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Corona-Test: Eine Prüfstelle als Lösung

Corona-Test: Eine Prüfstelle als Lösung
Kommentar Von Thomas Wunder
19.03.2020

Immer mehr Menschen im Landkreis erkranken am Coronavirus. Tests müssen daher schneller möglich sein, findet LT-Redakteur Thomas Wunder.

Immer mehr Menschen in der Region infizieren sich mit dem Coronavirus. Nicht jeder, der Erkältungssymptome zeigt, wird aber auf das Virus getestet. Dazu muss der potenziell Infizierte weitere Kriterien erfüllen. Er muss zum Beispiel in den vergangenen 14 Tagen mit einem Coronavirus-Infizierten Kontakt gehabt oder sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Auf Dajana Zimmermann trifft Letzteres zu. Und dennoch hat es lange gedauert, bis sie auf das Virus getestet wurde, und es wird auch noch dauern, bis sie ein Ergebnis erhalten wird.

Jeder Betroffene wünscht sich natürlich schnell Klarheit über seinen Gesundheitszustand. Wer stundenlang telefonieren muss und von einer Stelle zur nächsten weitergereicht wird, der wird schnell an unserem Gesundheitssystem verzweifeln. Doch die Kapazitäten sind begrenzt. Nicht umsonst hat das Robert-Koch-Institut die oben genannten Kriterien festgelegt. So soll eine Überlastung der Testlabore vermieden werden. Begrenzte Kapazitäten gibt es auch beim ärztlichen Notdienst, den Erkrankte unter Telefon 116117 erreichen können, so sie denn durchkommen.

Wie bei einem Fast-Food-Restaurant

Vor Ort gibt es aber ein ganz anderes Problem. Wer führt den Test durch? Etliche Hausärzte bieten dies nur für ihre Patienten an, die anderen haben nur wenige Stunden Zeit, Abstriche zu entnehmen. Dass das Landratsamt jetzt, angesichts der steigenden Fallzahlen und des ersten Todesopfers im Landkreis, nun doch die Einrichtung einer „Corona-Prüfeinrichtung“ im Landsberger Sportzentrum vorbereitet, ist der richtige Schritt. Der Landkreis Unterallgäu hat zum Beispiel einen Drive-in eingerichtet. Am Kreisbauhof verteilen Freiwillige der Johanniter Unfallhilfe dort Corona-Tests an Personen, die sich vorher angemeldet haben und im Verdacht stehen, sich infiziert zu haben. Diese bleiben in ihrem Fahrzeug sitzen und lassen – ähnlich wie bei einem Fast-Food-Restaurant – ihre Scheibe herunter. Denn erfolgt der Test.

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