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Augsburg
07.02.2017

Kindesmissbrauch: Verfahren eingestellt

Gerichtssaal im Strafjustizzentrum Augsburg.
Foto: Bernhard Weizenegger

Zum Schluss ging es vor Gericht nur noch um Körperverletzung.

Schwerer sexueller Missbrauch von Kindern ist einem 48-jährigen Familienvater vorgeworfen worden – jetzt wurde das Verfahren gegen Auflagen eingestellt. Der Vorwurf aus der Anklage, es habe sexuelle Handlungen gegeben, wurde im Laufe der mehrtägigen Verhandlung entkräftet. Zum Schluss ging es nur noch um  Körperverletzung. Der Mann, der 2013 mit der Familie im Landkreis Landsberg lebte, wurde verdächtigt, damals seine jüngsten, heute siebenjährigen Sohn und die heute zwölfjährige Tochter im Genitalbereich berührt zu haben, beziehungsweise soll er sich von den Kindern befriedigen haben lassen, so der Vorwurf in der Anklage.

Schon Ende Dezember zeichnete sich ab, dass die Jugendkammer unter Vorsitzendem Lenart Hoesch in dieser Hinsicht Zweifel an der Schuld des Angeklagten hatte: Der Mann, der seit Juni 2016 inhaftiert gewesen war, durfte am Ende des Verhandlungstages, an dem die Kinder ausgesagt hatten, heimgehen: Die Untersuchungshaft war außer Vollzug gesetzt worden. Auch Opferanwältin Marion Zech hatte damals gegenüber dem Landsberger Tagblatt die Aussagen der Kinder als zu wenig deutlich bewertet. Wie Richter Lenart Hoesch auf Nachfrage sagte, wurden die Vorwürfe auch durch weitere Zeugen nicht erhärtet. Und die Aussage des kleinen Buben habe angelernt gewirkt.

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