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Kaltenberg

25.11.2019

Der 125. Orff-Geburtstag wird mit einem riesigen Programm gefeiert

Hohe Reitkunst ist wieder 2020 im Rahmen des „Orff Festivals Andechs Ammersee“ in der Arena auf Schloss Kaltenberg zu sehen.
Foto: Archivbild: Thorsten Jordan

Plus Zum 125. Geburtstag von Carl Orff werden die „Carmina Burana Cavallo“ auf Schloss Kaltenberg aufgeführt. Die Münchner Symphoniker sorgen für die Musik, die Show gehört den Pferden.

Ein Geburtstag sollte groß gefeiert werden – auch wenn das Geburtstagskind 125 Jahre werden würde und längst nicht mehr auf Erden weilt. Das gilt auch für das „Orff Festival Andechs Ammersee“, das vom 16. Juli bis zum 9. August 2020 das Andenken des Komponisten Carl Orff weiterträgt. So sieht das Programm aus.

Der Kunstminister übernimmt die Schirmherrschaft

So wird Bernd Sibler, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst und Schirmherr der Geburtstagsveranstaltung, sicherlich auch am 8. August auf Schloss Kaltenberg zu Gast sein, wenn dort Orffs weltberühmte Carmina Burana durch die Münchner Symphoniker aufgeführt werden. In der knapp 10.000 Besucher fassenden Schloss-Arena wird das Stück „Carmina Burana Cavallo“ zu sehen sein – als Synthese des meist gespielten klassischen Musikwerkes und einem Reiterspektakel auf höchstem Niveau. Außerdem gibt es "Die Bernauerin" und drei Konzerte mit Werken von Beethoven und Carl Orff.

Auf den Rücken von Andalusiern und Arabern

Reiter aus Deutschland und Belgien werden in traditionellen Kostümen auf dem Rücken von Friesen, Andalusiern und Arabern die Hohe Schule, Quadriglien, Pirouetten und Kapriolen zeigen. Klassische Dressur in hoher Qualität und die weltbekannten Klänge der „Carmina Burana“ versprechen einen außergewöhnlichen Seh- und Hörgenuss. Das sollen zudem neben den Münchner Symphonikern noch das Mendelssohn-Vocalensemble, der Tölzer Knabenchor und die Band „Dreiviertelblut“ garantieren.

Wenn die siebenköpfige Band um den Bananafishbones-Sänger Sebastian Horn und die Symphoniker aufeinandertreffen, kommt mehr heraus als nur „Pop meets Classic“. Das Kaltenberg-Spektakel findet unter der Leitung des französischen Stardirigenten und Soloflötisten der Bayerischen Staatsoper, Olivier Tardy, statt. Wie Florian Zwipf-Zaharia, Veranstalter des Orff-Festivals berichtet, widmet sich das Geburtstagsprogramm zwischen dem 16. Juli und 9. August den großen zentralen Werken des populären Komponisten Carl Orff. „Die Bernauerin“, laut Orff ein „Bairisches Welttheater“, kommt gleich fünfmal (ab 30. Juli) in szenischer Form im Florian-Stadl des Klosters Andechs zur Aufführung. Paul Schäffer hat dazu eine Fassung für ein Kammerorchester mit 15 bis 18 Musikern geschrieben. Dabei sind wiederum die Münchner Symphoniker, durch ihr Mitwirken in den vergangenen Jahren schon so etwas wie das Festival-Orchester, und als Hauptdarstellerin die Schauspielerin Anna Maria Sturm.

Es werden noch Sänger gesucht

Aber auch Sänger der Region werden im Jubiläumsjahr wieder mit eingebunden: Veranstalter Zwipf-Zaharia sucht für die Aufführungen daher noch Chöre aus der Region, die sich per E-Mail an chor@arte-music-poetica.de bei ihm melden können.

Darüber hinaus steht ein Tanzabend mit dem Junior-Ballett der Heinz-Bosl-Stiftung auf dem Programm, mit Beethoven, Piazolla und natürlich Orffs „Tanz der Faune“ (18. und 19. Juli).

Komponist und Orff-Schüler Professor Wilfried Hiller (links), Markus Langer vom Nürnberger Hans-Sachs-Chor (Mitte) und Veranstalter Florian Zwipf-Zaharia freuen sich darauf.

Das gesamte Kloster Andechs wird am 26. Juli in Beschlag genommen, wenn das Henschel Quartett, Margarita Oganesjan, Lika Bibileishvili, Lioba Braun und auch der Kabarettist Andreas Reber einen „Tag mit Ludwig van B. und Carl O.“ von 14 bis 20 Uhr gestalten, den die Besucher im Ganzen oder in Häppchen genießen können. Der 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven ist auch Anlass für ein musikalisches Orff-Beethoven-Dinner-Konzert im Hotel Kaiserin Elisabeth in Feldafing am Starnberger See (7. August).

Das gesamte Kloster wird in Beschlag genommen

Zur Einstimmung auf das Orff-Festival kommt bereits am 23. Mai im Florian-Stadl des Klosters Andechs Carl Orffs letztes szenisches Werk „De temporum fine comoedia“ zur Aufführung, als Kooperation mit der Musikhochschule Nürnberg und dem Hanns-Sachs-Chor unter Leitung von Michael Langer. Von der Uraufführung des Werks 1973 bei den Salzburger Festspielen unter Karajan schwärmte bei der Medienkonferenz Professor Wilfried Hiller, selbst Orff-Schüler, Komponist und künstlerischer Leiter der Carl-Orff-Stiftung. Er hat bei der Vollendung des „Werkes ohne Handlung“ mitgewirkt, da Carl Orff zu jener Zeit bereits schwer erkrankt war.

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