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Kino
11.04.2024

Die alten Regisseure und das Kino: Warum können sie nicht davon lassen?

Von wegen Regie-Rentner: Woody Allen bei einem Fototermin seines neuen Films "Ein Glücksfall" ("Coup de chance").
Foto: Lorena Sopêna

Woody Allen, Clint Eastwood, Martin Scorsese - manche Filmemacher wollen einfach nicht in den Ruhestand gehen. Oder können sie womöglich gar nicht anders?

Woody Allen hat gerade mit "Ein Glücksfall" ("Coup de Chance") einen weiteren Spielfilm ins Kino gebracht, und das mit 88 Jahren. Wir erinnern uns: Allen trat bereits 1965 auf den Plan, zunächst als Gag-Schreiber, dann als Regisseur, und war seither eigentlich durchgehend präsent. Nach Filmklassikern wie "Was Sie schon immer über Sex wissen wollten", "Der Stadtneurotiker" und "Manhattan", und obendrein diversen Skandalen im Privatleben, sollte man doch meinen, dass so ein erfolgreicher Filmemacher aufhört, wenn’s am schönsten ist, und sich in den Ruhestand verabschiedet. Doch weit gefehlt. Der Welt würden heute 22 seiner Filme fehlen, hätte Woody Allen pünktlich mit 67 Jahren den Beruf an den Nagel gehängt. Und mit dieser Entscheidung ist er bei Weitem nicht der Einzige.

Trailer: "Ein Glücksfall" von Woody Allen

Woody Allen weiß noch nicht, ob "Ein Glücksfall" sein letzter Film ist

"Ich kann noch nicht sagen, ob es wirklich mein letzter Film sein wird", sagt Woody Allen im Interview mit The Independent. "Ich möchte nicht da rausgehen und um Geld werben. Ich finde das schrecklich. Wenn jemand kommt und sagt, ich möchte Ihren nächsten Film finanzieren, dann würde ich es mir sicherlich überlegen. Ich hätte wohl nicht die Willenskraft, abzulehnen, da ich noch so viele Ideen habe." Auch Clint Eastwood dreht derzeit seinen nächsten Film, "Juror No. 2", und das mit bald 94 Jahren. Martin Scorsese, 81 Jahre, lieferte im vergangenen Jahr sein jüngstes Werk "Killers of the Flower Moon". Hayao Miyazaki brachte "Der Junge und der Reiher" ins Kino, mit 82 Jahren, und Roman Polanski "The Palace", mit 90 Jahren.

Was treibt diese Filmemacher an? Ist es Langeweile? Wer es gewohnt ist, derart große Projekte zu stemmen, in der Chefposition am Set und umwogt von einer Schar Mitarbeiter, der könnte sich wohl ein wenig einsam fühlen, beim Zeitvertreib auf irgendeinem Golfplatz. Ist es Macht? Ein starker Faktor. Als Filmregisseur bewegt man Welten. Für einen Dreh werden schon mal Straßen gesperrt, Flugzeuge umgeleitet, Schiffe zurückbeordert. Hunderte von Leuten stehen bereit, die noch so bizarrsten Anweisungen umzusetzen – und Stadtverwaltungen, Nationalparks, das Militär und andere ziehen in der Regel bereitwillig mit, wenn einer der ganz Großen anklopft. Zumindest in den USA.

Werner Herzog und Volker Schlöndorff drehen weiter Dokumentarfilme

Man kann viel spekulieren, woran es liegen mag, dass manche Filmemacher sich auch im betagten Alter noch auf den Regiestuhl setzen. Am Ruhm liegt es wohl nicht. Diese Künstler müssen nichts mehr beweisen. Aber sie haben noch etwas zu sagen, zu erzählen. Sie lieben den kreativen Prozess des Erarbeitens einer Erzählung in Bildern, das dürfte der Kern sein. Was nicht bedeutet, dass jeder, der sich vom Filmemachen zurückzieht, nichts mehr zu erzählen hätte: Quentin Tarantino zum Beispiel hat schon angekündigt, nach zehn Filmen Schluss zu machen und sich mit 60 Jahren in den Ruhestand zu verabschieden. Sicher könnte er noch einige Geschichten auf seine unnachahmliche Art erzählen – das Publikum würde sie ihm aus der Hand reißen. Aber womöglich fürchtet er, seinen eigenen Ansprüchen nicht mehr gerecht zu werden.

Viel zu erzählen hatte der Portugiese Manoel de Oliveira, der seinen letzten Spielfilm "Gebo and the Shadow" im Jahr 2012 inszenierte. Mit 104 Jahren brachte der 1908 Geborene seinen Film ins Kino, schmiss sich dann aber gleich wieder hinter die Kamera und inszenierte im folgenden Jahr den Kurzfilm "The Old Man of Belem". Alfred Hitchcock musste sich 1979, ein Jahr vor seinem Tod, mit fast 80 Jahren eingestehen, dass er nicht mehr die Kraft für die harte Arbeit hat. Das Studio beendete seine Arbeit an seinem letzten Film. Vielleicht war das gewollt? Lieber mit den Füßen voran rausgetragen werden als freiwillig aufgeben? Kann das die Motivation auch hinter den großen deutschen Namen sein, die im Alter noch emsig Filme drehen? Werner Herzog ist 81 und lieferte 2022 gleich zwei Dokumentarfilme, Volker Schlöndorff ist 85 und drehte 2022 den Film "Der Waldmacher".

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"Meine Rente würde nicht reichen", sagt Margarethe von Trotta

Doch wie sieht es mit den Frauen im Alter aus? Man möchte meinen, dass die mal wieder unterrepräsentiert sind. Das stimmt so nicht – sie waren es, sicher, und können daher in nennenswerten Zahlen nur in diese Situation hineinwachsen. Margarethe von Trotta, 82-jährige Regisseurin, dreht auch im hohen Alter. Sie brachte 2024 "Ingeborg Bachmann – Reise in die Wüste" ins Kino. "Solange ich noch Ideen habe, mache ich weiter", sagte von Trotta im Gespräch mit der Bunten. "Ich habe eine wunderbare Produzentin, die jeden Film mit mir macht. Und sich immer über meine Fitness wundert, wenn andere schon schlapp machen. Im Übrigen: Ich muss arbeiten, meine Rente würde nicht reichen."

Die Motivationen unterscheiden sich von Regisseur zu Regisseur. Bei Woody Allens neuem Werk handelt es sich um seinen 50. Spielfilm. Vielleicht ist einfach nur die Zahl der banale Grund. Solange wir genießen können, so lange sollen sie ruhig drehen.

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