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Pürgen

18.10.2017

Den Willen der Bürger berücksichtigt

Auf dieser Wiese in Pürgen soll das neue Baugebiet „Egelsee-Süd“ entstehen. Anwohner sammelten Unterschriften, weil sie nicht damit einverstanden waren, dass das Baugebiet nur über ein bestehendes Wohngebiet erreicht werden kann.

Anwohner haben 81 Unterschriften gesammelt. Sie wollen, dass das Baugebiet Egelsee-Süd in Pürgen nicht nur von einer Seite angefahren werden kann. Der Gemeinderat hat seinen Beschluss geändert.

81 Unterschriften haben die Anwohner des Wohngebiets Egelsee dafür gesammelt, dass das neue Baugebiet „Egelsee-Süd“ von Süden her angefahren werden kann und nicht nur von Norden her. Die Aktion hat den Gemeinderat mehrheitlich dazu bewogen, die vorliegenden Planungen noch einmal zu überdenken. Bislang war eine Erschließung des neuen Baugebiets, auf dem zehn neue Grundstücke entstehen sollen (LT berichtete), nur von Norden her vorgesehen.

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Die Diskussion war nur kurz

Mehrheitlich sprach sich der Gemeinderat nach kurzer Diskussion dafür aus, beide Erschließungswege in den Bebauungsplan aufzunehmen. Das war aber auch die einzige der von den Bürgern im Rahmen der Auslegung geforderte Änderung, für die sich das Gremium erwärmen konnte. „81 Unterzeichner sind Bürgerwille, den wir zu respektieren haben“, sagte Bürgermeister Klaus Flüß zur Kehrtwende in Sachen Erschließung.

Denn noch vor wenigen Wochen war man im Gemeinderat der Meinung, dass auch in anderen Neubaugebieten Anwohner mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu leben hätten. Zumal im Wohngebiet Egelsee seinerzeit die Straße „Eichenweg“ bereits so angelegt worden sei, dass eine Verlängerung nach Süden in ein künftiges Baugebiet erfolgen könne.

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Eine salomonische Lösung

Klaus Flüß und der mit der Planung beauftragte Architekt Robert Schenk schlugen dem Gemeinderat vor, den Bebauungsplan in seinem Umgriff auf den Finninger Weg zu erweitern. „Das ist eine salomonische Lösung, die Erschließung von Süden war ja ohnehin Plan B“, so Planer Schenk.

Da der Bebauungsplan sowieso ein drittes Mal ausgelegt werden müsse, hätte diese Änderung auch keine gravierende Zeitverzögerung zur Folge. Schließlich wolle man möglichst bald Baurecht für die Bauwerber schaffen. Für Verwunderung sorgte im Gremium die Tatsache, dass kein einziger der Unterzeichner zur öffentlichen Sitzung gekommen war.

Zehn Grundstücke sollen entstehen

Wie berichtet, sollen angrenzend an die Straße „Am Egelsee“ auf einem Areal von etwa 5000 Quadratmeter zehn Baugrundstücke erschlossen werden. Bereits im Frühjahr waren die Pläne dafür öffentlich ausgelegt worden. Damals hatten einige Anwohner große Bedenken unter anderem dahingehend geäußert, dass die neu hinzukommenden Anwohner für eine starke Verkehrsbelastung sorgen würden.

Aktuelle Einwände aus der Bürgerschaft, wie die stärkere Berücksichtigung der Energiewende, die Vergrößerung der Grenzabstände oder Bestimmungen über die Art der energetischen Versorgung der Neubauten werden im Bebauungsplan keine Rolle spielen.

Auch das Bundesamt für Infrastruktur und Umweltschutz der Bundeswehr hatte Einwände vorgebracht. Darin werden die Bauwilligen aufgefordert, eine Genehmigung durch die militärische Luftfahrbehörde einzuholen, wenn Baukräne aufgestellt werden. Was genau das Bundesamt mit diesem Einwand meint, werde noch erfragt.

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