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19.07.2010

Der Dachstuhl hält die Kirche künftig zusammen

Am Dach der St. Georgener Kirche mussten etliche Holzteile erneuert werden, auch neue Ziegel werden gelegt.

St. Georgen Nicht nur im Dießener Marienmünster sind derzeit die Restauratoren zugange, auch die Kirche in St. Georgen ist seit Monaten eine Baustelle - und zwar eine viel größere als in der Dießener Hauptsehenswürdigkeit: Rund 1,4 Millionen Euro kostet die Generalsanierung, die nach jahrelangem zähen Einsatz der St. Georgener Bürgerschaft schließlich doch ins Laufen kam. Aktuell ist das die größte Baustelle in der Marktgemeinde. Am Sonntag, 25. Juli, kann sich jeder Interessierte bei einem "Tag der offenen Kirchentüre" einen Einblick in die Arbeiten verschaffen.

Welchen kunstgeschichtlichen Schatz die St. Georgener auf ihrem Tuffhügel mitten im Dorf haben, lässt sich derzeit kaum erahnen. Außen und innen ist die Kirche eingerüstet und statt duftendem Weihrauch hat sich dicker Baustellenstaub in der Kirche ausgebreitet.

Die Arbeiten an Dachstuhl und Mauerwerk sind inzwischen weit fortgeschritten, zeigte jüngst eine Baustellenführung mit Kirchenpfleger Alois Koch und Peter Keck von der Gemeinschaft der Vereine, die das Sanierungsprojekt mit viel Engagement bei der Diözese schließlich durchgesetzt hat. Mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktivitäten brachten es die Vereine fertig, rund 100 000 Euro für das Vorhaben beizusteuern, das ansonsten Bistum, Freistaat und Marktgemeinde finanzieren.

Die wichtigste Arbeit an der St. Georgener Kirche ist bereits erledigt: Eine Spezialbaufirma aus Niederbayern hat zwischen den sich nach außen neigenden Außenmauern und der Dachkonstruktion 18 stählerne Spannstangen gesetzt. Damit, erklärt Keck, werde das Kirchenschiff jetzt an die Dachkonstruktion gehängt, die nunmehr die Außenmauern hält. Möglich ist dies, weil der Dachstuhl einst viel massiver als notwendig errichtet wurde. "Es waren bisher nur 40 Prozent ausgenutzt", sagt Keck.

Der Dachstuhl hält die Kirche künftig zusammen

Wieder voll funktionsfähig

Inzwischen ist das Dachgebälk wieder so gut wie voll funktionsfähig. Zahlreiche angefaulte Balken wurden erneuert. Ebenso weit gediehen sind die Sanierungen an der Mauerkrone (der Bereich, wo sich die hölzerne Dachkonstruktion mit dem Mauerwerk trifft). Im Augenblick haben vor allem die Dachdecker viel zu tun. Rund 17 000 Biberschwanz-Platten werden ausgetauscht.

Ein Problem harrt freilich erst noch einer Lösung. So wie es aussieht, muss die Turmzwiebel gegen Feuchtigkeit abgedichtet werden und wenn das Gerüst schon bis zur Turmspitze aufgerichtet ist, soll laut Keck auch das Kreuz neu vergoldet werden. Bis November, so sieht es der Zeitplan vor, werden die Arbeiten am Gebäude abgeschlossen sein.

Zugleich wird es dann innen weitergehen. Mit 345 000 Euro sind die Kirchenmalerarbeiten und die Ausbesserungen an dem schönen hauchzart rosa Stuck veranschlagt. Dann aber werden die finanziellen Mittel ausgeschöpft sein. Weitere Instandsetzungen an der Ausstattung sind auf absehbare Zeit nicht zu schaffen. Man müsse sich auf das Wichtige konzentrieren, meint Peter Keck. Bis Oktober 2011 soll auch die Innenrenovierung vollständig erfolgt sein.

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