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Igling

17.03.2017

Ein Weg zwischen Kante und Panik

Dem Straßenbau werden heuer 500000 Euro gewidmet – so ist beispielsweise ein Gehweg in der Iglinger Bahnhofstraße geplant.

Einigen Iglinger Räten bereitet die finanzielle Lage Bauchschmerzen. Welche Investitionen möglich sind.

„Gibt’s weitere Wortmeldungen zwischen Kante und Panik?“ Ganz so dramatisch wie etliche Mitstreiter im Gemeinderat sieht Bürgermeister Günter Först die finanzielle Lage der Gemeinde Igling nicht. Für Först ist das Zahlenwerk, das Kämmerer Otto Lichtblau vorstellte, „erträglich. Der Haushalt lässt uns zwar keine Rücklagen bilden, aber er lässt uns investieren“. Allerdings war Lichtblau nicht ganz glücklich über den knapp genähten Haushaltsplan, der keine Zuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt zulässt. Der Kämmerer empfahl dringend, die Kindergartengebühren anzuheben und die Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer nach oben zu korrigieren.

Beide Vorschläge nahm das Gremium an, Haushaltssatzung und Finanzplan wurden mit je einer Gegenstimme beschlossen. „Die ständig steigende Kreisumlage liegt mir im Magen“, sagte Lichtblau. Der Kreis könne nicht noch mehr erhöhen, denn auch die Gemeinden hätten Pflichtaufgaben zu erfüllen, die dann kaum mehr möglich seien. „Die einzige Möglichkeit ist, dem Kreis ein wenig auf die Finger zu klopfen“, meinte Thomas Ziegler. Dominique Graf von Maldeghem und Josef Gayer übten Kritik an den hohen Kosten für die Kindertagesstätte. Laut Lichtblau sind das Meiste die Personalkosten, die jetzt, weil der Personalstand erweitert werden musste, höher ausfallen als im vergangenen Jahr.

Mit einkalkuliert sei die Installierung von Containern für eine weitere Gruppe. Zudem gebe es die Rückerstattung vom Land spät im Jahr, sodass diese nicht sofort einkalkuliert werden könne. Über den nach Gayers Meinung viel zu teuren Spielturm aus Holz sagte Gudrun Glatz, für Spielgeräte auf öffentlichen Plätzen gebe es Vorschriften, das mache die Geräte so teuer. Für den Straßenunterhalt musste laut Lichtblau heuer mehr eingeplant werden als im vergangenen Jahr. Dass die Dorfstraße in Holzhausen nicht dabei ist, stört Matthias Magg. „Im kommenden Jahr soll sie wieder drin sein im Haushaltsplan“, wünscht sich der Holzhausener Gemeinderat. Gleichwohl sei sich Magg im Klaren, dass alle großen Posten im Plan notwendige Ausgaben sind.

Zweiter Bürgermeister Peter Blattner sieht den Haushalt „angespannt. Wir befinden uns in einer misslichen Situation, das wird aber in den kommenden Jahren nicht besser.“ Dass die Nahwärmeversorgung immer noch Kosten für die Gemeinde verursacht, dafür hat Peter Heiland wenig Verständnis. Graf von Maldeghem relativierte den Betrieb: „Mit der Nahwärme werden wir nicht reicher“.

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