach schlecht! Große Teile der sächsischen Polizei sind damit geimpft und es gibt dort Durchbrüche ohne Ende!
Aus politischen Gründen wir darüber aber kaum berichtet!***

Wenn das zutrifft, müssten längst die sächsischen Polizisten eine Boosterimpfung erhalten haben. Denn sonst wird ihre Gesundheit und auch die öffentliche Sicherheit gefährdet. Hierfür zuständig und verantwortlich ist der INNENMINISTER!

Doch in Sachsen, wo die AFD den Ton angibt und die CDU regiert, ist die Impfquote miserabel. Auch die Gesundheitspolitik zum Schutz vor Corona scheint in Sachsen immer noch schlecht zu sein.

Raimund Kamm

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22.11.2021

>> Wenn das zutrifft, müssten längst die sächsischen Polizisten eine Boosterimpfung erhalten haben. <<

Polizisten als Versuchskaninchen?

https://www.morgenpost.de/vermischtes/article233812351/corona-wann-impfung-booster-johnson-johnson-impfstoff.html

>> Zwar fehlen laut Stiko noch entsprechende Daten. Die Kommission hält es aber "für immunologisch plausibel, dass auch mit diesem Vektor-basierten Impfstoff in einem heterologen Impfschema mit einem mRNA-Impfstoff ein sehr guter Impfschutz erzielt werden kann", heißt es in der Stiko-Empfehlung zu Auffrischungsimpfungen. Allerdings macht die Stiko eine Ausnahme: Personen, die nach der Impfung mit dem Johnson & Johnson-Impfstoff eine "labordiagnostisch gesicherte Infektion durchgemacht haben" wird derzeit "keine weiter Impfung" mit einem mRNA-Impfstoff empfohlen. <<

Der leistungsfähigere Teile der Bürger fragt nun natürlich sofort: Was ist, wenn die Infektion unerkannt geblieben ist?

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21.11.2021

>>Von Rainer Nödel 13:59 Uhr Lieber Raimund Kamm,
könntest Du es bitte lassen, Sahra Wagenknecht und wenn auch nur ansatzweise in einen Topf mit Alice Weidel stecken zu wollen.<<

Nein!

1. Äußert S. Wagenknecht hier viele Unwahrheiten, auf die auch mancher Parteigenosse hereinfällt und ist damit sehr ähnlich der Frau Weidel. Wagenknecht vertritt auch hier nicht die Position der Linken. Sie steht in der Bundestagsfraktion allein. https://www.spiegel.de/politik/deutschland/linke-in-der-impf-debatte-sahra-wagenknecht-im-impf-streit-isoliert-a-e4572bdd-e930-4f1f-a07c-11a027de9531

2. Vertritt S. Wagenknecht sowohl in Flüchtlingsfragen wie auch bei Menschenrechts- und Friedensthemen (Ukraine) ähnlich kalte bis menschenverachtende Sichtweisen wie A. Weidel.

Übrigens bin ich seit 1998 parteifrei.

Raimund Kamm

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21.11.2021

Ich gebe Frau Wagenknecht voll und ganz recht.
Wenn ich als Geimpfter erst nach Monaten erfahre, dass ich keinen Impfschutz mehr habe, läuft etwas grundsätzliches falsch.
Es ist nicht richtig durchdacht worden (edit/mod/Ausdrucksweise).
Es ist richtig, dass dadurch wir Geimpfte zu einer Gefahr wurden. Erstmals dadurch, dass kein Schutz mehr war und ist. Das kann man mit sog Boosten nicht mehr handeln.
Es ist leider richtig, dass wir uns nicht nur anstecken, sondern auch dass wir andere damit anstecken!

Das ist enorm gefährlich und die hohen Zahlen sprechen für sich!

Dann der Pflegenotstand. Da ich selber Intensivfachkraft war, kann ich nur Frau Wagenknecht recht geben.
Die letzten 30 Jahre hat man gekürzt, gespart und zwar nur in der Pflege. ÜBERSTUNDEN und Andauerndes Einspringen was normal und machten ein normales geplantes Leben unmöglich.
Jetzt ist der Katzenjammer groß !
Keine Pflegekräfte und eine missglückte Impfaktion.

Wie wollen Politik von Kreisen, Land und Bund ihren Kopf aus dieser Schlinge ziehen ?
(edit/mod/NUB 7.3)
Sagt endlich die Wahrheit und lasst Euren Verstand walten.
Ich bin keine Impfgegnerin, denn ansonsten hätte ich mich nicht mit Johnson &Johnson im Juni impfen lassen. Laut Info bin ich seit Ende Juli ohne Impfschutz.
Seltsam ist, dass in den TV Medien Johnson & Johnson nicht erwähnt wird.

Also


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22.11.2021

Wenn Sie nur mit Johnson & Johnson geimpft sind, sollten Sie sich umgegehend die Booster-Impfung holen!
Das steht in den Medien:

"SPIEGEL: Wie sieht es für die Menschen aus, die mit dem Mittel von Johnson & Johnson ge-impft wurden, bei dem nur eine Spritze notwendig ist?

Watzl: Hier würde ich den Impfstatus tatsächlich nachträglich auf sechs Monate verkürzen. Das betrifft drei Millionen Menschen, viele davon wissen noch gar nicht, dass für sie eine Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff ansteht. Wir sehen schon jetzt, dass sich diese Menschen häufiger infizieren und ihr Risiko ähnlich hoch ist wie bei einem Ungeimpften. Der Impfschutz ist bei dem Wirkstoff nach einem halben Jahr wirklich grottig.
15.11.21 https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/corona-die-immunisierung-ist-nach-der-zweiten-impfung-nicht-vollstaendig-sagt-carsten-watzl-a-1fa30fee-67ff-4f16-91f0-b4ac3ee77923

Raimund Kamm

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20.11.2021

Wird die AZ nach S. Wagenknecht demnächst Alice Weidel zur Coronaseuche interviewen? Und dann der Ausgewogenheit halber auch noch Hr. Aiwanger?

Ich halte dies für schlechten Journalismus. Wir haben genügend gute Ärztinnen, Virologen und Epidemiologen die die Fakten darstellen und einordnen können. Auch die gesundheitspolitischen Maßnahmen. Man sollte nicht oberflächliche, populistische und sachunkundige Politikerinnen dies tun lassen.

Zur Klarstellung:

Alle Artikel in guten Medien wie auch Fachzeitschriften schreiben:

OOO Wer doppelt geimpft ist, kann sich auch infizieren, die Wahrscheinlichkeit ist jedoch geringer. Das Risiko der doppelt Geimpften schwer zu erkranken und auf Intensiv und im Sarg zu landen ist viel geringer als das der Ungeimpften.

OOO Die eigentlich für die Krebstherapie entwickelten modernen Impfstoffe wie mRNA haben jetzt nach vielen hundert Millionen Impfungen gezeigt, was auch die drei Phasen der klinischen Prüfung erwarten ließen, dass schwerwiegende Nebenwirkungen extrem selten sind. Für mich als Laien stellt es sich so dar, dass diese Impfstoffe im Körper die Abwehrkräfte gegen das Coronavirus aufbauen und „trainieren“. Wenn uns dann das Coronavirus erwischt, ist unser Körper besser in der Lage es einzudämmen und zu über-winden. Es ist für uns ein Glück, dass solche Impfstoffe seit vielen Jahren insbesondere für Krebstherapien in der Entwicklung waren und dazu geeignet sind, uns bei der Coronaabwehr entscheidend zu helfen.

Bremen hat derzeit eine Ansteckungsrate von 166 Personen in 7 Tagen je 100.000 Einwohner. Bayerns ist mit 682 mehr als viermal so hoch. Die AZ könnte doch die Bremer Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard, die auch noch in Augsburg und München studiert hat, fragen, was sie in Bremen machen, dass man dort besser die Menschen schützt als in Bayern.

Raimund Kamm

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21.11.2021

Lieber Raimund Kamm,

könntest Du es bitte lassen, Sahra Wagenknecht und wenn auch nur ansatzweise in einen Topf
mit Alice Weidel stecken zu wollen. Oder muss man unterstellen, dass man als Grüner einen
politischen Gegner mit allen Mitteln schlecht machen muss.
Dann könnte man aber auch die Todsünden der Grünen anprangern, von Jugoslawien-Krieg
über die unkritische USA-Unterstützung bis Agenda 2010?

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20.11.2021

>>@ von Waldemar M. 11:40 Uhr
Sie sollen sich die Frage stellen, warum alle Impfstoffe bis heute eine Notzulassung besitzen.<<

Aus welcher Quelle haben Sie diese Behauptung?
Oder wollen Sie die Menschen irreführen, damit sie sich nicht impfen lassen und somit gefährlicher leben?
Dann sollte man "Ihnen das Handwerk legen"!

Raimund Kamm

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21.11.2021

Lieber Raimund Kamm,
bevor Du auf dem Waldemar M. rumhackst, noch ein paar kleine Anmerkungen.
Am 28 August dieses Jahres wurde auf der Internetseite The Motley Fool berichtet,
dass der Biontech-Impfstoff als erster seine volle Zulassung erhalten hätte.
Zu dieser Zeit waren schon hunderttausende damit geimpft worden. Und da hatten sie
eben nur eine Notfallzulassung.

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21.11.2021

In der EU gab es keinen Covid19 Impfstoff mit Notfallzulassung.
Ob der in den USA oder GB eine hatte spielt für mich keine Rolle. Weil wir in der EU sind.

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20.11.2021

Mit dem Denken haben es die meisten Ungeimpften halt leider nicht so.

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22.11.2021

Ja, Werner S.,
da kann man nur hoffen, dass es so ist und dass ihnen ihre kryptischen Anmerkungen
nicht irgendwann auf die Füße fallen.

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20.11.2021

Also, wer bei dem Interview etwas schlechtes gefunden hat, hat es entweder nicht richtig gelesen oder
er/sie will halt etwas schlechtes finden. Und da sind halt mal wieder ein paar notorische Kommunisten-
und Linkenhasser dabei. Eigentlich schade, wenn man nur mit Wahrheit auf den richtigen Pfad kommt
ist das halt wieder eine vertane Chance.
Und jetzt hoffe ich, dass ich keinen Rechtschreibfehler eingebaut habe, sonst kann oder muss ich mir
den auch noch vorwerfen lassen.

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20.11.2021

Sarah Wagenknecht wird in Rente gehen ohne eine Chance bekommen zu haben Theorie & Thesen volkswirtschaftlich zum Wohle des Menschen in die Praxis umzusetzen.

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20.11.2021

Auch aus Schweden, hat die Dame aber nicht erwähnt:

Es wurde die Herdenimmunität innerhalb der Familie ermittelt:

In Familien mit einer geimpften oder genesenen Person hatten nicht-im­mune Familienmitglieder ein um 45 % bis 61 % geringeres Risiko, sich mit SARS-CoV-2 zu infizieren: In Familien mit 2 geimpften oder genesenen Personen ging das Infektionsrisiko von nicht-immunen Fa­milienmitgliedern sogar um 75 % bis 86 % zurück.

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20.11.2021

Wenn schon Wahrscheinlichkeitsrechnung, dann bitte konsequent: Ein 30 jähriger Geimpfter hat ein deutlich geringeres Risiko im Krankenhaus zu landen als ein 30 jähriger Ungeimpfter, da kann der Ungeimpfte noch so viele Tests machen, vor einer Ansteckung schützt das nicht. Auch beim Ungeimpften ist das Risiko in diesem Alter gering. Aber mein Mann pflegt im Klinikum gerade mehrere Patienten um die 40. Alle sind ungeimpft und alle belegen ein Bett, das damit für andere Menschen mit Krankheiten, gegen die es keine Möglichkeit der Vorsorge gibt, besetzt ist. Diese wenigen unwahrscheinlichen Fälle sind es, die es uns gerade so schwer machen. Liebe Frau Wagenknecht, ich wünsche Ihnen das Beste, aber sollten Sie sich als Ungeimpfte in den nächsten Wochen irgendwo anstecken und zu den unwahrscheinlichen Fällen mit einem schweren Verlauf gehören, werden die Pflegekräfte auf der Intensiv Ihnen das mit größter Wahrscheinlichkeit gerne nocheinmal genauer erläutern. Allerdings muss ich schon sagen, dass das Pflegepersonal und auch wir als Familie über solche wie von Ihnen ausgebreiteten Spitzfindigkeiten wirklich nicht mehr lachen können.

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20.11.2021

Vielen Dank, dass Sie dies aus persönlicher Anschauung hier erläutern!

Raimund Kamm

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20.11.2021

"Man fragt sich schon , warum die grundsätzlich vernachlaßigbaren Meinungsäußerungen dieser Erzkommunistin es immer wieder in die Presse schafft ?"
.
Weil Wagenknecht eine sehr klare Sicht auf die Dinge hat und sehr kluge Äußerungen tätigt!!
Im Gegensatz zu vielen anderen Politikern die nur noch stammeln: "impfen, impfen, impfen,.........................................

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20.11.2021

Klar? Sie sagt mehr Betten wären die Lösung.
Das bedeutet etwas mehr behandelbare Patienten, vielleicht bis zu Inzidenz 400, danach wäre auch mit mehr Betten Triage angesagt.
Dass 30% bis 50% der Covid-Intensivpatienten trotz bester möglicher Behandlung sterben verschweigt diese eiskalte Populistin.
Die lauen Fragen des Redakteurs lassen leider diese ganzen Falschdarstellungen und Verschiebungen durch Wagenknecht durchgehen. Das Interview ist unhaltbar weil die Politikerin Wagenknecht demütig befragt wird, statt sie mit den wissenschaftlichen Fakten zu konfrontieren. Sie ist keine Expertin, zitiert keine Belege und bringt abwegige Meinungen in Umlauf.
Selbst einen anerkannten Virologen oder Epidemiologen würden andere Journalisten direkter befragen und nachfragen!

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20.11.2021

Ja - rational denkende Mitbürger können davon sehr viel unterschreiben.

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20.11.2021

Ja, sie ist klug genug, politische Marktlücken zu finden. Der Rest, na ja.
Man kann nur der Aussage bzgl. der Bezahlung von Pflegekräften zustimmen. Alles andere ist ziemlich vereinfachter Populismus. Die Aussagen der genannten Wissenschaftler ist gar nicht so eindeutig, wie sie behauptet und
da ca. 50 % der Intensivpatienten sterben, macht ihr Argument "man braucht nur genügend Intensiv-Betten" ethisch ziemlich verwerflich.

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20.11.2021

Man fragt sich schon , warum die grundsätzlich vernachlaßigbaren Meinungsäußerungen dieser Erzkommunistin es immer wieder in die Presse schafft ?

Zitat : "Leider schützt die Impfung nicht davor, sich zu infizieren und das Virus weiterzutragen. Diese Hoffnung hat sich"

Guten Morgen Frau Wagenknecht - aber

erstens ist die falsch ( da die Weitergabe durch Geimpfte weitaus geringer ist )

und zweitens

gilt dies bei allen Virusschutzimpfungen !

Die Impfung soll nicht/kann gar nicht die Virusaufnahme verhindern !
Die Impfung soll die schwere Erkrankung nach der Virusaufnahme verhindern und das gelingt den Impfstoffen Biontech und Moderna hervorragend !

Und genau deswegen sollen und mussen sich alle impfen lassen !

Aber die einfachen Tatsachen sind eben für "Madame Comumunisme" schon zu schwierig !

Diese Pandemie ist so schwerwiegend , daß an der alkgemeinen Impfpflicht kein Weg vorbeiführt !

Komisch - Frau Wagenknecht:

Im real existierenden Sozialismus (DDR,UdSSR und so) waren Ihre Genossen und Sie doch auch nie so zimperlich mit "Pflichten" und "Geboten" ?!

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20.11.2021

"Man fragt sich schon , warum die grundsätzlich vernachlaßigbaren Meinungsäußerungen dieser Erzkommunistin es immer wieder in die Presse schafft ?"

Der Unterschied zwischen "Erz" und "Ex" sollte selbst bei solider Minimalbildung geläufig sein. Oder würden Sie auch Frau Merkel als Erzkommunistin bezeichnen?

"Im real existierenden Sozialismus (DDR,UdSSR und so) waren Ihre Genossen und Sie doch auch nie so zimperlich mit "Pflichten" und "Geboten" ?!"

Und ausgerechnet von denen haben Sie eine Menge gelernt . . .

Besonderes lustig und interpretationsfähig ist auch die von Ihnen geforderte "alkgemeine Impfpflicht" . . .

Frei nach Heinz Erhardt:

"Weil wir doch am Leben kleben, muss man abends einen heben.
So ein Virus ist geschockt, wenn man ihn mit Whisky blockt.
Auch gegorner Rebensaft einen gesunden Körper schafft.
Auch das Bier in großen Mengen wird den Virus arg versengen.
Wodka, Rum und Aquavit halten Herz und Lunge fit.
Calvados und auch der Grappa helfen Mutti und dem Papa.
Ich will hier nicht für Trunksucht werben, doch nüchtern will ich auch nicht sterben."

In diesem Sinne weiter fröhliches und lustiges Kommentieren . . .

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20.11.2021

Da haben Sie prinzipiell schon recht.
Aber sind es nicht gerade die Rechten, die Querdenken?
Also lassen Sie besser diese unhaltbaren politischen Aussagen.
Versuchen Sie einfach Ihre politisches Traumata mit den Linken wegzulassen und rational zu Urteilen.
Danke.

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20.11.2021

Herr Georg Kr ,

schön - wieder von Ihnen zu hören !

Auch wenn bei Ihnen Ihr - oder war das grammatikalisch eher "der" ? - Inhalt immer schwächer wird .

Na gut - vielleicht war das bei Ihnen in der Hauptschule ja auch so :

Wer bei den Noten nachließ , verspürte ansteigend den Drang , wenigstens durch Clownereien aufzufallen !

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20.11.2021

Sie sollen sich die Frage stellen, warum alle Impfstoffe bis heute eine Notzulassung besitzen. Die Impfstoffe sind bereits Milliardenfach verimpft worden, d.h. man könnte jetzt Aufgrund vielen Probanden eine normale Zulassung beantragen. Aber die Hersteller wollen es nicht, weil sonst müssen sie für Risiken haften. Und zur Zeit sind wir, die Steuerzahler, die dafür in Haftung gehen, weil die Impfmitteln versagen, die Firmen Milliarden kassieren und die Politiker auch.

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20.11.2021

@Waldemar M.
Die Impfstoffe gaben KEINE Norfallzulassung. Zumindest nicht in der EU. Auch wenn von vielen das behauptet wird.
Es ist eine bedingte. Der grosse Unterschied ist eben, dass die Hersteller eben dadurch HAFTEN.
Und wo ist ein Nachweis, dass die Politiker an den Impfstoffen Milliarden verdienen? Wenn Sie das nicht können, ist das üble Nachrede und Verbreitung von Fakenews.

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20.11.2021

In der Wissenschaft gibt es keine Sichtweisen, es gibt nur erforschte Fakten.

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20.11.2021

Das ist richtig. Es stimmt aber leider auch. das der Umgang mit eben diesen Fakten sehr oft von Egoismen ( kurzfristiger eigener Profit, Machtgier, Geltungssucht bei Wissenschaftlern,...) domoniert wird und das Gemeinwohl nicht immer das tatsächliche Ziel der Entscheidungsträger ist. Das gilt sehr oft für die Bereiche Wirtschaft, Wissenschaft und ( Partei-) Politik.

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20.11.2021

wieviel bringen die Impfungen, wenn es immer mehr Impfdurchbrüche gibt. Wiehler spricht sogar schon vom Impf-Abo! Finde alles eher besorgniserregend, auch vom „mainstream“.

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20.11.2021

Obwohl die Mehrheit bereits geimpft ist tragen die Geimpften kaum zur Auslastung der Intensivstationen bei.
Mit der dritten Impfung wird das noch einmal deutlicher sein, Israel hat das seit Monaten erfolgreich durchgeführt.
Auch ist die Weitergabe der Infektion durch Geimpfte trotz nachlassender Immunität immer noch deutlich geringer, weil sie weniger oft erkranken als Ungeimpfte.
Was wäre so schlimm an einer jährlichen Wiederholung der Impfung - wie gegen Grippe - z.B. für Ältere und Risikogruppen?
Es scheint schwer zu begreifen, dass es eine derart ansteckende Pandemie - vielleicht außer der Einschleppung der Masern und Pocken in Amerika - noch nicht gegeben hat. Dass man dieser Seuche heute mit Impfungen so effektiv begegnen kann ist doch beruhigend, man muss es aber konsequent tun.

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20.11.2021

"wieviel bringen die Impfungen, wenn es immer mehr Impfdurchbrüche gibt."

Es ist durchaus verständlich, dass manche Leute aus verschiedenen Gründen Angst haben vor der Impfung, aber dies hat nichts mit Angst zu tun, sondern mit einer gehörigen Portion Beratungsresistenz.

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20.11.2021

Spätestens seit dem Bekanntwerden, dass die Immunisierung nachlässt hätte man auf Tests für alle umschalten müssen.
2G+ halte ich dennoch für richtig um die Impfungen voran zu bringen.

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