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Epfach

23.10.2020

B17-Umleitung sorgt für Verkehrschaos in Epfach

Wegen einer Baustelle auf der B17 wird der Verkehr Richtung Süden momentan durch Epfach geleitet. Wegen der vielen Lastwagen wird es auf der Ortsdurchfahrt momentan regelmäßig eng.
Bild: Thorsten Jordan

Plus Wegen einer Baustelle auf der B17 wird der Verkehr Richtung Süden seit Montag durch Epfach geleitet. Auf der schmalen Ortsdurchfahrt entstehen dadurch erhebliche Probleme

In Epfach herrscht momentan Verkehrschaos: Wegen einer rund zwei Kilometer langen Baustelle auf der B17 wird der Verkehr Richtung Süden über den Denklinger Ortsteil umgeleitet. Auf der schmalen Hauptstraße Via Claudia müssen Lastwagen teils auf den Gehweg ausweichen. Anwohner klagen außerdem gegenüber dem Landsberger Tagblatt, dass das momentan hohe Verkehrsaufkommen gefährlich für die Kinder sei. Wie Denklingens Bürgermeister Andreas Braunegger und die Polizei die Situation einschätzen.

Die Arbeiten auf der B17 seien notwendig, sagt Jakob Brandlhuber, verantwortlicher Bauleiter beim Bauamt Weilheim-Schongau. „An der Fahrbahn wurden Risse festgestellt. Wir müssen sie jetzt sanieren.“ Die Decke werde nun abgefräst und erneuert. Die Bauarbeiten auf der Bundesstraße dauern laut Brandlhuber noch bis mindestens 6. November. Die Umleitung – Autofahrer werden momentan bei Denklingen abgeleitet und können bei der Auffahrt Neuhaus wieder auf die B17 fahren – soll allerdings bereits am kommenden Freitag, 30. Oktober, wieder aufgehoben werden. „Wenn alles nach Plan läuft, kann der Verkehr dann wieder über die B17 laufen“, sagt Jakob Brandlhuber.

„Wir tun alles, damit während der Umleitung in Epfach nichts passiert“, sagt Denklingens Bürgermeister Andreas Braunegger. Den Verkehr anderweitig umzuleiten – zum Beispiel über Denklingen – sei keine Option. „In Denklingen haben wir bereits eine Umleitung der Hauptstraße und ein Nadelöhr am Wertstoffhof. Außerdem müsste der Verkehr über den Bahnübergang.“ Im Epfacher Ortsgebiet gilt derzeit Tempo 30, außerdem wurden an einigen Stellen Parkverbotsschilder aufgestellt.

Gefährlich werde es eigentlich nur dann, wenn sich die Verkehrsteilnehmer nicht an Regeln und die Geschwindigkeitsbegrenzung hielten, sagt Andreas Braunegger. Offenbar ist dies hin und wieder der Fall. „Es gibt schon Beschwerden, dass sich immer wieder Leute nicht an die Vorgaben halten“, sagt Bürgermeister Braunegger.

Ein Mann, der anonym bleiben möchte, parkt sein Auto in einer kleinen Einfahrt an der Via Claudia. „Es ist mehr los als sonst“, sagt er. Das gelte es jedoch zu akzeptieren: „Wir haben zum Glück schalldämmende Fenster.“ Vor allem für die Kinder sei die momentane Situation nicht einfach. „Am Morgen haben sie Probleme, über die Straße zu kommen“, sagt der Mann. Er sei gespannt, wie sich die Situation am Wochenende gestalte. „Wenn die Leute aus München oder Augsburg in die Berge fahren, könnte es noch mehr Verkehr werden.“

Eine weitere Anwohnerin, auch sie möchte ihren Namen nicht in der Zeitung lesen, hat auf einem kleinen Grünstreifen auf ihrem Grundstück selbst gebastelte Schilder aufgestellt. „Mir reicht’s fahren Sie langsamer“, heißt es auf einem, „30 nicht schnell genug?“, lautet die Frage auf einem weiteren. „Dass man den Verkehr wegen der Bauarbeiten irgendwie umleiten muss, ist klar“, sagt sie, „aber viele Autofahrer sind einfach zu schnell.“ Vor allem für die Kinder, die an der Epfacher Via Claudia unterwegs sind, sei das sehr gefährlich.

Hinzu komme, dass die Straße ihrer Meinung nach zu schmal für große Lastwagen sei. Die meisten Fahrer seien zwar bemüht: „Wenn sich zwei Lkw entgegenkommen, muss einer zwangsläufig auf den Gehsteig ausweichen“, sagt die Frau. Die Polizei sei in dieser Woche bereits des Öfteren in Epfach gewesen.

Michael Strohmeier, stellvertretender Leiter der Landsberger Polizei, bestätigt dies auf LT-Nachfrage. „Wir sind regelmäßig vor Ort.“ Seit es die Umleitung gibt, sei es in der Via Claudia zum Glück noch zu keinem Unfall gekommen. Die Polizei führe im Ortsbereich auch Geschwindigkeitsmessungen durch. „In Epfach sind wir allerdings sehr gut sichtbar“, sagt Michael Strohmeier. Viele Autofahrer gingen deswegen vom Gas. „Eine Mitteilung, dass jemand erheblich zu schnell unterwegs war, haben wir noch nicht bekommen.“

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