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Entraching

17.05.2018

Auf dem Minihof wird wieder geritten

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Sophia Madelung ist die Eigentümerin des Minihofs bei Entraching und möchte mit ihrem Mann und zwei Freunden den Hof wieder herrichten. Rund 20 Einstellpferde sind geplant, dazu fünf eigene.
Bild: Thorsten Jordan

Antrag Die Pläne der Eigentümer kommen gut an. Auf dem Gelände in Entraching soll eine Pferdepension mit Seminarräumen und einem Café entstehen

Tummelt sich bald wieder eine muntere Pferdeherde auf dem Minihof in Entraching? In der jüngsten Finninger Gemeinderatssitzung wurde der Antrag der Eigentümerfamilie behandelt, einen Bebauungsplan für den Bereich Gut Minihof in Entraching aufzustellen. Architekt Johann Müller-Hahl erläuterte, was geplant wird.

Wo kommt das Wasser her?

Müller-Hahl erzählte, dass vor knapp zwei Jahren die heutigen Eigentümerfamilie, die aus der Nähe stammt, den Minihof übernommen habe. Geplant sind nun eine Pferdepension mit maximal 25 Pferden, ein Seminarhaus und ein Café. Allerdings gibt es vorher einiges zu tun, denn die Gebäude müssen saniert oder ersetzt werden. Auch die Leitungen für Abwasser, Regenwasser und Trinkwasser und der Löschwasserteich müssen zum größten Teil erneuert werden.

Diesbezüglich hatten die Eigentümer ein Ingenieurbüro mit einer Entwässerungs- und Kanalplanung beauftragt. Vermutlich wird die Trinkwasserleitung künftig auf die Leitung des Nachbarn gesetzt, meinte Bürgermeister Siegfried Weißenbach. Ein intakter Löschwasserteich sei im ureigenen Interesse der Minihof-Bewohner, denn die Feuerwehr brauche nun mal im Ernstfall Wasser zum Löschen. An diesen Gegebenheiten scheiterte vor etwa zweieinhalb Jahren ein Ansinnen, auf dem Minihof eine Flüchtlingsunterkunft für etwa 90 Personen einzurichten. Vor einigen Jahren gab es den Versuch, dort ein Fünf-Sterne Hotel zu bauen, was die Bürger aber in einem Bürgerentscheid ablehnten.

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Nicht alle Gebäude sind genehmigt

Nun soll wieder etwas entstehen, was den Minihof früher einmal ausmachte, meinte Müller-Hahl. Lange Jahre wurden dort Reiterferien angeboten. Der Architekt präsentierte alte Karten, die 1878 dort bereits eine Hofstelle zeigten. Freilich soll sich die Unternehmungen auch wirtschaftlich tragen und kein „Hobby-Betrieb“ sein. Ein Antrag auf Privilegierung sei in Vorbereitung, sagte der Architekt. Allerdings wurde im Vorfeld festgestellt, dass es nicht für alle bestehenden Gebäude eine Baugenehmigung gibt. Beispielsweise wurde angefangen, am Schwimmbad ein Wohnhaus zu bauen. Dort könnten sich die Bauwerber den Standort für ein Café mit Sonnenterrasse und Kinderspielplatz vorstellen. Ein großer Parkplatz, seinerzeit für die dort betriebene Diskothek, sei auch genehmigt. Für die Pferdehaltung sollen Außenflächen befestigt werden und der Stall müsste neu gebaut werden.

Bereits abgebrochen wurden einige nicht genehmigte Anbauten an die Reithalle. Ein Seminarhaus und ein Wohnhaus aus den 60er-Jahren sowie ein weiteres Wohnhaus auf dem Gelände sollen bleiben, wobei auch hier saniert werden müsse. Eventuell wird auch neu gebaut. Im Flächennutzungsplan ist das Gebiet Minihof als „Flächen für Freizeit und Erholung“ ausgewiesen.

Wie es jetzt weitergeht

Um die Pläne verwirklichen zu können, stellten die Eigentümer den Antrag, dass ein Bebauungsplan mit dieser Nutzung aufgestellt wird. Weißenbach konnte sich mit einem eigenen Bebauungsplan anfreunden, aber dort „soll nicht mehr Baurecht entstehen, als vorhanden ist“. Der Bebauungsplan soll im Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum gefertigt werden. Er wünsche sich eine zweite Meinung, sagte Weißenbach. Angeboten hatte auch das Architekturbüro, diesen zu fertigen. Den Eigentümern wurde geraten, sich mit dem Jagdpächtern und den Bauern über Reitwege zu unterhalten. Einstimmig votierte der Gemeinderat für die Aufstellung eines Bebauungsplans „Gut Minihof“.

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