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Scheuring

14.09.2020

Eine Kette aus Kindern verbindet die Gemeinden Scheuring und Prittriching

Alle Teilnehmer - darunter auch der Nikolaus - versammeln sich zum Fototermin.
Bild: Hertha Gabmaier

Plus Zwischen Scheuring und Prittriching herrscht Feststimmung. Rund 100 Kinder säumen unter dem Motto „Kinder statt Steine“ den Radweg, der die beiden Gemeinden verbindet. Das schaut sich auch ein ganz besonderer Gast an.

Es gibt es schon – auch in Zeiten wie diesen – das ideale Rezept zum Gelingen eines Festes. Aus Zutaten wie einer großen Portion Kreativität, vermischt mit viel Elan und Begeisterung, einer ordentlichen Prise Großzügigkeit und der erforderlichen Dosis Vorsicht mixte Katrin Engel-Meyer in Scheuring eine wunderbare Kreation, die nicht nur den Kindern zusagte.

Sie hatte auch im März als eine der Ersten im Landkreis eine Aktion initiiert, bei der Kinder bemalte Steine neben den Radweg zwischen Scheuring und Prittriching legten, um die beiden Gemeinden miteinander zu verbinden.

Im vergangenen halben Jahr gab es immer wieder, wie zu Ostern, kleinere und größere Veranstaltungen für Kinder, organisiert von der Glasmalerei in Scheuring. Zum großen Event „Kinder statt Steine“, hatten sich, vielleicht wegen des letzten heißen Badetages, lediglich circa 100 Kinder, Mütter, Väter, Omas und Opas am Radweg von Scheuring nach Prittriching mit dem gebotenen Abstand aneinander gereiht, auch Scheurings Bürgermeister Konrad Maistlerl kam angeradelt und die Freiwillige Feuerwehr sorgte für einen geregelten Ablauf.

Eine Kette aus Kindern verbindet die Gemeinden Scheuring und Prittriching

Die vielleicht längste Kinderkette des Tages

Von Burching kommend waren viele Kinder mit ihren Rädern dabei, und ein Rekord wurde es allemal. „Es ist mit großer Wahrscheinlichkeit die längste Corona-Abstands-Kinderkette der Welt am heutigen Tag“, so Katrin Engel-Meyer, die sich zusammen mit ihrem Mann Bernd Engel einiges einfallen ließ. Auch Tochter Klara und ihre Freundin Sophie engagierten sich mit Verteilen von bunten Bärchen-Anhängern.

Ballonja & Mr. Hagen erfreuen die Kinder mit  ihrer Zaubershow.
Bild: Hertha Grabmeier

Markus Wanner ließ seine Drohne über dem Spektakel kreisen, um das Ganze mit Fotos und Filmen zu dokumentieren. Die Radler auf dem stark frequentierten Fahrradweg zeigten viel Verständnis für die Aktion, manche stiegen ab und schauten einfach zu, lediglich eine Dame beschwerte sich, weil ihr Kinder im Weg standen. Nach feiermäßig entbehrungsreichen Zeiten kam richtige Feststimmung auf, als hinter dem Dudelsackspieler Jürgen Lechner, genannt „Mac Lechi“, der Nachwuchs der Landsberger Stelzer Sina, Mia, Melanie und Julia fahnenschwingend an der abstandsbedingt inzwischen recht lang gewordenen Menschenkette vorbeizogen.

Zaubershow für staunende Kinder

„Ballonja & Mr. Hagen“ mit ihrer fünfjährigen Tochter Elisabeth zogen den Bollerwagen mit ihrem Zauberequipment hinterher und blieben alle paar Meter stehen, um den staunenden Kindern eine sensationelle Zaubershow zu präsentieren.

Da wurden Seile verlängert, schwarz-weiße Seiten aus Büchern in farbige verzaubert, eine Colaflasche in eine Dose verwandelt und aus Luftballons außergewöhnliche Tiere gefertigt. Die Kinder vergaßen in ihrer Begeisterung manchmal die Abstandsregeln und mussten vom Zauberer, der zwischendurch Maske trug und seine Utensilien desinfizierte, erinnert werden. „Wir wollen uns doch alle daran halten, um gesund zu bleiben“, mahnte Mr. Hagen freundlich.

Der Nikolaus ist aus dem Sommerschlaf erwacht

Sogar der Nikolaus war aus seinem Sommerschlaf erwacht und brachte viele bunte Glassteine als Geschenke für die Kinder mit. Denn er hatte sich ja im Frühjahr etliche der bemalten Steine vom Radweg geholt, weil sie ihm so gut gefielen. Zum Erinnerungsfoto versammelten sich die Teilnehmer auf der Wiese neben dem Radweg.

Der Dudelsack-Spieler "Mac Lechi" und Mädchen auf Stelzen erfreuen das Publikum und die teilnehmenden Kinder.  
Bild: Hertha Grabmeier

„Vergesst die Künstler nicht“, so Katrin Engel-Meyer, die sich zur Feier des Tages in einen witzigen Clown verwandelt hatte. Alle, die dabei waren, sind buchbar und haben sich total gefreut, nach so langer Zeit wieder auftreten zu dürfen. Die Stelzer-Mädchen, zwischen zwölf und 15 Jahre alt, waren ganz heiß darauf, so ihr Leiter Wolfgang Hauck.

Ihr Auftritt wurde mit großem Beifall bedacht, ebenso der des Dudelsackspielers „Mac Lechi“ in seinem prächtigen, eigens in Schottland gefertigten Dudelsackkostüm, der nach Klarinette und Saxofon sein Instrument gefunden hat. Es war ein super Event für Kinder und Künstler, an den sicher alle noch lange denken werden.

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