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10.07.2010

Deckenfresken und eine Entdeckung

Gut besucht war die erste Kirchenführung in Dillishausen. Foto: Steinseifer-Vogel
Bild: Steinseifer-Vogel

Dillishausen Chronist Hans Trautwein nahm das Pfarrfest der Pfarreiengemeinschaft Lamerdingen zum Anlass, mit Führungen einen Einblick in die Kirchen- und Kunstgeschichte von St. Peter und Paul zu geben. Die meisten Besucher waren erstaunt zu erfahren, dass sowohl Dillishausen als auch Buchloe von 1299 bis 1311 zum Kloster Stams/ Tirol und erst später zum Hochstift Augsburg gehörten. An diese Zeit erinnert das Wappen von Fürstbischof Josef Landgraf von Hessen über dem Chorbogen.

Trautwein ging besonders auf die Deckenfresken im Langhaus und Chorraum ein, die von dem Augsburger Künstler Joseph Magges gestaltet wurden. Das Deckenbild im Langhaus zeigt die Kreuzigungsgruppe mit Apostelfürsten und Engeln. "Die Sünden der Menschen tilgt Jesus am Kreuz. Mit seinem Blut wird ihre Schuld gelöscht. Das malte Magges im Jahr 1766." Die Fresken im Chor von St. Peter und Paul habe Magges im gleichen Jahr gemalt. Sie zeigen die Schlüsselübergabe an den Heiligen Petrus. Trautwein ging auch auf eine Entdeckung Anfang der 1970er Jahre ein. Damals fand der Mindelheimer Kirchenmaler Toni Mayer infolge einer Restauration einen Kreuzweg. Die Bilder seien um 1770 gefertigt worden. Mehrere Stationen waren wohl zu einem Ensemble gefasst. Das sei an den Rahmen-Ornamenten und Zahlenbezeichnungen der Stationen zu erkennen gewesen. Das wertvollste Kunstobjekt ist eine Madonna aus der Zeit um 1490. Sie stammt von einem unbekannten Künstler. (bz)

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