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Die Bau-Party geht noch weiter

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Kommentar Von Gerald Modlinger
10.05.2019

In Zeiten von niedrigen Zinsen wollen viele ihr Geld zum Bauen nutzen. Welche Rolle der Staat dabei spielt, kommentiert LT-Redakteur Gerald Mödlinger.

Das größte Problem, das die Bauwirtschaft momentan hat, ist allenfalls, nicht genug Arbeitskräfte zu haben. Ansonsten läuft es so gut wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Es wird gebaut, gebaut, gebaut.

Warum soll man sich nicht jetzt – bei Niedrigstzinsen – Geld fürs Eigenheim oder für (hoffentlich) renditeträchtiges Betongold von der Bank leihen? Was bleibt für alle, die Geld haben, anderes übrig, als damit zu bauen – auch wenn über hohe Baupreise und lange Wartezeiten auf Handwerker gestöhnt wird.

Der Markt wird es regeln

Manche schimpfen auch, dass der Staat unnötigerweise die Hochkonjunktur durch seine eigenen Bauvorhaben erst noch richtig anfacht. Nur: Viele Kommunen bauen ebenfalls lieber, als dass sie Strafzinsen für die Rücklage bezahlen müssen. Wünsche und Bedürfnisse gibt es immer und was ist für Politiker schöner, als diese auch bedienen zu können.

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Die Bau-Party wird also noch eine Weile weitergehen. Am Ende wird es der Markt regeln: Die Nachfrage wird erst sinken, wenn es immer mehr Beteiligten zu teuer wird. Gut sind dann die dran, die auch zu diesem Zeitpunkt noch Geld in der Kasse haben.

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