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Enteignungsfall Heckmaier: Nicht nur ein bisschen Fläche

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Kommentar Von Stephanie Millonig
16.03.2019

Wenn jemandem etwas weggenommen wird, an dem Erinnerungen hängen, tut das weh. Stephanie Millonig kommentiert den Enteignungsfall von Eching.

Der Ort der eigenen Jugend zu verlieren, beziehungsweise mitzuerleben, wie er einer großen Verwandlung unterzogen wird, ist bitter. Vor allem, wenn man eigentlich als Grundbesitzer davon ausgeht, auf dem eigenen Areal den Bestand sichern zu können. So geht es derzeit Karl-Heinz Heckmaier, der der Gemeinde Eching keine Fläche für einen Damm am Längenmoosgraben abgeben will und nun enteignet wird. Noch dazu hält er das teure Projekt für unsinnig und schlägt Alternativen vor.

Gibt es Alternativen?

Grundsätzlich ist es richtig, dass die Gesellschaft die Möglichkeit hat, auf Privateigentum zuzugreifen, wenn es nötig ist, um die Allgemeinheit zu schützen. Für den Laien ist jedoch schwer zu beurteilen, ob dieses Projekt wirklich alternativlos ist. Die Wasserbauexperten gehen davon aus, dass dieser Damm nötig ist, um bachabwärts Häuser vor Hochwasser zu schützen.

Die Frage ist, wie Experten Heckmaiers Idee, beispielsweise die ehemaligen Fischteiche als Rückhaltebecken auszubauen, beurteilen. Alternativen hätten im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens diskutiert werden können, doch leider hat sich Karl-Heinz Heckmaier dazu nicht geäußert.

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Übrigens wurde am Mühlbach in Utting 2016 ein vergleichbarer Damm gebaut. Auch dort stand laut Bürgermeister Josef Lutzenberger eine Enteignung im Raum, die Frage der Vergütung sei immer noch nicht geklärt.

Lesen Sie den Artikel zum Kommentar: Enteignung: Ein Echinger verliert seinen Grund

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