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Die Verbraucher müssen die Bauern unterstützen

Kommentar Von Christian Mühlhause
21.01.2021

Plus Verbraucher verlangen zu Recht, dass die Bauern im Landkreis Landsberg auf das Tierwohl achten. Sie sind aber auch gefordert, schreibt LT-Redakteur Christian Mühlhause.

Die Frage, unter welchen Bedingungen Landwirte produzieren, hat stark an Bedeutung gewonnen. Dass die Felder möglichst wenig gedüngt werden und es den Tieren bis zu ihrem Tod gut gehen soll, sind richtige Forderungen, die sicher auch die Landwirte im Landkreis Landsberg unterschreiben, wenn sie im nächsten Schritt konsequenterweise auch bei der Umsetzung unterstützt werden.

Eine wichtige Rolle spielen dabei die Verbraucher, die eben auch bereit sein müssen, ihr Konsumverhalten zu ändern und so ihren Teil beizutragen. Das Steak vom zuvor glücklichen Schwein oder Rind gibt es nicht für 1,50 Euro. Das sollte jedem klar sein. Die Lebensmittelkonzerne stellen ihr Sortiment sicher um, wenn sie eine entsprechende Nachfrage nach hochwertigeren Produkten feststellen.

Immer weniger hauptberufliche Bauern im Landkreis Landsberg

Wenn die Kunden aber nicht mitziehen, wird es zunehmend schwieriger werden, regionale Produkte zu erwerben. Die Zahl der hauptberuflichen Landwirte sinkt im Landkreis seit Jahren. 2013 waren es noch 523 laut Kreisobmann. Aktuell sind es 450. Und immer weniger junge Menschen entscheiden sich wegen der schwierigen Bedingungen für den Beruf. Haben die einheimischen Bauern erst einmal zum Großteil aufgegeben, kommt unser Essen aus dem Ausland, unbekannt unter welchen Bedingungen die Tiere dort gelebt haben und verarbeitet wurden.

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