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Literatur
13.10.2023

Eine Frau zwischen Liebe und Gewalt

Die deutsch-ungarische Schriftstellerin Terezia Mora hat ihren neuen Roman "Muna oder Die Hälfte des Lebens" vorgelegt.
Foto: Frank Rumpenhorst, dpa

Plus Terézia Mora gelingt mit ihrem Roman "Muna oder Die Hälfte des Lebens" ein beklemmendes Meisterwerk - eine der Favoritinnen für den deutschen Buchpreis.

Diese Geschichte nimmt einen mit auf einen beklemmenden Lebensweg. Doch kann man "Muna oder Die Hälfte des Lebens", den neuen Roman von Terézia Mora, nicht aus den Händen legen – obwohl Muna in eine albtraumhafte Beziehung gerät. Denn die Hauptfigur, Tochter eines früh gestorbenen Vaters und einer alkoholkranken Schauspielerin, verliebt sich als Praktikantin einer Zeitschrift in den schönsten Mann, den sie "je im Leben sehen würde". Sie lebt in einer fiktiven Kleinstadt in der untergehenden DDR, es gibt ein Stadttheater, an dem ihre Mutter auftritt. Und Muna? Ist wie besessen davon, diesem Magnus, Lehrer am Französischen Gymnasium, näherzukommen. Gerade als sie es schafft, wird die DDR von der Friedlichen Revolution hinweggefegt. Die Geschichte stellt alles auf den Kopf und auf Anfang.

Was Mora auf ihre unnachahmliche erzählerische Art schafft, ist vielerlei. Im Hintergrund in Unschärfe und beiläufig hat sie einen Wenderoman geschrieben. Muna studiert und versucht – eher aus Verlegenheit als wirklichem Antrieb – an den Universitäten Fuß zu fassen. Letztlich landet Muna, die Promovierte, in einer kleinen Buchhandlung. Sie kommt aus armen Verhältnissen und obwohl sie studiert und promoviert, bleiben ihre Lebensumstände prekär. Während des universitären Wegs fließen die Forschungstrends der Geisteswissenschaften ein: etwa die Gendertheorie.

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