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Haushalt

13.03.2014

Ab 30. Juni schuldenfrei

Unter anderem gute Gewerbesteuereinnahmen sorgen dafür, dass Finning heuer seine Schulden begleichen kann.
Bild: Thorsten Jordan

Finning hat in zwölf Jahren rund sechs Millionen Euro getilgt

„Wir können sehr zufrieden sein“, sagte Bürgermeister Fritz Haaf zum vorgelegten Haushaltsentwurf bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in Finning. Grund zur Freude gibt es besonders beim Schuldenstand. Wie Verwaltungschef Herbert Riess sagte, wird die Gemeinde am 30. Juni schuldenfrei sein, dann wird die letzte Kreditrate in Höhe von 440 000 Euro bezahlt. Das sei „eine tolle Leistung“, wenn man alleine die Entwicklung der Gemeinde seit der Umstellung auf den Euro ansieht, sagte er. Seinerzeit beliefen sich die Schulden auf zwölf Millionen Mark, gab Riess zu bedenken. Auch sonst steht die Gemeinde gut da, das Geld für den laufenden Betrieb (Verwaltungshaushalt) werde erwirtschaftet und es bleibe auch noch Geld für Investitionen übrig. Im Haushalt 2014 sind 175000 Euro als Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt angesetzt.

Als Glücksfall für die Gemeinde bezeichnete der Verwaltungschef das Gewerbegebiet, denn an Gewerbesteuereinnahmen werden in diesem Jahr 800000 Euro erwartet. Auch der Anteil an der Einkommensteuer steigt leicht um 60000 Euro auf 960000 Euro. Gestiegen sind aber auch die Ausgaben, allein für die Kreisumlage muss die Gemeinde 806500 Euro bezahlen (Vorjahr 642000 Euro) und für die VG-Umlage 224500 Euro (Vorjahr 195000 Euro).

Weitere Ausgabeposten im Verwaltungshaushalt sind die Bereiche Schule mit rund 185000 Euro und soziale Sicherung (Kindergarten) mit rund 200000 Euro.

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Als Grund für die höheren Ausgaben nannte Bürgermeister Haaf, dass ab dem neuen Kindergartenjahr eine weitere Gruppe eingerichtet werden müsse und daher weiteres Personal eingestellt wird (Bericht folgt). In Einnahmen und Ausgaben schließt der Verwaltungshaushalt mit 2,7 Millionen Euro ab.

Im Vermögenshaushalt (3,5 Millionen Euro) geht es vor allem ums Bauland: Die Gemeinde kauft Grundstücke beispielsweise für das neue Baugebiet „Am Kreuzberg“ und die Erweiterung des Gewerbegebietes für insgesamt etwa 800 000 Euro. Für das neue Baugebiet und die Erweiterung des Gewerbegebietes müssen Straßen gebaut werden, die Kosten hierfür werden jedoch nach den gesetzlichen Vorgaben zu 90 Prozent auf die Anlieger umgelegt.

Leitenberg III füllt die Rücklage auf

Auf der Einnahmenseite sind 108000 Euro aus Grundstücksverkäufen beim Gewerbegebiet, für das Gebiet „Am Kreuzberg“ sind noch keine Verkaufserlöse geplant. Aus den Rücklagen der Gemeinde von 2,5 Millionen Euro, die zum Teil aus den Verkaufserlösen des Baugebietes „Am Leitenberg III“ erwirtschaftet wurden, werden 1,3 Millionen Euro entnommen. Außerdem wird ein Kredit mit 440000 Euro getilgt. „Sehr erfreulich“, kommentierten die Gemeinderäte die Haushaltslage.

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