Bundestagswahl
Alle Hochrechnungen und Ergebnisse für alle Wahlkreise
  1. Startseite
  2. Kultur
  3. Kinderbuch: Zum 60. Geburtstag: Rassismus-Debatte um Jim Knopf

Kinderbuch
09.08.2020

Zum 60. Geburtstag: Rassismus-Debatte um Jim Knopf

Nur ein Jahr nach Erscheinen von Michael Endes „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ brachte die Augsburger Puppenkiste das Buch ins Fernsehen.
Foto: Fred Schöllhorn

Plus Vor 60 Jahren erschien die große Erzählung von Michael Ende, die die Augsburger Puppenkiste berühmt machte. Die aktuelle Rassismus-Debatte hat nun auch Jim Knopf erreicht.

Eine Insel mit zwei Bergen und ’nem Eisenbahnverkehr liegt im tiefen weiten Meer. Und eines Tages kommt mit dem Postschiff ein kleiner, schwarzer Junge in einem Paket auf Lummerland an. So beginnt die Geschichte von "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer". 60 Jahre wird das Buch alt, das durch seine liebenswert-skurrilen Figuren und seine tiefe Humanität ganze Generationen in Deutschland geprägt hat. Am 9. August 1960 erschien der erste Band von Michael Endes mehr als 500 Seiten starken Manuskript, das zuvor ein Dutzend Verlage abgelehnt hatten. Es sollte ein Welterfolg werden, übersetzt in 33 Sprachen. 1962 folgte der zweite Band "Jim Knopf und die Wilde 13".

Dieser Artikel ist hier noch nicht zu Ende, sondern unseren Abonnenten vorbehalten. Ihre Browser-Einstellungen verhindern leider, dass wir an dieser Stelle einen Hinweis auf unser Abo-Angebot ausspielen. Wenn Sie weiterlesen wollen, können Sie hier unser PLUS+ Angebot testen. Wenn Sie bereits PLUS+ Abonnent sind, .

Dieser Artikel ist hier noch nicht zu Ende, sondern unseren Abonnenten vorbehalten. Ihre Browser-Einstellungen verhindern leider, dass wir an dieser Stelle einen Hinweis auf unser Abo-Angebot ausspielen. Wenn Sie weiterlesen wollen, können Sie hier unser PLUS+ Angebot testen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

14.08.2020

Ich war schon richtig gespannt, wann auch Jim Knopf ins Visier der Weltverbesserer kommt. Da kommt noch einiges auf uns zu: Darf eigentlich Othello noch dunkelhäutig sein? Muss Porgy und Bess halb und halb besetzt werden? Man kann auch noch das Fass aufmachen, wer rassistischer ist, minimal oder maximal pigmentierte Menschen? Und es werden noch viele solcher Fässer rollen. Ich weiß noch nicht, ob ich diese Debatten amüsiert oder schockiert verfolgen soll, denn sie sind im Verhältnis zu den wirklichen Problemen dieser Welt so was von kindisch.

Permalink
10.08.2020

>> Trotz seiner Popularität möchte Christiane Kassama, Kita-Leiterin im Hamburger Stadtteil Groß-Flottbek, das Buch wegen angeblich rassistischer Tendenzen am liebsten in die Tonne treten. "Jim Knopf reproduziert viele Klischees zum angeblich typischen Wesen und Äußeren von Schwarzen. Jim Knopf ist so, wie sich Weiße ein lustiges, freches, schwarzes Kind vorstellen", ereifert sich die 56-jährige Erzieherin im Zeit-Interview. <<

Wäre im Paket nach Lummerland ein Kind mit heller Hautfarbe gewesen, gäbe es nun keinen Ärger.

Darum gilt auch hier meine provokative These - die dunklen Lego Männchen einfach aus dem Spiel nehmen und sich über ein einfacheres und unkomplizierteres Leben freuen. Und wenn doch eines im Berg der Steine auftaucht einfach im Geheimen mitspielen lassen, aber keinesfalls darüber sprechen!

Linksgrüne Aktivisten versuchen seit Jahren durch Überbetonung der Hautfarbe politisch zu polarisieren und Defizite der Einwanderungspolitik zu kaschieren.

Zu Zeiten der Hits von Roberto Blanco war es vergleichsweise unkompliziert in Deutschland. Das ist die Zeit in der auch ein Jim Knopf ohne Vorbehalte in die Herzen der Menschen aufgenommen wurde.

Permalink
10.08.2020

Mir wär's nicht wohl, wenn mein Kind von so einer "Erzieherin" erzogen werden würde. Wenn alles, was man sagt oder schreibt, zerpflückt und zerredet wird. Da sagt man dann wohl besser nichts mehr - nicht, dass es vielleicht rassistisch ist. Solche Aussagen und Gedanken sind richtig übel.

Permalink
09.08.2020

RICHARD M. Da haben Sie wohl was falsch verstanden/gelesen! Wenn eine KITA Leiterin solche Aussagen macht wie "das Buch wegen angeblich rassistischer Tendenzen am liebsten in die Tonne treten", ist das keine Meinung sondern fördert den Rassismus! Und genau diese Leute, die bei uns mit den Ausländerfeindlichen Parolen herumgrölen, warten nur auf so eine Plattform!
Wenn ich als Kind die Augsburger Puppenkiste gesehen habe, hatte ich unter anderem Fernweh genau wegen dem ausländischen Aussehen der Puppen und bin froh, dass ich heute solche Länder und Menschen besuchen kann. Das gleiche gilt für das Hotel 3 Mohren: angesehen Mönche, denen man zu Ehren das Hotel so benannt hat, wird nun dem Hotel unterstellt, dass die Namensbezeichnung und Darstellung der Büsten rassistisch sei. Wenn das nicht krank ist........ Diese Leute haben keine Meinung, sondern stellen Forderungen entgegen der großen Allgemeinheit. Geschichtliche Hintergründe und Besonderheiten interessieren die nicht, nur Populismus und Wichtigtuerei ist da im Vordergrund.

Permalink
09.08.2020

Hamburg, Stadtteil Groß Flottbeck?
Wie das Wahlergebnis, so die KITA, würde ich sagen:
Bürgerschaftswahl 2015: SPD: 40,0 %, Grüne: 13,7 % (Rest: vernachlässigbar)

Die drei Mohren hat man den Linken noch durchgehen lassen, an Jim Knopf werden sie sich die Zähne ausbeißen.

Permalink
09.08.2020

Den bereits abgegebenen Kommentaren stimme ich voll und ganz zu.

Permalink
09.08.2020

Was sind das für kranke Leute! Und wir lassen uns auch noch auf solche Debatten ein.

Permalink
09.08.2020

Warum nennen sie es krank, wenn jemand eine andere Meinung bzw. Sichtweise zu dieser Debatte hat als sie?

Man kann durchaus Respekt vor einer anderen Sichtweise zeigen und mit Argumenten dagegen angehen. Beides zeigen sie allerdings nicht.

Permalink
09.08.2020

@Richard M
Was S i e offensichtlich nicht verstehen, ist der Unterschied zwischen einer fundierten, "gesunden" Meinung, die zweifelsohne Respekt verdient und die auch Debatten zulässt und hirnrissigen, abstrusen Äuserungen. Was nun Christiane Kassama, Kita-Leiterin im Hamburger Stadtteil Groß-Flottbek betrifft, die das Buch "wegen angeblich rassistischer Tendenzen am liebsten in die Tonne treten" möchte, so kann man bei dieser Dame nicht mehr von einer akzeptablen Sichtweise reden, sondern nur noch von hirnlomsem Geschwurbel, das ausschließlich dazu dient, die überzogene und hysterische Rassismusdebatte weiter anzuheizen.

Permalink
09.08.2020

Nur weil irgendeine Kita-Leiterin, die ihren Kopf wohl nur hat, damit ihr Hut nicht runterfällt, hier völlig abstruse Theorien absondert, ist das keine "Debatte", die hier stattfindet. Eine Wichtigtuerin hat ihr Zeil erreicht: Sie steht halt auch mal in der Zeitung, mehr ist hier nicht zu sagen.

Permalink
09.08.2020

So harmlos ist das auch wieder nicht.
Siehe Hotel "Drei Mohren" in Augsburg, Gasthof "Mohren" in Landsberg, "Mohrenköpfe" etc. etc.
Die abstrusen Theorien stecken in vielen Köpfen.

Permalink
09.08.2020

Herr Jan Fleischhauer bringt es auf den Punkt:
"Scientologen nehmen Blechdosen in die Hand, um zur Erlösung zu finden. Andere schreiben sich beim Opus Dei ein. Der moderne Heilssucher entdeckt den Rassisten in sich."
https://www.focus.de/politik/deutschland/schwarzer-kanal/die-focus-kolumne-von-jan-fleischhauer-sehnsucht-nach-der-schuld-die-deutsche-elite-entdeckt-den-rassisten-in-sich_id_12296366.html

Permalink
09.08.2020

Diese "Debatte" ist nur noch krank.

Permalink
09.08.2020

Richtig, aber warum tun wir nichts dagegen. Warum schauen wir zu, wenn uns "elitäre" Minderheiten vorgeben, was wir zu tun und zu denken haben?

Permalink
09.08.2020

"Warum schauen wir zu, wenn uns "elitäre" Minderheiten vorgeben, was wir zu tun und zu denken haben?"

Sie dürfen doch ihre Meinung dazu mitteilen, es verbietet niemand.
Allerdings gibt es in dem Fall weder elitäre Minderheiten noch sonst jemand der ihnen vorschreibt was sie zu tun und zu denken haben.

Permalink