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Kreis Landsberg

03.12.2015

Es bleibt dabei: 2018 ist Schluss

Das Lufttransportgeschwader 61 wird zum Ende des Jahres 2017 aufgelöst, Ende 2018 wird wohl auch der letzte Soldat der Bundeswehr den Fliegerhorst verlassen.
Bild: Thorsten Jordan

Die neue Schließungsliste des Verteidigungsministeriums tangiert den Fliegerhorst in Penzing kaum. 2019 kann die zivile Nutzung der Flächen wohl definitiv beginnen

Das Lufttransportgeschwader 61 wird zum Ende des Jahres 2017 aufgelöst, Ende 2018 wird wohl auch der letzte Soldat der Bundeswehr den Fliegerhorst verlassen. Daran ändert auch eine Mitteilung des Bundesverteidigungsministeriums über neue Schließungszeitpunkte von Liegenschaften offenbar nichts.

Wie im LT berichtet, bleibt die Bundeswehr „aufgrund unterschiedlicher Einflussfaktoren, wie der Staatssekretär im Verteidigungsministerium Dr. Ralf Brauksiepe schreibt, an manchen Standorten deutlich länger als bislang geplant. So wird zum Beispiel der Fliegerhorst Kaufeburen, dessen Ende 2017 festgelegt war, erst 2022 geschlossen.

Unter der laufenden Nummer 13 der Liste der geänderten Schließungszeitpunkte (die Liste liegt dem LT vor) wird der Fliegerhorst Penzing geführt. Unter Schließungszeitpunkt alt ist das Jahr 2018 vermerkt, der neue Schließungszeitpunkt wird nun auf 2019 verlegt. Bedeutet das eine, wenn auch kurz ausgefallene, weitere Gnadenfrist für den Fliegerhorst und damit auch für das LTG 61?

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Ein entschiedenes Nein kommt von der Führungsspitze des Geschwaders, von Kommodore Oberst Daniel Draken: „An der Marschrichtung wird sich nichts ändern.“ Das bedeutet: Ende des Geschwaders zum 31. Dezember 2017, ein Jahr später wird der Fliegerhorst geschlossen, die Liegenschaft der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) übergeben. Oberst Draken: „Ab 2019 steht der Fliegerhorst dann der Konversion zur Verfügung.“ Dies sei sein Kenntnisstand und so sei die Liste auch zu verstehen.

Dazu passe auch, dass die Planungsvorgaben, das Geschwader zum Ende 2017 aufzulösen, nicht geändert wurden. Oberst Draken und sein Stab fahren unverändert mit dem Abwicklungsprozedere fort. Anfang des kommenden Jahres werde er die Planungspunkte mit Namen versehen, „damit wir uns gezielt um die weitere Zukunft der Soldaten und deren Familien kümmern können.“

Lediglich ein Restkontingent an Soldaten, vor allem der Werft, werde nach 2017 noch einige Monate im Fliegerhorst verbleiben, um Lufttransportmaschinen vom Typ Transall C-160, der künftig vom neuen Airbus A-400 M abgelöst werden, der Hochwertteileverwertung zuzuführen, sprich auszuschlachten und zu verschrotten. Oberst Draken schätzt, dass bis Mitte 2018 rund zwölf Maschinen auf dem Fliegerhorst einfliegen, aber diesen nicht mehr verlassen werden. Ende 2018 sei dann endgültig Schluss. Dazu passt auch, dass das Ende des Fliegerhorsts Hohn mit dem dort beheimateten Lufttransportgeschwaders LTG 63 (Listennummer 36) laut der neuesten Beschlüsse von 2019 auf 2022 verschoben wurde. „Dadurch schließen wir die Fähigkeitenlücke durch die verzögerte Zuführung des A-400 M“, erklärt Oberst Draken, was bedeutet, dass Hohn so lange Transportaufträge abwickelt, die von dem neuen Flieger mangels Stückzahl noch nicht bewältigt werden können.

Dies sei sein derzeitiger Kenntnisstand. Auch zu Lageänderungen aufgrund der wahrscheinlichen Beteiligung der Bundeswehr im Kampf gegen den internationalen IS-Terrorismus habe er keine Informationen. Natürlich werde es für die Luftwaffe durch den Aufwuchs in Mali, wo die Bundeswehr französischen Truppen entlasten soll, ein erhöhtes Transportaufkommen geben. Allerdings sei das LTG 61 zunächst wohl nicht davon betroffen. Der Kommodore versichert gegenüber dem LT, aktuell keine entsprechenden Weisungen vorliegen zu haben: „Wir werden ganz normal in die Weihnachtsdienstbefreiung gehen.“

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