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Kinostart
15.05.2024

Kritik zu "Der Kolibri": Ein Mann in den Fängen des Schicksals

Ihre Liebe bleibt unerfüllt: Bérénice Bejo und Pierfrancesco Favino in "Der Kolibri".
Foto: Enrico De Luigi, mfa+

"Der Kolibri" erzählt eine wendungsreiche Familienchronik mit dem Augenarzt Marco im Zentrum. Der versteht es, mit traumatischen Erlebnissen umzugehen und daran nicht zu scheitern.

„Du bist wirklich ein Kolibri“, sagt Luisa (Bérénice Bejo) im Streit zu Marco (Pierfrancesco Favino), „du wendest all deine Energie dazu auf, um da zu bleiben, wo du bist.“ Den ornithologischen Spitznamen bekam Marco bereits im Kindesalter, weil sein Körper nicht so recht wachsen wollte. Mag sein, dass der kleine Vogel mit seinen schnellen Flügelschlägen nicht von der Stelle kommt. Aber wer sagt, dass so ein Kolibri weniger erlebt als ein Zugvogel, der zwischen den Kontinenten hin- und herhetzt?

"Der Kolibri" erzählt eine Familienchronik rund um den Augenarzt Marco

Über ein halbes Jahrhundert spannt Francesca Archibugi den Bogen ihrer wendungsreichen Familienchronik „Der Kolibri“ nach dem Roman von Sandro Veronesi, die sie in eine ambitionierte, nicht chronologische Erzählung aufsplittert. Schon nach einer kurzen Eingewöhnungszeit entwickelt der Film eine narrative Sogwirkung aus Andeutungen, Vorwegnahmen, kurzen Rückblenden, Ellipsen und dramatischen Zuspitzungen. Im Zentrum dieses sorgfältig choreografierten Erinnerungsstromes steht der Augenarzt Marco Carrera als scheinbar passiver Held und ruhender Pol. 

Es beginnt in einer Sommeridylle am Meer, wo der jugendliche Marco mit seiner Familie die heißen Augustwochen verbringt. Ein paar Meter höher am Hang hat Luisa mit ihren Eltern Quartier bezogen. Die beiden verbindet seit Kurzem eine heimliche Liebe. Als Marco sich abends davonschleicht, um die Nacht in Luisas Armen zu verbringen, begeht seine psychisch labile Schwester Suizid. Der traumatische Verlust und die Schuldgefühle legen einen dunklen Schatten über die Liebe zu Luisa. Ein Paar werden die beiden nie und bleiben doch über Jahrzehnte hinweg miteinander verbunden. 

Film "Der Kolibri": Marco erleidet viele Schicksalsschläge

Jedoch hält die Schicksalsmühle auch unverhoffte Glücksfälle bereit. Als Marco mit seinem Freund Duccio (Lorenzo Mellini) ein Flugzeug besteigt, wird dieser von düsteren Ahnungen und starken Panikattacken heimgesucht. Die Freunde sind gezwungen das Flugzeug zu verlassen, das kurz nach dem Start abstürzt. Wenig später lernt Marco die Stewardess Marina (Kasia Smutniak) kennen, die ebenfalls durch einen Zufall das Unglück überlebt hat. In seiner romantischen Verblendung ist Marco der festen Überzeugung, dass eine höhere Gewalt die beiden zusammengeführt hat. Die Ehe mit ihr wird zum Desaster. Schon bald ist Marco gezwungen sich allein um die gemeinsame Tochter zu kümmern, woraus ein neues, ganz anderes Glück entsteht. Zugegeben: Es sind eine Menge Schicksalsschläge, die Archibugi auf ihren Protagonisten niederregnen lässt. Aber auch wenn die Regisseurin die Emotionalität des Stoffes direkt adressiert, steht dahinter kein melodramatisches Kalkül.

Hingegen geht es in „Der Kolibri“ um die Erkundung und Prüfung einer Lebenshaltung, die in der Lage ist, mit extremen Widrigkeiten umzugehen und diese ins Positive zu wenden. Dabei steht eine äußerst atypische Männerfigur im Zentrum des Sturms. Dieser Marco Carrera ist ein Mensch, der sich die Dinge zu Herzen nimmt, der Fehlentscheidungen trifft und mit den Konsequenzen leben lernt, der zu oft stehen bleibt, aber nie wegläuft, der elterliche Fürsorge nicht als Pflicht, sondern als Glück begreift. Pierfrancesco Favino („Nostalgia“) überzeugt hier erneut mit einer ruhigen und zärtlichen Präsenz, mit der er die emotionale Widersprüchlichkeit und persönliche Entwicklung seiner Figur über mehrere Jahrzehnte hinweg absolut glaubwürdig verkörpert.

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