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28.08.2007

Eine saftige Idee: die mobile Obstpresse

Das Ende des Sommers ist die Zeit der Apfelernte. Doch was tun mit dem aromatischen Obst, das in Hülle und Fülle anfällt? Diese Frage haben die Brüder Nick und Jürgen Bürgle aus Hurlach aufgegriffen und hatten bald die "saftige" Idee: Eine mobile Obstpresse.

Die Brüder gründeten die B&B mobile Saftpresse GbR und nennen sich kurz "Die Presser". "Wir wollten eine Obstpresse zur Verfügung stellen, die ohne weite Anfahrtswege bequem zu erreichen ist, bei Bedarf auch vor Ort pressen oder bei größeren Mengen gemietet werden kann", erklärt Jürgen Bürgle. Am vergangenen Samstag war es soweit - in Hurlach an der Landmaschinen- und Metallwerkstatt ging die neue mobile Obstpresse in Betrieb. Zahlreiche Hurlacher lieferten ihre Äpfel in allen möglichen Behältern. Schnell hatte sich eine Warteschlange gebildet. "Mit so einem Zuspruch haben wir nicht gerechnet", meint Nick Bürgle, "ist doch die Apfelernte erst am Anfang." Dennoch geht das Pressen relativ schnell, die ausgefeilte Technik der hochwertigen Edelstahlpresse schafft fast 600 Kilogramm Äpfel pro Stunde. Das entspricht gut 400 Liter Apfelsaft. "Man sollte darauf achten, faule und wurmige Äpfel vorher zu entfernen", erklärt Nick Bürgle.

Die Äpfel werden in einen Behälter gefüllt, in der automatischen Waschanlage gewaschen und durch eine Rätzmühle mit wechselbaren Sieben in Maische mit der bestmöglichen Konsistenz in Bezug auf Feinheit und Struktur verwandelt. Diese Maische gelangt direkt in die Siebbandpresse und wird mit kontinuierlichem Vorschub zu Saft gepresst. So wird die optimale Saftausbeute erreicht - je nach Apfelsorte zwischen 70 und 75 Prozent. Als Abfallprodukt entsteht Apfeltrester, gut geeignet als Futter für Pferd und Rind. Über Edelstahlfilter läuft der Saft in den Vorratsbehälter. Von dort wird die fruchtige Flüssigkeit schonend über einen Pasteuriseur auf 80 Grad Celsius erhitzt.

Erst die Hitze, dann der Karton

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Unter ständiger Temperatur- und Mengenkontrolle gelangt der Saft zur Heiß-Abfüllung in "Bags", lebensmittelneutrale Plastiksäcke, die wiederum in stabile Kartons mit praktischem Zapfhahn beziehungsweise Ventil-Verschluss verpackt werden. Die kurzzeitige Erhitzung schützt zuverlässig gegen Schimmelbefall und Mikroorganismen und macht den frischen Apfelsaft ohne Zusatz von Konservierungs- oder anderen Zusatzstoffen haltbar. Ungeöffnet bis zu zwei Jahren oder nach Öffnung des "Bags" noch gut zwei Monate ist der frische Saft genießbar. "Wir haben uns als oberste Maxime ein Höchstmaß an Hygiene gesetzt", erklärt Jürgen Bürgle. Wird der Saft zum Mosten gebraucht, sei das auch kein Problem: "Dann wird der Saft ohne Erhitzen direkt abgegeben", meinte Nick Bürgle und gab noch einen Tipp: "Je mehr verschiedene Apfelsorten angeliefert werden, um so aromatischer wird der Saft aus dem eigenen Garten."

Vorgesehen als Betriebstage haben "Die Presser" aus Hurlach jeden Samstag bis Ende der Saison. Ab 3000 Kilogramm können vor Ort gepresst werden.

Informationen und Preise gibt es unter 08248/902961 und im Internet unter www.die-presser.de.

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