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Finning

25.03.2020

Corona-Krise: Wie eine Autorin aus Finning helfen will

Die Literaturwissenschaftlerin und Autorin Eva Rosenkranz aus Finning will den LT-Lesern den Garten als Hoffnungsort näherbringen.
Bild: Thorsten Jordan

Das öffentliche Leben im Landkreis Landsberg steht still. Eva Rosenkranz aus Finning zeigt, wie man zu Hause Hoffnung schöpfen kann.

Das Coronavirus hat das öffentliche Leben zum Stillstand gebracht, viele Menschen verharren in ihren Wohnungen. Aber: „Landsberg hält zam – gemeinsam durch die Krise“ – unter diesem Motto möchte das Landsberger Tagblatt die Menschen im Landkreis Landsberg in Zeiten der Corona-Krise auf digitale Weise zusammenbringen. Unter anderem mit Eva Rosenkranz aus Finning. Sie sagt, ein Garten kann ein Refugium sein und will ihn uns nahebringen.

„In diesen Zeiten ist mein Garten ein wunderbar ermutigender Hoffnungsort“, schreibt die Literaturwissenschaftlerin und Autorin Eva Rosenkranz. Sie hat sich überlegt, „wie ich Menschen ein paar Glücksmomente mitgeben könnte“. Im LT wird sie in einer kleinen Kolumne die nächsten zwei Wochen täglich Passagen aus ihrem Gartenbuch „Überall ist Garten“, für das sie den Deutschen Gartenbuch-Preis 2020 in der Kategorie Gartenprosa bekommen hat, veröffentlichen. Und sie schickt regelmäßig eine Videobotschaft unter #landsberghältzam.

Eva Rosenkranz stammt aus Münster und lebt seit 1994 in Finning. Die Literaturwissenschaftlerin arbeitet als freie Verlagslektorin und hat sich immer schon mit Natur und Naturschutz beschäftigt. Sie engagiert sich im Obst- und Gartenbauverein ihres Heimatorts im Projekt „Finning blüht“, bei dem es um die Aufwertung von Grünflächen im öffentlichen und privaten Raum geht. Sie ist Mitautorin eines Buches über Insektensterben und hat im vergangenen Jahr ein literarisches Gartenbuch herausgebracht. Ihr geht es mit der aktuellen Aktion darum, ein paar Momente des Innehaltens zu schenken. „Es wäre mein winziger Beitrag zur Bewältigung, wie es beispielsweise die Italiener singend auf dem Balkon versuchen. Deshalb lade ich jeden Tag ein, kurz innezuhalten und mit mir in die erwachende Natur zu blicken.“

Corona-Krise: Wie eine Autorin aus Finning helfen will

Den Anfang machen die Spatzen

Den Anfang machen „Hüpfende, drängelnde, plaudernde Überlebenskünstler: Spatzen – erst einer, dann zwei, dann … 17, 18, 19. Und da habe ich mich schon verzählt. Sie können einfach nicht still sitzen. Schon gar nicht, wenn es ums Futter geht. Und da klemmen sie sich auch auf den Rand des überdachten Futterrondells. Wie üblich nicht nur einer, sondern möglichst alle – was notgedrungen zu Abstürzen führt. Was soll’s, scheint der eine oder andere zu signalisieren. Schauen wir halt mal, was auf der Holzterrasse so rumliegt. Highlight bei der Vogelgesellschaft sind Fettbälle. Auf der überschaubaren Oberfläche dieser Futterkugeln finden bis zu drei Spatzen Platz, wobei Tumulte, Geflatter und paarweises Auffliegen mit kurzem Lufttänzchen unvermeidlich zu sein scheinen. Drumherum wird jeder halbwegs taugliche Zweig, trockene Stängel oder vergessene Stützstab als Sitz genutzt, um den Abflug des zuerst Fressenden nur ja nicht zu verpassen. Wildes Geschaukel inklusive. Ich bin verliebt in die Unbekümmertheit der Spatzengesellschaft. Sie setzen unverbrüchlich auf Gemeinschaft.“

Die Fotos der Aktion #landsberghältzam:

Hier die Bilder unserer Leser, wie sie den freiwilligen Hausarrest meistern.
9 Bilder
Die Bilder unserer Aktion #landsberghältzam
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