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Konzert
12.09.2022

Felix Kummer in München: Bis zum Schluss kein Friede-Freude-Eierkuchen-Typ

Musiker Felix Kummer
Foto: Fabian Sommer, dpa (Archivbild)

Eine Handvoll letzter Konzerte stehen für das Soloprojekt des Kraftklub-Frontmanns Felix Kummer noch an. In München ist er vor seinem bis jetzt größten Publikum aufgetreten.

Es ist nie leicht, Abschied von etwas zu nehmen, das man wertschätzt. Das geht im Fall des Musikers Felix Kummer sowohl ihm als auch seinen Fans so. Kummer ist auf Abschiedstour. Fünftletzte Station am vergangenen Sonntag: Zenith München. Auf einen herzzerreißenden Abgang verzichtet er bis zum Schluss.

Rund 5000 Menschen bei Kummer-Konzert in München

Am Wochenende zuvor hatte Felix Kummer noch mit Kraftklub auf dem Superbloom in München gespielt. Als "sauber und ordentlich" bezeichnete er das Festival – ganz anders als er es sonst kenne. Im Zenith war das Publikum etwas mehr nach seinem Geschmack. Statt mit Flower-Power-Muster und Glitzersteinen im Gesicht kamen die Besucher überwiegend in schwarz, weiß und beige gekleidet. So wie es Kummer selbst war: Schlicht, in Jeans und weißem T-Shirt, zu Beginn noch mit einer Bomberjacke. Keine aufwendigen Kostüme oder Kleiderwechsel. Und auch kein kompliziertes Bühnenbild. Nur einer kleine Lichtershow und ein paar Videoaufnahmen, die auf eine Leinwand projeziert wurden.

Alles Ton in Ton mit seiner Musik. Harte Realität statt wattige, wohlige Lyric-Wölkchen. Ob er über einen verstorbenen Freund singt, dessen Social-Media-Profil wohl für immer bestehen bleibt, oder über andere Beziehungen. Liebeslieder im herkömmlichen Sinne schreibt Kummer nicht. Alles etwas nüchterner.

Und trotzdem sangen die Fans im Zenith die Zeilen "Nur eine Frage der Zeit, bis ich es einmal mehr verkack'. Denn ich bin ausgezeichnet darin, Menschen zu enttäuschen", so laut es ging mit. Die Stimmen von rund 5000 Menschen, die vielleicht keine Lust haben auf eine romantisierte Welt und ein Felix Kummer, der in Worte fasst, was sie selbst nicht in Worte fassen können.

Felix Kummer hat das Ende seiner Solokarriere eingeläutet. Nur noch vier Konzerte will der 33-Jährige spielen.
Foto: Lisa Gilz

Rapper Kummer singt auch solo ein paar Kraftklub-Lieder

Wenn Kummer rappt, über Trauer, über Freude oder Frust, dann springt das Publikum. Das ähnelt einer ungefragten "wie hoch – so hoch" Situation, in der Kummer auch wieder in München zeigt, dass er von allen am meisten springt und am schrägsten tanzt. Wie er es auch bei Bandauftritten macht, wenn er mit der "Band mit K" unterwegs ist. Liebe Grüße schickte er an seine Freunde und Bandmitglieder am Sonntag. Erfreute mit Coverversionen seiner eigenen Kraftklub-Lieder das Publikum. Zumindest diejenigen, die nicht nur Kummer, sondern auch Kraftklub-Fans sind.

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Es gab den Zwei-für-Eins-Deal: Das "Kaufe ein Kummer-Ticket und bekomme Kraftklub-Lieder umsonst dazu" Angebot. Unter anderem der Song "500K", der seltener bei den Kraftklub-Auftritten gespielt wird. Während sich der Song kritisch mit dem Thema Social Media auseinandersetzt, mit einer Gesellschaft die sich über "Likes" und Klicks definiert, ist es wieder auch wenig Selbstkritik, wenn hinter Felix Kummer eine Art zweiter Schatten um ihn tänzelt, um Video-Material für Instagram, TikTok und Co zu filmen.

Am Ende ist der Abschied so schlicht wie der Rest des Kummer-Konzerts in München

"Ich bin ja nicht so gut darin, gutgelaunte Songs zu schreiben", sagte der 33-Jährige, bevor er den "letzten Song" anstimmte. So heißt das Lied. Eine Ode an den Optimismus, an die Alles-wird-gut-Sager, und Kummers Statement, dass er gerne selbst einer wäre. Und schließlich musste er auch dem Münchener Publikum sagen, das nicht alles gut wird.

Die Zeit des Soloprojekts gehe vorbei. Ein letztes Mal nahm Kummer das Mikro fester in die Hand und bevor er selbst zu singen begann, ließ er die 5000 Menschen den Part übernehmen: Den Part von Max Raabe in "Der Rest meines Lebens". Die Zeilen "Irgendwann ist es zu spät, um zu früh draufzugehen. Irgendwann bin ich zu alt. Zu alt, um jung zu sterben" resonierten durch die Industriehalle, bevor Kummer selbst mit einstieg und sein Konzert in München beendete. Ohne gespielte Emotion oder erzwungene Tränen. Authentisch. Zum Schluss verabschiedet er sich ganz einfach, schnell und ohne viele Worte mit einem "Tschüss. Bye, bye" und da war er schon von der Bühne runter.

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