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25.07.2010

Aufbruch in neues Leben

Aufbruch in neues Leben

Landsberg In heiterer und gelöster Stimmung wurden zehn Schülerinnen und Schüler der Freien Waldorfschule Landsberg nach bestandenem Prüfungsmarathon zur Mittleren Reife verabschiedet. Im Namen der Lehrer gratulierte Dr. Rüdiger Damm-Blumrich: "Ihr seid jetzt keine Schüler mehr. Die von außen gesetzten Normen habt Ihr erfüllt, dabei haben Euch Sekundärtugenden wie Pünktlichkeit, Fleiß und Ordnung geholfen", resümierte der Lehrer für Deutsch und Geschichte. Wie unterschiedlich die Schüler dabei vorgegangen seien, zeigte Damm-Blumrichs Typisierung: Vom quirligen Typen über den stillen Arbeiter bis hin zum "Sunnyboy" sei alles dabei gewesen in dieser Klasse.

Für die Eltern brachte Thomas Reinhold große Dankbarkeit gegenüber der Schule, aber auch die Wehmut des Abschieds zum Ausdruck. "In Wehmut steckt aber auch Mut", sagte Reinhold. Viel Mut sei den Schülern neben Wissen in ihrer Schulzeit vermittelt worden - Mut zum Querdenken und auch mal Dinge infrage zu stellen. Und so sei er voller Vertrauen, dass die Absolventen das Rüstzeug hätten, eigenverantwortlich im Leben zu stehen.

Dass die Gemeinschaft der Absolventen trotz Prüfungsstress sehr gut gewesen sei, betonte für die Schüler Andreas Bassermann. Er brachte den Dank der Absolventen an das ganze Kollegium, besonders aber an Klassenbetreuerin und Englischlehrerin Dagmar Bergk zum Ausdruck. Einen besonderen Programmpunkt gab es noch bei der Überreichung der Zeugnisse, die Dagmar Bergk für die Waldorfschule und Karl-Heinz Holtzmeyer als Fachbereichsleiter Kunst für die Johann-Winklhofer-Realschule vornahmen.

Holtzmeyer, in Vertretung von Rektor Sulzenbacher gekommen, gratulierte mit einem humorvollen Sketch und nahm zugleich seinen Abschied. Zwölf Jahre habe er die Prüfungen zur Mittleren Reife an der Freien Waldorfschule betreut, nun müsse er in Rente gehen. "Ihr dürft gehen, ich muss gehen", bedauerte der Lehrer. "Es war einfach immer so schön bei euch hier oben, hier, wo es noch echte Künstler gibt."

Die Absolventen hatten sich von der Schulgemeinschaft zum Abschied den Irischen Reisesegen gewünscht: "Möge die Straße uns zusammenführen und der Wind in Deinem Rücken sein, sanft falle Regen auf Deine Felder und warm auf Dein Gesicht der Sonnenschein …", sang am Ende der ganze Saal zum Aufbruch in ein neues Leben. (sr)

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