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Apfeldorf

29.03.2019

Die Apfeldorfer sorgen sich um die Busanbindung

Die Anbindung an den Nahverkehr war unter anderem ein Thema bei der Bürgerversammlung in Apfeldorf.
Bild: Julian Leitenstorfer

Die Apfeldorfer stehen dem Beitritt zum Münchner Verkehrsverbund eher skeptisch gegenüber. Was die Bürger stattdessen favorisieren würden.

Der Landkreis Landsberg möchte - wie berichtet - den Nahverkehr an den Münchner Verkehrsverbund (MVV) anschließen. In der Diskussion um das Thema geht es vor allem um Kaufering und Geltendorf. Bei der Apfeldorfer Bürgerversammlung in der Mehrzweckhalle wollte deswegen ein Bürger wissen, was ein solcher Anschluss für die Bürger im Süden des Landkreises bedeuten würde. „Für uns ist der kreisüberschreitende Nahverkehr nach Schongau und Weilheim wichtig. Wie wird der künftig geregelt?“, wollte er vom anwesenden Landrat Thomas Eichinger wissen.

Lesen Sie dazu auch: Landkreis Landsberg: Wann kommt die Express-S-Bahn?

Laut Eichinger gibt es auch im südlichen Nachbarlandkreis Überlegungen, sich dem MVV anzuschließen. Dessen Teilnahme am Verbund sei „wünschenswert“, da es Planungen vereinfache. Aus Sicht des Landrats müsse das Ziel sein, dass mindestens einmal pro Stunde jeder Ort im Landkreis von einem Bus angefahren wird. Ein solcher Takt sei nötig, damit die Menschen wirklich vom Auto auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigen. Derzeit gebe es in den kleineren Gemeinden keine attraktive Alternative zum Auto, sagte er.

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Ist der Bus in Apfeldorf immer leer?

Skeptisch reagierte eine Apfeldorferin auf den Plan. „Wenn ich den Bus sehe, ist der fast immer leer. Vielleicht sollte lieber der Ansatz eines Ruftaxis verfolgt werden“, schlug sie vor. Eichinger entgegnete, dass dies nur da möglich sei, wo es auch Taxiunternehmen gebe, und im Süden des Landkreises sei das nicht der Fall. Mit Blick auf die leeren Busse sagte er, dass man dies anfangs hinnehmen müsse, zudem sei es normal, dass Busse an den Endstationen leerer sind. „Alle Experten sagen uns, dass wir erst das Angebot schaffen müssen, dann wird auch die Nachfrage steigen. Wir haben da sicher noch einen weiten Weg vor uns“, so Eichinger.

Auch finanziell werde der Landkreis kräftig investieren müssen. Der Landkreis Fürstenfeldbruck zahle sieben Millionen Euro für seinen Nahverkehr. „In dem Bereich werden wir uns wohl auch bewegen, wenn wir dem MVV beitreten“, so der Landrat. Bei dem Prozess sei aber Geduld nötig. Der MVV habe ihn informiert, dass aber der Antragstellung zur Aufnahme in den Verbund bis zur Entscheidung drei Jahre vergehen, und noch sei kein solcher Antrag eingereicht worden.

Welche Themen bei der Bürgerversammlung sonst noch angesprochen wurden, lesen Sie in unserer Printausgabe.

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