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Landsberg

28.11.2020

Diese Adventskalender sind in Landsberg der Renner

Ingrid Asam stellt das Angebot bei Buch Hansa im Landsberger Vorderanger vor.
Bild: Julian Leitenstorfer

Plus Adventskalender sollen das Warten auf Weihnachten verkürzen. Unsere Zeitung fragt nach, was in Landsberg gekauft wird und hat Tipps für die, die noch keinen haben.

Ab Dienstag müssen kleine und große Kinder nur noch 24 Türchen öffnen, dann ist Weihnachten. In einem Adventskalender verstecken sich mittlerweile verschiedenste Überraschungen. Doch woher kommt der Adventskalender eigentlich? Und welchen bekommen große und kleine Kinder dieses Jahr in Landsberg?

An die Tradition der Aufklebekalender knüpft ein Kalender an, den Ingrid Asam, Leiterin der Buchhandlung Hansa in Landsberg, im Sortiment hat. Das Buch „Weihnachten in aller Welt“ habe für jeden Tag eine Geschichte parat, wie Kinder aus anderen Ländern Weihnachten feiern. Für jedes Land können die Kinder ein Symbol ausschneiden und auf das beiliegende Poster mit der Weltkarte kleben. „Die Menschen verbringen jetzt einfach mehr Zeit im häuslichen Raum und wollen es sich schön machen. Für die Kinder ist das etwas Wunderbares, wenn sie sich jeden Tag freuen“, sagt Ingrid Asam. In den vergangenen Wochen habe sie mehr Adventskalender als im November 2019 verkauft. Einen Kalender, den sie dieses Jahr zum ersten Mal im Sortiment hatte, und der so gut wegging, dass sogar ihr reserviertes Exemplar verkauft wurde, war der Adventskalender von Illustrator Wolf Erlbruch. Er biete für Fans des Kinderbuchautors jeden Tag eine ausgefallene, humorvolle Tierillustration. „Das sind Kunstwerke“, sagt Ingrid Asam.

Tiere stehen hoch im Kurs

Tiere scheinen hoch im Kurs zu stehen. Denn der dritte Adventskalender, der sich gut verkaufte, sei „Wunderbare Hunde-Weihnacht“. Als romantisch-verträumtes Motiv starrt eine Gruppe von Hunden in einer Schneelandschaft gebannt in den winterlichen Nachthimmel, an dem der Weihnachtsmann mit seinem von Rentieren gezogenen Schlitten vorbeizieht. Alle drei Kalender seien bereits vergriffen. Wer jetzt noch einen Adventskalender für kleine Leseratten besorgen möchte, den Pixie-Adventskalender mit 22 kleinen und zwei großen Büchern gibt es noch. Ebenso den Postkartenkalender, auf dem 24 Türchen auf einer Karte sind. Erlasse sich gut per Post an einen lieben Menschen verschicken, so Asam. „Das finde ich gerade jetzt schön, als Zeichen, ’ich denk an dich’.“

Mitarbeiterin Pamela Kerberle zeigt Adventskalender die es bei Drogerie Müller in Landsberg zu kaufen gibt.
Bild: Julian Leitenstorfer

In Landsberg gibt es aber auch Adventskalender mit Haarschmuck oder Nagellack. „Alles, was das Mädchenherz begehrt“, sagt Beate Hentschel, Leiterin der Drogerie-Müller-Filiale in der Innenstadt. Aber auch gängige Exemplare mit Schokolade oder Gummibärchen habe sie im Angebot. Die dritte Kategorie ziele auf jene ab, die in der Drogerie sowieso schon Körperpflegeprodukte auf dem Einkaufszettel haben: Badezusätze und Parfum verstecken sich zum Beispiel hinter den 24 Türchen. Auch wenn sich das Innenleben der Kalender weiterentwickelt hat: Punkten können sie anscheinend, wenn sie besonders günstig sind, wie kleine Schoko-Kalender für 99 Cent, oder solche mit Disney-Motiven, sagt Beate Hentschel. Auch Hello-Kitty-, Ice-Age- oder Paw-Patrol-Motive kommen bei den Kleinen an. Die Kundenfrequenz sei heuer wegen des Lockdowns geringer, sagt Hentschel.

Badesalze, Whiskey und Gin

Für Feinschmecker bietet die Hallingers Genussmanufaktur in Landsberg Adventskalender mit Pralinen, Gummibärchen, Gewürzen oder Tee. Wer es ausgefallener mag: Es gibt auch Exemplare mit Badesalzen oder Spirituosen wie Whiskey und Gin. Ungefähr zehn bis 20 Prozent mehr Adventskalender als im November vergangenen Jahres verkaufe sie heuer, sagt Inhaberin Karin Hallinger. „Alle kaufen Adventskalender wie die Wahnsinnigen.“ Denn viele wollten anderen damit etwas Gutes tun. Die Menschen haben dieses Jahr das Bedürfnis nach Wärme und Gemütlichkeit, erklärt sie sich die Nachfrage.

Das Angebot bei Hallingers präsentieren Karin und Patrick Hallinger.
Bild: Julian Leitenstorfer

Die Tradition des Adventskalenders reicht noch gar nicht so weit zurück: Mitte des 19. Jahrhunderts begannen protestantische Familien in Deutschland damit, die Zeit des Wartens auf Weihnachten zu verkürzen. Kinder wischten zum Beispiel jeden Tag einen von 24 Kreidestrichen an der Wand weg. Der Lithograf Gerhard Lang aus München war der Erste, der einen Adventskalender druckte. Ein Bogen mit 24 Bildchen, die man ausschneiden und auf einen anderen Bogen mit 24 Feldern kleben konnte. Nach 1920 gab es dann die ersten Kalender mit Fenstern zum Öffnen. Noch versteckten sich dahinter nur Bilder. 1958 eroberte der erste Adventskalender, der mit Schokolade gefüllt war, die Kinderzimmer.

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