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Kino
28.05.2024

Kritik zu "May December": Julianne Moore und Natalie Portman im Duell

Natalie Portman (links) als Elizabeth Berry und Julianne Moore als Gracie Atherton-Yoo in einer Szene des Films "May December". Der Film kommt am 30. Mai in die deutschen Kinos.
Foto: Francois Duhamel, Netflix/dpa

Der Film "May December" basiert auf der wahren Geschichte einer skandalösen Beziehung. Julianne Moore und Natalie Portman liefern sich dabei ein glänzendes Duell.

Die Schauspielerin Elisabeth (Natalie Portman) reist in beruflicher Mission nach Savannah, Georgia, wo sie sich auf ihre neue Rolle vorbereiten will. Als TV-Star hat sie es zu bescheidenem Ruhm gebracht und nun soll ein pikanter Independent-Movie ihrer Karriere einen neuen Kick geben. Sie besucht Gracie (Julianne Moore), deren Geschichte vor mehr als 20 Jahren in der Boulevardpresse Schlagzeilen machte und jetzt in einem Kinofilm verewigt werden soll. In einem schmucken Eigenheim mit Meerblick wohnt Gracie mit Ehemann Joe und ihren drei fast erwachsenen Kindern. Doch die familiäre Idylle gründet auf einem Skandal. 

Natalie Portman spielt eine Hollywood-Diva in "May December"

Gerade einmal 13 Jahre alt war Joe, als seine Liebesbeziehung zu der 36-jährigen Angestellten einer Zoohandlung begann. Wegen Verführung Minderjähriger wurde Gracie zu mehreren Jahren Haft verurteilt und brachte im Gefängnis ihr erstes gemeinsames Kind zur Welt. Nachdem sie die Strafe abgesessen hatte, heirateten die beiden und sind nun schon seit 23 Jahren ein Paar. Mittlerweile scheint der Skandal in der Nachbarschaft weitgehend vergessen. Nur noch gelegentlich finden sich anonyme Päckchen mit Exkrementen vor der Haustür. 

Von dem Kinofilm erhofft sich Gracie, dass ein anderes Licht auf ihren Fall geworfen wird. Schließlich ist sie davon überzeugt, dass sie damals wie heute aus wahrer Liebe und reinem Herzen gehandelt hat. Nicht ohne Misstrauen lädt sie Elisabeth in ihr Haus ein, die mit parasitärem Hunger jedes Detail in Gracies Leben aufzusaugen scheint. Sie befragt nicht nur die Gastgeberin, sondern auch deren Ex-Mann, den damaligen Rechtsanwalt und vor allem Joe, der durch ihre zudringlichen Recherchen die eigene Vergangenheit zu hinterfragen beginnt. 

Eine sensible Performance bietet Charles Melton in Todd Haynes Film

Mit "May December" orientieren sich Regisseur Todd Haynes ("Carol") und Drehbuchautorin Samy Burch an einem realen Fall, der in den 1990er-Jahren die amerikanischen Medien und Gerichte beschäftigte. Aber statt den damaligen Skandal auf der Leinwand spekulativ neu aufleben zu lassen, interessiert sich der Film für die Nachwirkungen der Ereignisse. Haynes verknüpft dabei zwei Erzählebenen eng miteinander. Zum einen erforscht er die Dynamik einer Familie, deren bürgerliches Dasein auf einem Tabubruch gründet. Zum anderen zeichnet er das Porträt einer Schauspielerin, die die Geschichte dieser Familie als Inspiration künstlerisch ausbeuten will, womit der Film auch die eigene Rolle reflektiert. 

Im Vordergrund stehen dabei zwei Frauenfiguren, die auf sehr unterschiedliche Weise von sich selbst eingenommen sind und sich weigern, das eigene, zweifelhafte Handeln zu hinterfragen. Aus diesem Setting entsteht ein hervorragendes Schauspielerinnen-Duell zwischen Julianne Moore und Natalie Portman, die ihre Figuren mit genüsslicher Subtilität aufeinander loslassen. Zwischen Naivität, Selbstverleugnung und matriarchale Dominanz legt Moore ihre fein modulierte Rolle an, während Portman mit sarkastischer Verve die gewissenlose Hollywood-Diva gibt. Mit einer wunderbar sensiblem Performance bildet Charles Melton ("Riverdale") das Gegengewicht in der Rolle des Ehemannes, der damals von dem Skandal überrollt wurde, aber nicht als Opfer stigmatisiert werden will. Gleichzeitig wird Joe jetzt, wo die Kinder das Nest verlassen, bewusst, dass er seine Jugend nicht ausleben konnte und sich immer noch nicht wirklich erwachsen fühlt. 

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"May December": Ein emotionales Wechselbad mit schwarzem Humor

Todd Haynes beweist sich in "May Dezember" erneut als Meister der Ambivalenz, der die Widersprüche im Sein, Schein und dem Selbstbild seiner Figuren sorgfältig auffächert. Anders als in seinen beiden Meisterwerken "Dem Himmel so fern" (2002) und "Carol" (2015), arbeitet Haynes nicht mit melodramatischen Versatzstücken. Vielmehr inszeniert er seinen Film gezielt als Wechselbad, in dem in den schwarzhumorigen Erzählton auch immer wieder Momente emotionaler Klarheit eingeschleust werden.

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