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Landsberg

22.01.2019

Das „Maxximilians“ am Hellmairplatz ist Geschichte

Gastronom Niki Amberger hat das „Maxximilians“ am Landsberger Hellmairplatz 18 Jahre betrieben. Wer der neue Pächter wird, ist noch offen.
Bild: Julian Leitenstorfer

Was sind die Gründe für das Aus des Lokals am Landsberger Hellmairplatz? Niki Amberger und sein ehemaliger Verpächter widersprechen sich in ihren Aussagen.

Fast alle Fenster sind verhängt, wer einen Blick ins ehemalige „Maxximilians“ wirft, sieht leere Räume. Außen ist der Schriftzug schon entfernt, und es zeigen sich Überreste der Schrift des Vorgängerlokals Café Hellmair: Das „Maxximilians“ am Hellmairplatz ist geschlossen, eine Ära geht damit zu Ende. Der Pachtvertrag wurde laut langjährigem Pächter Niki Amberger nicht mehr verlängert. Der 60-Jährige hatte das „Maxximilians“ 18 Jahre lang betrieben.

Niki Amberger sagt unserer Zeitung, dass er gerne noch weitergemacht hätte. Der bisherige Pachtvertrag habe sich automatisch immer um ein Jahr verlängert. „So lief es seit sechs oder sieben Jahren.“ Amberger führt auch die Diskothek Sommerkeller bei Igling. Ende 2017 hat er dort mit demselben Verpächter einen neuen, für zehn Jahre geltenden Vertrag abgeschlossen.

Im Gebäude stehen einige Änderungen an

Im Rahmen dieser Verhandlungen wurde laut Amberger auch angesprochen, den Vertrag fürs „Maxximilians“ zu verändern – auf eine Pachtzeit von fünf Jahren mit optional fünf weiteren. In der ersten Jahreshälfte 2018 habe sich dies konkretisiert, man habe über Sanierungsarbeiten wie beispielsweise eine Veränderung der Fensterfront gesprochen. Nachdem er jedoch im August 2018 seinen Vermieter informiert habe, dass er sich wegen einer bereits bekannten Erkrankung einer Chemotherapie unterziehen müsse, habe er eine Kündigung des „Maxximilians“ zum Jahresende bekommen, so Amberger. „Das war nicht mein Wunsch, ich hätte das Maxximilians gerne weiterbetrieben und hatte mich auf die Renovierung gefreut.“

Amberger will sich allerdings nicht aus Landsberg zurückziehen – auch wenn er sich im Moment nur selten in der Lechstadt aufhält. Neben dem Sommerkeller führt er weiter das Café Lavazza am Platz „An der langen Fahrt“. Auf dem Hellmairplatz wird es zum Lumpigen Donnerstag auch wieder einen Ausschank nebst kleinem Pavillon von Niki Amberger geben.

Der Verpächter schildert den Fall anders

Der Miteigentümer der Immobilie am Hellmairplatz, der namentlich nicht genannt werden will, hat eine andere Erinnerung an die Gespräche mit Amberger im vergangenen Jahr: Eine Diskussion um eine Pachtregelung fünf plus fünf Jahre habe es nur im Zusammenhang mit dem Sommerkeller gegeben. „Für das Maxximilians war das nie Thema“, sagt er. Als im Sommer 2018 klar war, dass eine Chemotherapie nötig ist, seien er und Amberger sich einig gewesen, dass Amberger das Maxximilians wegen der Erkrankung nicht mehr betreiben wird. Der Verpächter spricht von einer einvernehmlichen Einigung und ärgert sich, dass dies von Amberger anders dargestellt wird. „Ich habe mich als fairen Vertragspartner gesehen.“

Gibt es ein neues Konzept?

Eine Entscheidung für einen neuen Pächter sei noch nicht gefallen: „Es gab sehr viele Anfragen für das Objekt, auch von bekannten Gastronomen aus Landsberg. Wir sind noch in Verhandlungen.“ Der Verpächter rechnet damit, dass bis in zwei oder drei Wochen klar sein wird, wer das Lokal weiterbetreibt. Eine Gastronomie soll dort auf jeden Fall bleiben. Das Haus sei Ende der 1980er-Jahre gebaut worden und die Stadt habe damals den Wunsch geäußert, dass dort eine Gastronomie entstehe, die den Platz belebt. „Dem werde ich gerecht.“ Die Inneneinrichtung sei jetzt ausgeräumt worden, nun soll innen umgebaut und außen die Fassade renoviert werden. Das „Maxximilians“ wurde als Caférestaurant geführt, für den Verpächter ein schlüssiges Konzept, das so auch weiter bestehen könnte. Er ist aber auch offen, sollte eine andere Gastro-Idee interessant sein. Es müsse aber eine Bereicherung für die Stadt Landsberg sein.

Das Lokal hat innen eine Größe von 200 Quadratmetern und die Außenbestuhlung lag laut Amberger bei 112 Plätzen. Laut Hauseigentümer wird es Sache des neuen Betreibers sein, die Genehmigungen für die konkrete Gastronomie bei der Stadt einzuholen. Ziel sei es, im Frühsommer wieder zu eröffnen.

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