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16.07.2010

Ein Fuß- und Radweg zum Kalvarienberg

Eine Verkehrsinsel ist am Ortsausgang von Rott an der Einmündung zur Grubmühle geplant. Außerdem soll ein Fuß- und Radweg gebaut werden. Foto: Susanne Schmidt-Tesch
Bild: Susanne Schmidt-Tesch

Rott Einen Entwurf für die Erneuerung der Gemeindeverbindungsstraße von Rott bis zur Kreuzung Apfeldorfhausen/Irmenhof wurde in der jüngsten Sitzung vorgestellt. Schon im Winter hatte der Rotter Gemeinderat den Ausbau beschlossen, sofern FAG-Fördermittel bewilligt werden.

Die Straße ist insbesondere in Höhe der Kiesgruben in sehr schlechtem Zustand und kann so nicht zur Kreisstraße aufgewertet werden. Ingenieur Max Lang stellte die neue Straßenführung vor. Sie wird sechs Meter breit und bekommt einen Fuß- und Radweg von 2,50 Metern. Dieser wird nicht ganz bis zu Kreuzung führen. Diese soll für eine leichte Begradigung vorbereitet werden. Das wird vom Landkreis gewünscht, da dieser später von der anderen Seite her anschließen will. In Höhe der gemeindlichen Kiesgrube wird die neue Straße dann südlicher geführt. Damit entsteht in Richtung Reichling rechterhand Platz für den Rad- und Fußweg. Die Kurvenführung wird dabei verbessert. Eine gute Sicht erzielt Planer Lang in Höhe des Kalvarienbergs durch Absenkung der Kuppe um 70 Zentimeter und eine Ausrundung der Kurve. Für den Fuß- und Radweg in Höhe des Kreuzweges schlug er zwei Varianten vor: einmal parallel zur Straße und in der zweiten Version durch den Wald. Bei der Waldlösung gab er zu bedenken, dass eine Steigung von zehn Prozent auf 100 Metern in Kauf genommen werden müsse. Dafür sei der Weg von der Straße abgetrennt und schöner.

Verkehrsinsel vor der Einmündung Grubmühle

Bei Variante eins käme man mit den dortigen Eichen in Konflikt. Zur Verkehrsberuhigung vor dem Ortseingang hatte der Gemeinderat im Dezember eine Verkehrsinsel beschlossen. Der Bauingenieur schlug dafür von Richtung Reichling kommend den Platz vor der Einmündung in die Grubmühle vor. Er meinte, dass er diese für eine Durchfahrt mit 70 Stundenkilometer laut Gesetz planen müsse. Die Räte und Bürgermeister Quirin Krötz waren mit dem Standort nicht einverstanden. Krötz schlug vor, die Insel näher an den Ortseingang zu verlegen. Die Einmündung Grubmühlenstraße könnte ebenfalls mit verlegt werden. Der nötige Grund könnte vom Besitzer erworben werden, vorausgesetzt dieser erhielte einen Zugang zu seinem Stadel. Einige Räte zeigten sich skeptisch, ob die Insel eine verkehrsverlangsamende Wirkung habe. Krötz ist sich jedoch sicher: "Die Insel wirkt optisch so viel, dass sie es wert ist." Mit 10:2 Stimmen entschieden sich die Räte für den Plan. Der Beschluss beinhaltet die Radwegtrasse durch den Wald. Die Verkehrsinsel soll so nah wie möglich Richtung Ort verschoben werden. Die Feldauffahrten sollen entlang der gesamten neuen Straße gut angebunden sein. Der fertige Plan wird noch im Juli im Landratsamt eingereicht, damit der rechtzeitige Antrag der FAG-Fördermittel erfolgen kann.

Reinigung Des Weiteren beschloss der Gemeinderat eine neue Satzung über die Verordnung zur Reinhaltung und Reinigung öffentlicher Straßen und Sicherungen der Gehbahnen im Winter. Neu ist die Passage, dass Anlieger Straßen und Gehwege nach Bedarf oder mindestens einmal im Monat zu reinigen haben. Die bisherige amtliche Musterverordnung wurde nach einem aktuellen Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs in wesentlichen Teilen für nichtig erklärt.

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