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Landsberg

11.01.2020

Die BAL ist bei der Stadtratswahl in Landsberg nicht mehr dabei

Stadtrat Reinhard Skobrinsky hat jetzt bestätigt, dass die Bürgeraktion Landsberg (BAL) bei der Stadtratswahl im März nicht mehr antreten wird.
Foto: Thorsten Jordan/Archiv

Plus Gründungsmitglied Reinhard Skobrinsky nennt die Gründe für das Aus der BAL. Kleiner wird der Stimmzettel in Landsberg aber nicht: Welche neuen Parteien antreten wollen.

Die Bürgeraktion Landsberg (BAL) wird nach der Stadtratswahl am 15. März Geschichte sein. Jetzt hat deren Stadtrat Reinhard Skobrinsky bestätigt, dass die seit 1996 im Stadtrat vertretene Gruppierung keine Kandidatenliste aufstellen wird. Kleiner als 2014 dürfte der Stimmzettel in Landsberg aber trotz des Rückzugs der BAL nicht werden.

Warum hört die BAL auf? „Wir sind alle etwa im selben Alter“, beschreibt Skobrinsky die Situation. Aus den Personen, die vor 25 Jahren die BAL gründeten, seien inzwischen überwiegend ältere Menschen geworden, einige seien gestorben. Skobrinsky selbst ist 73 Jahre alt. „Es macht keinen Sinn, eine Altherren- oder Altdamenmannschaft zu bringen“, sagt der BAL-Stadtrat, und viele jüngere Leute seien wenig an der Stadtpolitik interessiert.

Der Hauptplatz gab den Anstoß, aktiv zu werden

Anlass für die Gründung der BAL war, wie Skobrinsky zurückblickt, „die mangelnde Bürgerbeteiligung beim Umbau des Hauptplatzes“, wodurch Landsberg zum Schauplatz des ersten Bürgerentscheids in Bayern wurde. 1996 erzielte die BAL ihren größten Wahlerfolg und zog mit Thomas Riemerschmid und Reinhard Skobrinsky in den Stadtrat ein. Seit 2002 vertritt Skobrinsky die BAL als Einzelkämpfer.

Zu seiner bald 24-jährigen kommunalpolitischen Tätigkeit zieht Skobrinsky eine positive Bilanz. Zwar seien seine Anträge im Stadtrat häufig „vordergründig abgelehnt“ worden. Aber es habe viele Dinge gegeben, die dann doch noch umgesetzt wurden, meint Skobrinsky. Er verweist auf das Verkehrsleitsystem oder auch unscheinbarere Dinge wie ein Hinweisschild auf den Parkplatz auf der Waitzinger Wiese.

Der Verkehr war stets ein wichtiges Thema

Der Verkehr war für Skobrinsky eine Art Generalthema: Dazu brachte kurz vor Weihnachten Landrat Thomas Eichinger (CSU) wieder das Stichwort „Südumgehung“ in die Landsberger Verkehrsdebatte ein. Der BAL-Stadtrat verweist dabei auch darauf, dass er mit Riemerschmid bereits 1996 einen Plan für eine Hauptplatz-Umgehung vorbei an der Stadtverwaltung über den Lech und zur Krachenbergschlucht präsentiert und vorgeschlagen habe, die Sandauer Brücke zu verbreitern, um die Situation an der Schwaighofkreuzung zu verbessern.

Im Stadtrat arbeitete Skobrinsky meist in einer Ausschussgemeinschaft mit der ÖDP zusammen. Weil das immer gut funktionierte, habe er seinem bisherigen BAL-Mitstreiter Rudolf Heiß empfohlen, bei der nächsten Wahl doch die ÖDP durch eine Kandidatur zu unterstützen, was dieser auch tut. 2008 hatte der frühere ÖDP-Stadtrat Herbert Schmidtpeter bei der BAL kandidiert, damals versuchte die BAL auch in den Kreistag zu kommen. Im Jahr 2014 verstärkte sich die BAL in der Stadt mit Vertretern der FDP.

Die Landsberger Mitte lässt die OB-Kandidatenfrage weiter offen

Die Liberalen versuchen es nun wieder mit einem eigenen Wahlvorschlag. Bereits Ende September hatte die FDP in Landsberg ihren Ortsverband wiedergegründet, den Lutz Barthold leitet, berichtet die Kreisvorsitzende Birgit Kerckhoff. Die Kandidatenliste werde voraussichtlich zehn oder zwölf Bewerber umfassen. Einer davon hatte bereits vor Kurzem mitgeteilt, kandidieren zu wollen: der Regisseur Tom Bohn. Daneben will auch die "Partei" in den Landsberger Stadtrat einziehen. Die Satire-Partei muss jedoch erst einmal 190 Unterstützungsunterschriften vorweisen, um kandidieren zu können.

Bislang nichts Neues gibt es bei der Landsberger Mitte zur Frage, ob sie noch einen Oberbürgermeisterkandidaten aufstellen wird. Darüber werde in den nächsten Tagen bei einer Vorstandssitzung gesprochen, sagte Vorsitzender Hans-Jürgen Schulmeister. Bis 23. Januar können noch Wahlvorschläge eingereicht werden.

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