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Reicht’s jetzt mit dem Schnee? Nein!

Kommentar Von Doris Wegner
30.01.2021

Zugeschneite Landschaften haben ihren besonderen Charme, unsere Autorin kann sich nicht daran sattsehen.

Neulich war es besonders schön. Die Schneeflocken tanzten geradezu in der Luft, keine hatte es besonders eilig zu landen. Ein wirbelndes Ballett ganz in Weiß. Und als dann auch noch die Sonne alles in ein großes Glitzern verwandelte … Liebe Schneehasser, wo habt ihr eure Augen?

Es ist jedes Mal aufs Neue herrlich, wenn sich Alt- und Allzubekanntes weiß zudeckt. Gärten sehen zauberhaft aus, die Landschaft sowieso und sogar schnöde Tonnenhäuschen entwickeln mit ihren weißen Hauben Charme.

Städte sehen dann aus wie Wintersportorte

Selbst Städte tun dann für einige Tage so, als wären sie Wintersportorte, die Menschen haben plötzlich noch anderes zu tun. Langlaufskier werden rausgeholt, um schnell noch ’ne Runde zu drehen, die Rodel bleiben sowieso im Kofferraum, weil man ja gleich am nächsten Tag wieder an den Schlittenberg geht, und überall in den Gärten wachsen dicke Schneemänner und Iglus in die Höhe.

Schnee macht den Winter spielerisch, schenkt ihm eine gewisse Leichtigkeit. Alles sieht auf einmal freundlich, hell und strahlend aus. Das ist nicht das unwichtigste Argument in diesen kurzen Januar- und langen Lockdown-Tagen.

Liebe Schneehasser, was wäre denn die Alternative? Kalte, trüb-graue Regentage. Würde man da abends noch mal eine Runde drehen, weil der Schnee so schön unter den Schuhsohlen knirscht? Oder würde man nicht vielmehr den Kragen hochschlagen und den Hund nur kurz an der Ecke rauslassen? Aus dem Homeoffice frustriert ins graue Grau schauen? Ohne Schnee hätten wir im Winter Einheitsbrei statt Märchen. Man würde tapfer Durchhalteparolen ausgeben bis Frühlingsbeginn … So aber ist der Spaßfaktor eindeutig höher.

Lesen Sie auch den Pro-Kommentar von Richard Mayr.

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