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Landsberg

12.07.2020

Ab 2030 fährt die Express-S-Bahn

Bahnhof Kaufering: Ab 2030 halten keine Regionalzüge mehr in Kaufering und Geltendorf. Es fährt dann die elektrische S-Bahn.
Bild: Thorsten Jordan

In zehn Jahren soll sich in Kaufering und Geltendorf aber noch mehr ändern. Doch es ist noch ein weiter Weg. Und die Regionalzüge halten dann nicht mehr.

Er ist eine wichtige Richtschnur: Der Zielfahrplan 2030 für Bayern, den das Bundesverkehrsministerium in Auftrag gegeben hat. Der dritte Entwurf sieht für die Zugpendler im Landkreis interessante Veränderungen vor. So sollen in zehn Jahren keine Regionalzüge mehr in Kaufering und Geltendorf halten. Stattdessen fährt alle halbe Stunde die Express-S-Bahn S24X.

Der Zielfahrplan wird von den Gutachtern des Deutschlandtakts aufgestellt. Der Verkehrsexperte Dr. Ralf Wiedenmann, der sich in der Schweiz und in Südbayern für den öffentlichen Verkehr einsetzt und im Großraum München aufgewachsen ist, hat ihn für unsere Zeitung ausgewertet. Ziel des Deutschlandtakts sei es, die Anschlusszeiten der Züge zu verkürzen und mit Taktnoten zu arbeiten. „Im Idealfall gilt jede Stunde der gleiche Fahrplan“, so Wiedenmann. Zudem werde angestrebt, den Ausbau der Infrastruktur und das Fahrplankonzept aufeinander abzustimmen.

Die S-Bahn ersetzt die Züge

Der Zielfahrplan 2030 für Bayern sieht vor, dass in Kaufering und Geltendorf keine Regionalzüge mehr halten. Als Ersatz soll die neue Express-S-Bahn fahren. Alle halbe Stunde hält die S24X in Kaufering und Geltendorf, die in Buchloe startet und außerdem in Buchenau und Fürstenfeldbruck hält. Ralf Wiedenmann kann sich aber vorstellen, dass in Stoßzeiten der ein oder andere Regionalzug halten wird, sodass der Fahrplan keine Verschlechterung zum aktuellen sei. Denn derzeit würden in den Stoßzeiten bis zu drei Regionalzüge ab Kaufering und Geltendorf verkehren.

Was wird neu?

In einer Anfrage des Landtagsabgeordneten Markus Ganserer (Grüne) an das Bayerische Innen- und Verkehrsministerium vor gut zwei Jahren war die Streichung von Regionalzügen in Kaufering und Geltendorf unter anderem ein Thema. Ganserer fragte, inwieweit die Streichung von Zughalten im Zielfahrplan 2030 vorgesehen sei. Das Ministerium antwortete damals, dass eine ersatzlose Streichung nicht vorgesehen sei. Nach Fertigstellung der zweiten Stammstrecke sei vielmehr beabsichtigt, die Regionalzughalte durch eine neue Regional-S-Bahn zu ersetzen.

Wird ein drittes Gleis gebaut?

Nun stellt sich aber die Frage, ob der Zielfahrplan 2030 auf der zweigleisigen Strecke zwischen Buchloe und Pasing überhaupt möglich ist. Schon jetzt gibt es einen Engpass zwischen Pasing und Eichenau. Dort soll ein drittes Gleis gebaut werden. Allerdings gibt es viele Bürger und Politiker, die der Meinung sind, dass ein dreigleisiger Ausbau der S4 in diesem Abschnitt nicht reicht. Die Bahn hat die Vorplanungen für den dreigleisigen Ausbau abgeschlossen. Einschließlich Planfeststellung soll im Jahr 2024 alles fertig sein. Ein Jahr später könnten dann vorbereitende Bauarbeiten beginnen.

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