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Und jetzt?
21.03.2020

Axel Hacke rät in Corona-Zeiten: Nicht absaufen im Traurigen

Axel Hacke
Foto: Thomas Dashuber

Theater, Konzerte, Ausstellungen, Lesungen – alles abgesagt, stillgelegt und aus der Öffentlichkeit verschwunden. Wir bringen in Corona-Zeiten Wortmeldungen aus der Kultur, die ins Private verbannt ist.

Alle Lesungen fallen aus und ich nutze den Freiraum fürs Schreiben. Das ist nützlich, und ich habe Spaß daran. Im Übrigen glaube ich, dass man diese Zeit sehr bewusst gestalten muss: Die Nachrichten zwar verfolgen, aber irgendwann auch bewusst abschalten.

Ich glaube, man muss Distanz schaffen, weil man nur so mit einer solchen Krise umgehen kann – man darf sich nicht treiben lassen und nicht verlieren, sollte nicht absaufen im Traurigen, und dafür ist das persönliche Kulturprogramm enorm wichtig.

 

Axel Hacke will bald wieder nach Italien

Ich lese Philip Roth’ schon etwas älteren und doch sehr aktuellen Roman „Verschwörung gegen Amerika“, in dem 1940 der Antisemit und Isolationist Charles Lindbergh US-Präsident wird und das Land mit Hitler verbündet, ein früher Populist und Trump-Vorgänger sozusagen. Interessanterweise kommt das gerade auch als sechsteilige Serie bei Sky heraus, vielleicht sehe ich das dann auch noch. Im Übrigen lese ich antike Philosophen (Seneca, Marc Aurel, Epiktet) und arbeite meine immer wieder vernachlässigte Italienisch-Grammatik durch, denn meine größte Hoffnung ist, bald wieder nach Italien fahren zu können.

Axel Hacke, geboren 1956, ist Schriftsteller und Kolumnist.

Über alle Entwicklungen informieren wir Sie auch immer in unserem Live-Blog.

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