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14.06.2017

Die Personalplanungen beim TSV Landsberg laufen auf Hochtouren

Das Trainerteam beim TSV Landsberg freut sich über den Urlaub (von rechts): Uwe Zenkner, Wolfgang Sanktjohanser (Torwarttrainer) und Christian Detmar (Co-Trainer) haben mit ihrer Mannschaft eine lange Saison hinter sich.
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Das Trainerteam beim TSV Landsberg freut sich über den Urlaub (von rechts): Uwe Zenkner, Wolfgang Sanktjohanser (Torwarttrainer) und Christian Detmar (Co-Trainer) haben mit ihrer Mannschaft eine lange Saison hinter sich.
Bild: Julian Leitenstorfer

Nach dem Klassenerhalt wird beim Fußball-Bayernligisten am Kader für die neue Saison gebastelt. Einer der Torhüter verlässt den Verein.

Der TSV Landsberg ist mit einem blauen Auge davongekommen – mal wieder. Wie auch in der Saison davor rettete sich der Fußball-Bayernligist in der Relegation. „Wir sind sehr erleichtert“, sagt Abteilungsleiter Robert Michel nach dem Klassenerhalt in der dritten Runde. Für Trainer und Team ist die Arbeit vorerst beendet. Für die Verantwortlichen läuft sie so richtig auf Hochtouren, denn die Personalplanung für die neue Saison muss vorangetrieben werden. Während andere Bayernligisten bereits Neuzugänge vermelden können, war es beim TSV zuletzt schwierig in den Verhandlungen, da ja noch unklar war, in welcher Liga man spielen würde.

„Das Ziel für die neue Saison ist klar: Klassenerhalt“, so Robert Michel – und das diesmal vorzeitig. „Wenn wir zwei bis drei Koryphäen bekommen, wird ein Sprung der Mannschaft funktionieren.“ Allerdings ist der Abteilungsleiter momentan alleine mit den Personalplanungen, nachdem einige Mitglieder der Chefetage wie Andreas Jörg, Jürgen Wiedemann oder Arek Wochnik derzeit im Urlaub sind. Dennoch würden die ganze Woche Verhandlungen mit potenziellen Neuzugängen laufen. Finanziell stünde dem Verein ein ähnlicher Etat wie in der Vorsaison zur Verfügung. Hauptsponsor und Partner des Vereins ist nach wie vor 3C-Carbon.

Von einem Spieler waren sie enttäuscht

Trotz des finanziellen Engagements des Hightech-Unternehmens, das nächste Saison auch im Landsberger Eishockey groß einsteigen wird, hatte der Verein in der vergangenen Saison nicht immer ein glückliches Händchen mit seinen Verpflichtungen. „Wir hatten die eine oder andere Hoffnung, die sich nicht bestätigt hat. Man kann in keinen Spieler reinschauen“, so Robert Michel weiter. Gewissermaßen sei der lange Abstiegskampf auch eine Qualitätsfrage gewesen. Konkretes Beispiel dafür dürfte Daniel Jais sein. Der beim TSV 1860 München ausgebildete Ex-Regionalligaspieler wurde im August geholt und kam in 22 Einsätzen auf sechs Tore und drei Vorlagen. „Es ist nicht das rausgekommen, was wir uns erhofft haben“, so Michel. Man plane in der neuen Saison nicht mehr mit ihm.

Schmerzlich vermissen wird man hingegen die Dienste von Flügelflitzer Andreas Fülla, der – wie berichtet – künftig für Memmingen in der Regionalliga wirbeln wird. Er brachte es in der vergangenen Saison auf sechs Tore und 13 Vorlagen. Ansonsten bleibt der Großteil der Mannschaft beim TSV. „Ich finde das sehr positiv.

Und viele haben gesagt, dass sie auch bleiben – selbst wenn es in die Landesliga geht“, berichtet der Abteilungsleiter.

Die Spieler genießen jetzt eine Pause

Kein klares „Ja“ oder „Nein“ gebe es beispielsweise von Sebastian Gilg. Gespräche werde man noch mit Paul Auerbach führen. Der Ergänzungsspieler hatte im Relegationshinspiel gegen Bogen mit starker Leistung auf sich aufmerksam gemacht. Routiniers wie Sebastian Nichelmann, Alex Buschel, Rainer Storhas oder Sebastian Bonfert würden ebenfalls bleiben. Genauso an Bord bleibt das Trainerteam um Uwe Zenkner. Verlassen wird den Verein hingegen Torwart Tobias Heiland, der nach Kottern geht – sehr zum Bedauern des Trainers. „Er war der Mann der Relegation. Schade, dass er weg ist“, so Uwe Zenkner.

Künftig wird der Verein wohl mit Philipp Beigl als Nummer eins ins Rennen gehen. Allerdings musste sich der 24-Jährige einer Leistenoperation unterziehen und wird beim Vorbereitungsauftakt wohl noch fehlen. Der ist für Montag, 26. Juni, terminiert. Der Trainer wollte seinen Spielern nach der langen Saison eine mehrwöchige Pause gönnen. „Wir nehmen zum Glück aufgrund der vielen Spiele in so kurzer Zeit viel aus dem Ausdauerbereich mit. Wenn wir früher anfangen, holt uns das Schicksal im September wieder ein“, so Uwe Zenkner. Er selbst nutzt die Pause für aktive Erholung mit Schwimmen und Laufen.

Dass es während seines Engagements – er löste am 22. März Roland Krötz ab – nur zu vier Siegen aus elf Spielen in der regulären Saison reichte, ist ihm bewusst. Aber er hat auch eine Erklärung: „Die ersten Spiele liefen nicht so wie erhofft. Ich habe eine Mannschaft übernommen, die ich nicht zusammengestellt habe. Man muss sich immer erst kennenlernen und ich musste mir erst einen Überblick verschaffen, wen ich wo optimal einsetzen kann.“ Unter Zenkners Regie traf man – die Relegation nicht mitgerechnet – in diesen elf Partien 13-mal, kassierte aber 24 Tore. „Das lag nicht an der Viererkette, sondern daran, dass wir die Situationen nicht schon im Mittelfeld geklärt haben“, so Zenkners Erklärung.

Auswärts lief es gar nicht gut

Nicht zufrieden war er mit den Auswärtsauftritten seines Teams. „Hätten wir uns so daheim präsentiert, wären wir direkt abgestiegen.“ Oft habe man sich in der Fremde kampflos ergeben. Lediglich zehn Zähler holte man vergangene Saison auswärts – negativer Spitzenwert in der gesamten Liga. „Das lag nicht am Wollen. In der Offensive hätte ich mir mehr erwartet beim einen oder anderen.“

Deshalb, so Uwe Zenkner, ist der TSV Landsberg händeringend auf der Suche nach einem kreativen Mann für die Offensive. „Wir suchen einen erfahrenen Spieler, der eine spielerische Komponente mitbringt“, umschreibt der Trainer das Anforderungsprofil. Denn häufig sei man im Angriff limitiert gewesen, weil eben die kreativen Momente gefehlt hätten. Zudem wolle man Ersatz für den abgewanderten Fülla verpflichten. Die Gespräche mit einem entsprechenden Kandidaten seien gut vorangekommen, doch es fehle noch die Unterschrift unter dem Vertrag.

Was Uwe Zenkner positiv gestimmt hat in der vergangenen Saison: der Zusammenhalt im Team. „Ich habe selten eine Mannschaft gehabt, die so zusammengehalten hat. Auch wenn wir oft nicht bayernligatauglich waren, es haben nicht viele Teams dieses Plus.“ Fest in Erinnerung geblieben ist dem 57-Jährigen auch das Spiel gegen Schwabmünchen.

Am 32. Spieltag gab es einen 3:1-Sieg, obwohl man nach drei Platzverweisen nur noch zu acht auf dem Feld war. „Allerdings hat uns dieses Spiel wegen der Sperren im Nachhinein den direkten Klassenerhalt gekostet“, ist sich Zenkner sicher. Und auch das Relegationsrückspiel in der dritten Runde in Bogen, das den Klassenerhalt bedeutete (2:1-Sieg), ist für ihn Sinnbild des positiven Verlaufs der Saison. „Da waren wir schon tot, sind aber wieder aufgestanden.“

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