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Eisdiele: Warum jeder Platz zählt

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Kommentar Von Stephanie Millonig
14.03.2019

Im Landsberger Bauausschuss ging es um einen Antrag  auf Außensitzplätze vor einer Eisdiele am Hauptplatz. Auch LT-Redakteurin Stephanie Millonig hat sich darüber Gedanken gemacht.

Wenn Touristen und Landsberger im Sommer draußen sitzen und den sonnigen Nachmittag oder lauen Abend bei einem Eisbecher, einem Bier oder einem Glas Wein genießen wollen, werden oft die Sitzplätze knapp. Bei der Eisdiele am Hauptplatz reagierte man auf die Nachfrage und stellte mehr Tische auf als eigentlich genehmigt. Im Bauausschuss wurde nun diskutiert, ob man auch mehr genehmigen sollte als bisher.

„Warum nicht?“ – das ist der erste Gedanken, der sich angesichts der Diskussion stellt. Mehr südliches Flair auf Landsbergs Straßen, wie schön! Und Franz Daschners Argument, dass dem grauen Pflaster ein paar Farbtupfer mehr sicherlich sehr gut tun, belegt das Archivbild.

Der Bericht zum Thema: Hautplatz: Es bleibt bei 50 Plätzen vor der Eisdiele

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Regeln sind wichtig

Der Bauausschuss hat jedoch richtig entschieden und den Antrag abgelehnt. „Sind ja nur ein paar Tische und Stühle“, könnte man sagen, aber wenn die Eisdiele mehr Platz zugestanden bekommt, muss man dies auch anderen Gastronomen gewähren. Damit geht der Rahmen flöten, an den man sich halten kann. Warum 76, warum nicht gleich 100 Plätze? Regeln wie gleiche Anzahl an Plätzen innen und außen oder die Hausbreite als beschränkende Einheit sind sinnvoll.

Gleichwohl lässt sich die Frage stellen, ob nicht die Regeln verändert werden sollten, beispielsweise Innenplätze + X Prozent als Maß für die Anzahl der Außenplätze. Dann gibt es mehr Möglichkeiten, die Sonne auf Landsbergs Straßen und Plätzen zu genießen, und die Verwaltung hat trotzdem eine korrekte Handhabe, entsprechende Anträge aus der Gastronomie zu behandeln. Zu sehr ausweiten kann man die Sache freilich nicht, wenngleich viele genießende Menschen auf den Straßen die Stadt natürlich beleben. Das Argument, dass die Bestuhlung auch verräumt werden muss, zählt auch. Stuhlstapel an den Hauswänden findet sicherlich auch niemand toll.

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