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Fuchstal

02.11.2015

Das Betonierbier fließt nicht gerade in Strömen

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Fertiggestellt ist nun auch das dritte Fundament im Fuchstaler Windpark. Insgesamt werden dort einmal vier Anlagen stehen. 

Das dritte Fundament Windpark im Klingholz ist fertig. Die nächste Feier soll bei schönem Wetter steigen. Dann stehen die Räder schon.

Trotz des ausgelobten Freibiers waren neben einer Reihe von Gemeinderäten nur etwa zwei Dutzend der gut 100 Anteilseigner der Bürgerwindkraft Fuchstal im Kingholz erschienen. Zu Feiern gab es dort die Fertigstellung des dritten Fundaments. Die schwache Beteiligung war wohl den widrigen Witterungsbedingungen zuzuschreiben. Mit dem Bus fuhren die Teilnehmer am frühen Abend von der Almhütte aus zur ausgeleuchteten Baustelle, eine Anfahrt mit privaten Fahrzeugen war nicht möglich.

Noch im Bus wurde das „Betonierbier“ verteilt. Gestiftet hatte den Gerstensaft einer Klosterbrauerei aus dem Landkreis Bad Tölz der Bürgermeister der Gemeinde Berg, Rupert Monn. Anfang Juli hatte nämlich Fuchstals Gemeindeoberhaupt Erwin Karg das Bier zur Feier an die ebenfalls vier Windräder am Starnberger See mitgebracht. Dies damals mit einem besonderen Hintergrund, hatten die Fuchstaler doch gerade erst die Genehmigung für ihr Großvorhaben erhalten.

Auf den nicht so bekannten Brauch des Betonierbiers ging Robert Sing, Planer und Geschäftsführer beider Windkraftgesellschaften, bei der anschließenden Zusammenkunft im Leederer Almstadel ein. Er kenne ihn aus seiner Ausbildungszeit zum Maurer. Sein Polier hätte nach Vollendung einer umfangreichen Betonarbeit stets laut gerufen: „Stift, hol’ das Betonierbier.“ Vielleicht auch, weil Alkohol auf Baustellen mittlerweile tabu ist, sorgte Sings in Berg getrunkenes Betonierbier für die erste nachhaltige Erwähnung dieses Begriffs im weltweiten Datennetz.

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Auch bei den beiden Windkraftanlagen im Lamerdingen habe es eine Fundamentfeier gegeben, merkte Sing an, über die allerdings nicht in den Medien berichtet worden sei. So werde erst das Fuchstaler Betonierbier für die nächster Treffer in den digitalen Suchmaschinen sorgen, blickte er schmunzelnd voraus. Zufrieden war man bei der Feier auch mit dem Baufortschritt im Kingholz. Das vierte Fundament werde in den nächsten Tagen ebenfalls fertiggestellt, hieß es. Anschließend werde mit der Montage der Turmelemente begonnen.

Mit der Inbetriebnahme zumindest zweier Anlagen wird bis zum Juni des kommenden Jahres gerechnet, sodass die feierfreudigen Fuchstaler Windradbauer diese bei angenehmeren Temperaturen begehen können. Dies sei auch eine ausgleichende Gerechtigkeit, meinte Karg im Almstadel, denn die 170 Anteilsinhaber in Berg müssen nun nach dem sommerlichen und sehr gut besuchten Betonierbier die Fertigstellung ihrer vier Anlagen mitten im Winter feiern.

Das aufgrund der geringen Beteiligung reichlich vorhandene Freibier ließen sich im Almstadel neben den Bauarbeitern auch Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Leeder schmecken. Sie hatten an der Almhütte für die Parkplatzeinweisung gesorgt. Die feste Nahrung, Debreziner und Wiener, wurde von Robert Sing und seinen Mitarbeitern zur Feier mitgebracht.

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