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Dießen

26.11.2017

36 Künstler bieten Schönes  für den Gabentisch

36 Künstler der Arbeitsgemeinschaft Diessener Kunst bieten im Pavillon wieder ihre Arbeiten dar und viele kamen zur Eröffnung der Weihnachtsausstellung.
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36 Künstler der Arbeitsgemeinschaft Diessener Kunst bieten im Pavillon wieder ihre Arbeiten dar und viele kamen zur Eröffnung der Weihnachtsausstellung.
Bild: Uschi Nagl

Die Arbeitsgemeinschaft Diessener Kunst stellt die neuesten Arbeiten im Pavillon aus. Als Gast ist heuer Fotograf Noah Cohen dabei, der Bilder aus den Huber-Häusern zeigt.

Es kommt selten vor, dass sich Wolfgang Lösche, bei Ausstellungseröffnungen vertreten lässt. Da sich der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Diessener Kunst derzeit allerdings auf Reisen befindet, hatten Schmiedemeister Walter Spensberger und Zinngießer Jordi Aarau von der Zinngießerei Wilhelm Schweizer die Ehre. Sie hatten sichtlich Freude daran, die Schau, an der sich alle 36 ADK-Mitglieder beteiligen, mit vorweihnachtlichem Geläut aus Spensbergers geschmiedetem Glockenzug zu eröffnen.

Das Publikum strömte wie gewohnt zahlreich in den Pavillon in den Seeanlagen, wo es heuer viel Neues zu sehen gab: Einst gefielen Arkanthusblätter dem Freiherrn von Schacky als Dekoration für seine Parkbeleuchtung. Goldschmiedin Magdalena Spensberger hat die Blätter für sich entdeckt und gestaltet nach deren Vorlage in ihrer idyllischen Bauwagenwerkstatt hauchzarte, silberne Ohrgehänge. Auch Goldschmiedin Birgit Mayer, die für klare, sachliche Formen im Schmuckdesign steht, wagt einen Exkurs ins Florale und kreiert Ketten aus Blütenformen.

Die Zinngießerei Wilhelm Schweizer, die zu den ältesten Werkstätten in Dießen zählt, schickt den Nikolaus heuer mit der Dampflokomotive auf Tour. Zur Freude aller Zinnsammler und Nostalgiker soll jedes Jahr ein neuer Waggon mit illustren Fahrgästen wie Nussknackern, Engelchen, und Schneemännern oder beladen mit weihnachtlichen Motiven wie Sternen oder Päckchen hinzukommen. Als Gastausteller bei der diesjährigen Weihnachtsausstellung ist Fotograf Noah Cohen dabei. Er war mit seiner Kamera in den Huber-Häusern unterwegs und hat in der alten Druckerei Räume und Winkel entdeckt, wo die Zeit stehen geblieben zu sein scheint.

Edle Gebrauchskeramik aus der Werkstatt Lösche

Einfach edel ist die aktuelle Gebrauchskeramik aus der Werkstatt Lösche. Vasen und Schalen in klassischen Formen präsentieren sich umhüllt von hochwertigen, schillernden und irisierenden Lüsterglasuren in Gold- und Rottönen. Neue Formen aus Porzellan mit schneeweißen Oberflächen und grafischen Reliefs entdeckt die Keramikmeisterin Cornelia Goosens, während die Glaskünstlerin Ulrike Orrom mit ihren Wellen aus Glas den Weg vom Gebrauchsgegenstand zur Skulptur geht.

Keine Tankstellen-Bilder, sondern drei Gouachen mit dem Titel „Rotter Straße“ brachte der eigenwillige Maler Martin Gensbaur zur Weihnachtsausstellung Annunciata Foresti lenkt den Blick in die Natur: Mit ihrem Bild „Berge im Nebel“ in Weiß- und Pastelltönen verlässt die Malerin das Gegenständliche, und schafft Raum für winterliche Stimmungen, während die Besucher des Pavillons Freude am Entdecken von schönen Dingen aus den Dießener Werkstätten haben. Werkstätten, die zum Teil in der dritten Generation im ADK vertreten sind.

Aber auch neue Gewerke, Formen und Techniken manifestieren sich und tragen so zur zeitgemäßen Weiterentwicklung des Kunsthandwerks in Dießen bei.

Die schön arrangierte Weihnachtsausstellung ist noch bis Heiligabend, und damit bis zur Winterpause des ADK-Pavillons zu sehen.

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