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Krimi-Klassiker
13.07.2016

Kommissar Wallander ermittelt jetzt auch auf der Opernbühne

Am Freitag wird die Wallander-Oper "W - The truth beyond" in Tübingen uraufgeführt.
Foto: Christoph Schmidt

Eine moderne Oper feiert Weltpremiere: Erstmals führen Musiker und Sänger die Geschichte von Kurt Wallander, einem schwedischen Krimihelden, als Oper auf.

Auf der Bühne im Tübinger Festsaal klammert sich der Tenor Gustavo Martín Sánchez an eine aufgestellte Mumie und singt mit Orchester. Die in weiße Stoffbahnen gewickelte Figur steht für das Mystische in einem Kriminalfall, der den Kommissar Kurt Wallander an der Schwelle zu seinem Ruhestand noch einmal aufwühlt. Sánchez spielt einen entlassenen Häftling, einst festgenommen von Wallander, der Figur aus den Krimi-Romanen des schwedischen Erfolgsautors Henning Mankell. War wirklich alles so, wie es sich damals darstellte? Der Kommissar begibt sich in der Oper "W - The Truth Beyond" auf die Suche nach dieser tieferen Wahrheit. Das Stück in zwei Akten wird am Freitag in Tübingen uraufgeführt.

120 Akteure arbeiten an der Produktion mit: Sechs Gesangssolisten, zum Teil von der Musikhochschule Stuttgart, sowie der Tübinger Universitätschor, die Reutlinger Philharmonie und mehrere Techniker. Nach drei Aufführungen in Tübingen reist das Team nach Ystad in Schweden, der Heimatstadt der Figur Wallander, und führt die Oper dort im August auf.

Matias Bocchior (rechts) spielt die Rolle des Kriminalkommissars Kurt Wallander, Tenor Gustavo Martin Sánchez den entlassenen Häftling Tobias Jonsson.
Foto: Christoph Schmidt, dpa

Am Dirigentenpult steht der Tübinger Universitätsmusikdirektor Philipp Amelung und erarbeitet Feinheiten am Stück. Amelung ist der Ideengeber des Projekts: Vor Jahren hat er eine Totenmesse des schwedischen Komponisten Fredrik Sixten aufgeführt - und  fühlte sich an den depressiven Wallander erinnert. Von da an war es sein Ziel, die Figur mit der Musik von Sixten in Verbindung zu bringen. 

Der Durchbruch für seine zunächst vorsichtig gehegte Idee einer Wallander-Oper kam im Januar 2013. Amelung traf in Schweden Mankell. Ein Video zeugt von der Begegnung. Die Absicht, die Oper dort beginnen zu lassen, wo das letzte Wallander-Buch endet, hat Mankell gefallen. "Das ist eine gute Idee. Das zeigt mir, dass ihr euren eigenen Weg geht", sagte er gegenüber Amelung.

Die Wallander-Oper soll leicht zugänglich sein

"Mit ihm im Boot war ich mir sicher: Das wird klappen und großartig werden", sagt Amelung. Er ist glücklich über das Treffen noch vor der schweren Krebserkrankung Mankells, der der Autor 2015 im Alter von 67 Jahren erlag.

Amelung beauftragte den Komponisten Sixten und fand in Klas Abrahamsson einen Librettisten, der die Texte zur Oper schrieb. Beide wollen zur Premiere nach Tübingen kommen.

Die düstere Stimmung der Mankell-Krimis findet sich auch in der Oper wieder

Amelung hält das Werk für leicht zugänglich: "Es ist dahingehend eine besondere zeitgenössische Oper, dass sie im tonalen Bereich bleibt und verschiedene Stile vereint." Sänger Sánchez sagt: "Es singt sich schwer, aber es sind auch schöne Melodien drin."

Die für die Krimis aus dem Norden charakteristische Düsternis ist auch in der Oper die vorherrschende Grundstimmung, wird aber auch mal abgelöst, wie die freie Opernregisseurin Julia Riegel sagt - etwa wenn Wallander eine frühere Angebetete wieder trifft. Riegel hat die Oper schnörkellos inszeniert. Im statischen Bühnenbild gibt es drei Spielorte, die abwechselnd im Fokus stehen.  

Die Geschichte transportiert aktuelle Themen wie Älterwerden, Demenz und Toleranz gegenüber anderen Lebensentwürfen. Mankell sei Sozialkritik immer wichtig gewesen, deshalb hebe auch die Oper darauf ab.

Philipp Amelung, Universitätsmusikdirektor der Uni Tübingen, dirigiert die Wallander-Oper.
Foto: Christoph Schmidt, dpa

Der Intendant des Landestheaters Tübingen, Thorsten Weckherlin, der seinen technischen Direktor ins Projekt geschickt hat, hält es für "eine äußerst kluge und spannende Sache" den Krimistoff auf die Bühne zu bringen. "Das ist wie ein roter Teppich für diejenigen, die mit dem Sujet Oper bislang nichts am Hut hatten."

Bei der Stadtverwaltung Tübingen ist man stolz auf das Projekt. Die letzte Opern-Weltpremiere liegt nach Angaben der Leiterin des Fachbereichs Kultur bei der Stadt Tübingen, Dagmar Waizenegger, lange zurück: "Il cacciatore deluso" (Der verführte Jäger) von Niccolò Jommelli, beauftragt vom Herzog Karl Eugen von Württemberg, hatte seine Uraufführung in Tübingen am 4. November 1767. dpa

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