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Sportporträt

15.04.2017

Ein Quarterback mit Gardemaß

Ruhig und fokussiert: Landsbergs neuer Quarterback Jordan Barnett hat die Stadt am Lech schon nach wenigen Wochen lieb gewonnen.
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Ruhig und fokussiert: Landsbergs neuer Quarterback Jordan Barnett hat die Stadt am Lech schon nach wenigen Wochen lieb gewonnen.
Bild: Julian Leitenstorfer

Jordan Barnett will den Landsberg X-Press als Spielmacher zum Erfolg führen. Nächstes Wochenende beginnt die Punktrunde.

Seine Heimat liegt etwa 8000 Kilometer weit entfernt im Süden der Vereinigten Staaten von Amerika. Der 25-Jährige, der seit Februar zum Team des Landsberg X-Press gehört, stammt aus Louisiana am Golf von Mexiko und wurde in Shreveport geboren. Die Rede ist von Jordan Barnett, der, wie er sagt, über den privaten Kontakt zu Marice Sutton vom Football-Team am Lech gehört hat. Sutton spielte, wie Barnett bislang auch, an der Southeastern Louisiana University, war 2016 Quarterback bei den Munich Cowboys und ist jetzt im Team des Landsberg X-Press.

Der Wechsel sei sehr spontan zustande gekommen, so Barnett. Geplant habe er den Umzug nach Deutschland, Bayern und Landsberg nicht. Er habe sich die Gelegenheit aber nicht entgehen lassen wollen, in einem Team wie dem Landsberg X-Press auflaufen zu dürfen. Denn, das habe er in den Wochen, die er am Training teilnehme, schon erkannt: „Das Team ist klasse, alle sind konzentriert bei der Sache, begeistert vom Football und auch in allen anderen Dingen sehr hilfsbereit. Auch die Arbeit von Coach Shahram Fardin fasziniere ihn. „Der macht das perfekt“, schwärmt Barnett.

Für sein Leben gern spiele er Football, erzählt der etwa 1,90 große US-Amerikaner. Und das seit er fünf Jahre alt ist. Etwas anderes sei ihm eigentlich nie in den Sinn gekommen. Von klein auf hat Barnett alle in den USA üblichen Stationen eines Footballers durchlaufen. „Middleschool, Highschool und schließlich College.“

Bevor Barnett den Weg über den großen Teich nach Deutschland gefunden hat, spielte er seit seiner frühesten Jugend ausschließlich in Louisiana. Football sei ein so faszinierender Sport, in dem der Teamgeist eine sehr große Rolle spiele. „Für mich ist es wichtig, in einem tollen Team arbeiten zu können“, sagt der Quarterback, der auch schon als Wide Receiver Erfahrungen sammelte, über sich selbst.

Seine Größe will er ausspielen

Zur Erklärung: Der Wide Receiver ist der Passempfänger des Quarterbacks oder auch eines anderen Passgebers. Ist er gut, besitzt er hohe Qualitäten im Bällefangen ohne diese fallen zu lassen, hat eine hohe Sprungkraft und ist sehr schnell. Fähigkeiten, die Barnett auch als Quarterback sehr gut einsetzen kann. Der Quarterback ist ja sozusagen der Spielgestalter, er muss punktgenaue Pässe spielen können und in jeder Situation einen klaren Kopf bewahren.

Nicht zuletzt kommt Jordan Barnett auch seine stattliche Größe zugute, denn 1,90 Meter oder „sechs Fuß und drei Inches“ ist das Gardemaß für einen Quarterback. Und das will Barnett ausspielen. Auch zuliebe der Landsberger Fans, denn „ich liebe Landsberg jetzt schon“, schwärmt Barnett. „Das ist eine so schöne Stadt mit sehr freundlichen Menschen.“ Ein paar Jahre möchte er schon gerne bleiben, blickt Barnett vorsichtig in die Zukunft. Das hänge natürlich auch davon ab, wie er sich im Landsberger Football-Team etablieren könne. Aber er gibt sich zuversichtlich und baut auf sein Können und die Erfahrungen, die er in seiner Heimat Louisiana habe sammeln können.

Nicht nur sportlich, auch privat will Jordan Barnett seinen Aufenthalt in Deutschland so gut nutzen, wie es geht. „Erst einmal die Städte in der näheren Umgebung besuchen“, hat er sich in seiner Freizeit vorgenommen. „Da gibt es einiges, was ich gerne sehen möchte“, sagt der 25-Jährige, der sich aber auch darauf freut, seine Familie hier begrüßen zu dürfen. Und natürlich will Barnett auch wieder zurück nach Louisiana - „aber nur in den Ferien“, sagt er und lacht.

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