Kühlmannstraße

22.11.2019

Die Sperre bleibt

Die Sperre wegen der Lechsteg-Baustelle bleibt unverändert.
Bild: Th. Jordan

Die Grünen haben mit ihren Änderungsvorschlägen keinen Erfolg

Keinen Erfolg hatten die Grünen im Stadtrat mit ihrem Dringlichkeitsantrag, die Verkehrsregelung in der Von-Kühlmann-Straße während der Lechsteg-Baustelle zu ändern. Damit bleibt es bei Fußgängersperre und Nord-Süd-Einbahnregelung für Fahrzeuge im Baustellenbereich.

Wie mehrfach berichtet, hatten die Grünen moniert, dass Fußgängern weite Umwege zugemutet werden. Sie hatten sich stattdessen dafür eingesetzt, den Baustellenbereich ganz für den Fahrverkehr zu sperren. Das lehnte die Stadtverwaltung jedoch insbesondere mit Blick auf den Stadtbusverkehr ab, den es aufrechtzuerhalten gelte.

In der jüngsten Stadtratssitzung sagte Henrik Lüßmann (Grüne), dass viele Fußgänger die Sperrung und manche Autofahrer das Durchfahrtsverbot in nördlicher Richtung missachteten. Für die Fußgänger forderte er zumindest eine „ordentliche Beschilderung“ der Umleitung. Das erachtete der Leiter des Ordnungsamts, Ernst Müller, jedoch nicht als machbar. „Das würde ein unendlicher Schilderwald.“ Dr. Reinhard Steuer (UBV) deutete an, dass jeder Fußgänger trotz der Sperrung den richtigen Weg finde: „Ich gehe davon aus, dass jeder Fußgänger auch ein Smartphone dabei hat.“

Die Sperre bleibt

Alternativ schlug Erich Schmid (UBV) vor, den Zaun der Papierbach-Baustelle zurückzusetzen, um für Fußgänger einen Durchgang zu schaffen. „Das hatten wir uns schon angeschaut“, informierte Müller, aber das sei nicht möglich, weil dort die Spundwände für die Tiefgarage gesetzt würden. Nicht weiter diskutiert wurde ein Vorschlag von Axel Flörke (Landsberger Mitte): „Stellen wir doch eine Mitfahrerbank auf.“ „Vielen Dank für diesen qualifizierten Beitrag“, kommentierte Lüßmann Flörkes Einwurf.

Moritz Hartmann (Grüne) ließ die Einwände Müllers gegen eine genauere Beschilderung nicht gelten: Man werde doch an beiden Enden der Von-Kühlmann-Straße zwei Stadtpläne anbringen können, auf denen die Fußweg-Umleitungen dargestellt sind. Mit zwei Schildern sei es nicht getan, erwiderte Müller, es gebe ja noch andere Zugänge, etwa vom Gottesackerangerweg oder von der Frühlingstraße. „Dann gestalten wir diesen Plan“, sicherte daraufhin Hartmann zu.

Der Antrag der Grünen, den Baustellenbereich für den Pkw-Verkehr zu sperren, wurde mit 23:5 Stimmen abgelehnt. Genauso erging es einem weiteren Antrag, der forderte, die 50 Meter lange Engstelle zum verkehrsberuhigten Bereich (mit Schritttempo für Fahrzeuge) zu erklären, um Fußgängern ein gefahrloses Passieren zu ermöglichen.

Im weiteren Verlauf der Sitzung kam Berthold Lesch (CSU) noch einmal auf die Einbahnregelung in der Von-Kühlmann-Straße zu sprechen. Seit diese gelte, habe sich die Situation an der Schwaighofstraße entspannt. Vielleicht könne eine solche Einbahnstraße auch auf Dauer das Problem an der Kreuzung an der Sandauer Brücke lösen. (ger)

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