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Landsberg

11.11.2019

Eine Stiftung will dem Landsberger Stadtmuseum helfen

Am Mittwoch geht es im Landsberger Stadtrat wieder um das Stadtmuseum. Für dessen Sanierung hat jetzt eine Stiftung einen Zuschuss angekündigt.
Foto: Thorsten Jordan

Plus Am Mittwoch geht es im Landsberger Stadtrat wieder ums Museum. Eine Stiftung will das Projekt mit einer hohen Finanzspritze vorantreiben - unter einer Bedingung.

Neben der Standortfrage für den Neubau einer Außenstelle des Landratsamts hat die Sitzung des Landsberger Stadtrats am Mittwoch, 13. November, noch eine Reihe weiterer kontrovers diskutierter Themen zu bieten. Besonders interessant dürfte dabei die Museumsfrage werden. Denn vor Kurzem sind dazu zwei Briefe an Oberbürgermeister Mathias Neuner (CSU) geschrieben worden.

Der erste Brief stammt von der Hans-Heinrich-Martin-Stiftung und vom Historischen Verein Landsberg. Beide Institutionen teilen mit Blick auf das Stadtmuseum mit, „dass wir die sofortige Umsetzung der Sanierung des Gebäudes des Stadtmuseums und des vorliegenden Konzepts für das Stadtmuseum voll unterstützen“. In der vorherigen Stadtratssitzung war eine Entscheidung darüber vertagt worden.

So viel Geld würde die Stiftung beisteuern

Unterstrichen wird diese Unterstützung mit der Aussage der Unterzeichner Franz Xaver Rößle (Stiftungskuratorium) und Sigrid Knollmüller (Historischer Verein), „dafür auch einen finanziellen Beitrag zu leisten“. Die Stiftung biete der Stadt an, zur Anschubfinanzierung 250.000 Euro als zweckgebundene Spende zu leisten. Voraussetzung dafür sei, dass mit der Sanierung und Neueinrichtung des Museums im Jahr 2020 begonnen werde. Das Museum sei als kulturelle Einrichtung und Ort des Lernens unverzichtbar für eine Stadt wie Landsberg. Ihr Fehlen stelle einen Mangel im Bildungssystem der Stadt dar, heißt es in dem Schreiben an den Oberbürgermeister weiter. Aufgabe der Hans-Heinrich-Martin-Stiftung ist laut ihrer Satzung „die Förderung von Kunst, Kultur und Denkmalschutz in der und für die Stadt Landsberg“.

Die Künstler wollen die Landesausstellung unbedingt in Landsberg

Einen weiteren Brief haben die Künstler-Gilde Landsberg/Lech-Ammersee und der Regionalverband Bildender Künstler Oberbayern-West an den Oberbürgermeister geschickt. Auch diese beiden Vereinigungen „wollen, dass das Stadtmuseum in den Räumen des ehemaligen Jesuitenkollegs bleibt und entsprechend dem neuen von Frau Fischer erarbeiteten Ausstellungskonzept betrieben wird“, wie Gildemeister Rainer Hollenweger und die RBK-Vorsitzende Silvia Großkopf schreiben. Es sei auch im Interesse der Künstler, die geplante Landesausstellung „Räuber und Banditen“ 2024 nach Landsberg zu holen, „denn wir wollen, dass Landsberg als Kunst- und Kulturstadt ins Gespräch kommt und im Gespräch bleibt“.

Die Tagesordnung ist ellenlang

Mit dem Wegfall des bisherigen Museumsgebäudes entfiele auf unbestimmte Zeit auch die einzige Möglichkeit, in Landsberg zeitgenössische Kunst in einer Dauerpräsentation zu zeigen, so die Sorge der beiden Künstlervereinigungen: „Wir Künstlerinnen und Künstler hoffen auf den in der dritten Etage vorgesehenen Veranstaltungs- und Galerieraum“, schreiben Hollenweger und Großkopf. Abschließend appellieren sie an den Stadtrat, sich an den Beschluss vom April 2018 für den bisherigen Museumsstandort zu halten.

Neben dem Museum an sich geht es im Stadtrat am Mittwoch auch um die Frage, ob die Stadt nach den Vertragsbedingungen des Hauses der Bayerischen Geschichte die Landesausstellung 2024 nach Landsberg holen will. Verbunden wäre dies auch mit einem finanziellen Einsatz der Stadt. Laut der Sitzungsvorlage stehen voraussichtlichen Einnahmen von rund 700.000 Euro geschätzte Ausgaben von rund 1,07 Millionen Euro gegenüber. Das Defizit müsste die Stadt tragen.

Auch die Asylcontainer kommen nochmals dran

Erneut auf der Tagesordnung findet sich auch die Containeranlage für Asylbewerber in der Iglinger Straße. Der Stadtrat hatte im Oktober sein Einvernehmen zu einem bis Ende 2021 befristeten Weiterbetrieb verweigert. Dabei missachtete er jedoch nicht nur nach Auffassung der eigenen Verwaltung, sondern auch der Regierung von Oberbayern einen Rechtsanspruch auf Genehmigung. Das hat die Stadt seit Kurzem auch schwarz auf weiß bestätigt bekommen. Jetzt liegt der Bauantrag im Stadtrat erneut zur Beschlussfassung vor.

Daneben stehen mehrere Anträge aus den Fraktionen auf der Tagesordnung: Die BAL möchte es mit Belegungsplänen für die Friedhöfe im Stadtgebiet den Besuchern erleichtern, die von ihnen gesuchten Gräber leichter zu finden. Daneben liegen noch Anträge der Grünen (zur Lechsteg-Baustelle und der damit verbundenen Teilsperrung der Von-Kühlmann-Straße) und der ÖDP (Landsberg als „Sicherer Hafen“ für Flüchtlinge) vor.

Der öffentliche Teil der Stadtratssitzung am Mittwoch, 13. November, beginnt um 18.45 Uhr.

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