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Schneefälle

09.01.2019

Dach der Eishalle vorsichtshalber geräumt

Das Dach der Eishalle wurde gestern vorsorglich von Mitarbeitern der Stadt und freiwilligen Helfern des HC Landsberg vom Schnee befreit.
Bild: Julian Leitenstorfer

Die Stadt und der HCL wollen auf Nummer sicher gehen, damit die Halle nicht gesperrt werden muss. Denn in den nächsten Tagen sollen noch weitere kräftige Schneefälle folgen. Das weckt Erinnerungen an Bad Reichenhall

Für manchen Fußgänger waren es in den vergangenen Tagen Spießrutenläufe durch die Landsberger Altstadt. Immer wieder fielen Schneemassen von den Dächern. Kräftig angepackt wurde gestern auf dem Dach der Landsberger Eishalle: Es wurde von rund einem Dutzend Helfern mit Schaufeln geräumt. „Es ist eine reine Vorsichtsmaßnahme“, sagt Anton Sirch, der Leiter des städtischen Raum- und Eventmanagements. Denn vor allem der Blick auf den Wetterbericht bereitete der Stadt Sorge.

Am Dienstagnachmittag begann ein knappes Dutzend Helfer damit, das Dach der Landsberger Eishalle von den Schneemassen zu befreien. „Bei der Nässe wird der Schnee sehr schwer. Wenn wir nichts machen und das eintritt, was der Wetterdienst prognostiziert, haben wir ein Problem“, so Anton Sirch. Rund 15 Zentimeter Schnee lagen bis Dienstagmittag auf dem Dach des rund 1500 Quadratmeter großen Eishallendachs. Laut Wetterbericht können in den nächsten Tagen im Landkreis Landsberg noch einmal 20 bis 40 Zentimeter Neuschnee runterkommen. „Wenn das noch mal auf den aktuell Schnee draufkommen würde, wäre es zu schwer. Dann müssten wir die Halle vorübergehend schließen“, so Sirch weiter.

Und gegen diesen Schritt hat vor allem der HC Landsberg etwas. Der Eishockey-Bayernligist hat am Sonntag in der Zwischenrunde gegen Füssen sein erstes Heimspiel. Die Riverkings posteten am Dienstagmittag kurzerhand einen Hilferuf an die Fans, damit ausreichend Personal zum Schneeschippen kommt. Nicht nur städtische Mitarbeiter und Mitglieder des Technischen Hilfswerks (THW), sondern auch Vertreter des HCL griffen zur Schaufel und waren über mehrere Stunden im Einsatz.

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Die Eishalle wurde im Jahr 1980 eingeweiht und 2011 umfassend saniert. Bei den heftigen Schneefällen im März 2006 wurde das Dach der Eishalle schon einmal geräumt, eine Schließung war damals nicht erforderlich. In Bad Reichenhall waren zuvor am 2. Januar beim Einsturz der Eishalle 15 Menschen ums Leben gekommen. Nicht nur die Mannschaften des HC Landsberg und die Eiskunstlaufabteilung nutzen das Stadion, sondern auch die Schulen, und es gibt den Publikumslauf. Laut Veranstaltungsmanagement ist die Halle derzeit rund zwölf bis 14 Stunden ausgelastet – pro Tag.

Und was macht das Wetter in den nächsten Tagen? Laut Meteorologen drückt es den Tiefwirbel, den wir die kommenden Tage erwarten, von Norden gegen die Alpen und dann drüber bis zum Balkan und das Mittelmeer. Laut Meteorologen sind in Landsberg bis Freitagabend etwa 30 bis 40 Zentimeter Neuschnee zu erwarten, bis Samstagabend weitere zehn.

Vorsichtsmaßnahmen an weiteren öffentlichen Gebäuden waren bis gestern offensichtlich nicht veranlasst. So teilte der Sprecher des Landratsamts, Wolfgang Müller, mit, dass bisher nicht überlegt werde, Hallendächer von Landkreiseinrichtungen zu räumen. Michael Schweiger, der stellvertretende Ortsbeauftragte des THW, berichtete, dass seine Organisation nur wegen des Eishallendachs um Hilfe gebeten worden sei. Das THW hatte am Sonntag Schnee vom Dach eines Einkaufsmarkts in der Augsburger Straße geräumt. Dort hatte ein Schneemessgerät Alarm ausgelöst. Daraufhin wurden ein Supermarkt und eine Drogerie am Samstagnachmittag vorzeitig geschlossen.

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