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Kaufering

17.01.2019

Feuerwehrhaus: Jetzt wird in Kaufering konkret geplant

Das Feuerwehrhaus in Kaufering ist in die Jahre gekommen.
Bild: Thorsten Jordan

Neubau oder Sanierung an gleicher Stelle? Jetzt liegen weitere Infos in Sachen Feuerwehrhaus in Kaufering vor. Wo gewaltig Kosten eingespart werden könnten.

Jetzt kann geplant werden. Der Marktgemeinderat hat sich in seiner jüngsten Sitzung auf drei Eckpunkte für eine Sanierung mit Erweiterung oder einen Neubau des Kauferinger Feuerwehrhauses am aktuellen Standort geeinigt. Das Gremium folgte damit den Empfehlungen der Feuerwehrkommission. Die Reaktionen der Gemeinderäte auf den Beschluss fielen durchaus unterschiedlich aus.

Im September 1988 wurde das Gerätehaus an der Florianstraße mit fünf Fahrzeuggassen und einer Waschstraße eingeweiht. Nach dem Umzug des benachbarten Bauhofs wurden freigewordene Stellplätze Stück für Stück der Feuerwehr übergeben. Mittlerweile ist das Gebäude in die Jahre gekommen. 2010 überreichte die Feuerwehr eine inoffizielle Mängelliste an den Marktgemeinderat. Zudem wurde kritisiert, dass der Platz aufgrund steigender Aufgaben nicht mehr reicht.

Seit Jahren gibt es Diskussionen

Es folgten Diskussionen, ob das Feuerwehrhaus an anderer Stelle neu gebaut werden soll oder am aktuellen Standort. Auch eine Sanierung mit Erweiterung wurde angedacht. Im Juli 2017 hatte der Gemeinderat einen Neubau mit 12:10 Stimmen befürwortet. Weil ein Kostenvergleich von Neubau und Bestandserweiterung fehlerhaft war, schlug die Verwaltung aufgrund neuer Berechnungen Anfang Oktober vor, den bestehenden Standort beizubehalten und zu erweitern. Ein Beschluss zur Generalsanierung und Erweiterung des Feuerwehrhauses wurde Mitte Oktober aber nicht gefasst. Vielmehr richtete der Marktgemeinderat eine Kommission „Feuerwehr“ ein.

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Die Kommission, die aus den sechs Fraktionsvorsitzenden, drei Mitgliedern der Feuerwehr, einem Vertreter der Kreisbrandinspektion, zwei Mitarbeitern der Verwaltung sowie bei Bedarf Fachleuten und Sachverständigen besteht, legte nun die drei Eckpunkte fest.

Die alten Bauhofhallen sollen weg

Bei einer Begehung mit einem Vertreter der Kommunalen Unfallversicherung Bayern im Dezember wurde der Abriss der alten Bauhofhallen empfohlen. Zudem wurden 30 Stellplätze für Privat-Pkw der Feuerwehrleute für den Einsatzfall als ausreichend angesehen. Zunächst war man von 45 ausgegangen. Der Bau einer Tiefgarage wird nicht mehr als notwendig erachtet. Die Zusage des Landkreises, eine Alarmausfahrt auf die alte Bundesstraße zu genehmigen, wertet den bisherigen Standort nach Ansicht der Kommission auf.

Ein weiterer Eckpunkt sind die Fahrzeughallen, die gebaut werden müssen, wenn die landkreiseigenen Container plus Flachwasserboote weiterhin in Kaufering stationiert bleiben sollen. Es müssten zusätzlich drei Hallen gebaut werden. Die Förderung abgezogen, müsste die Gemeinde rund 465.000 Euro dafür bezahlen. Der Landkreis werde sich nicht an den Baukosten beteiligen, jährlich aber rund 5300 Euro zuschießen. Dritter Eckpunkt für die künftigen Planungen ist die Größe des Feuerwehrhauses. Geplant wird nun mit einem Gebäude mit Umkleiden für 120 Personen.

Wegen einer Sache gibt es Kritik

Zufrieden mit dem Ergebnis zeigten sich die Fraktionen von CSU und Kauferinger Mitte. „Ich habe das Gefühl, wir sind auf der Zielgeraden“, sagte Sascha Kenzler (UBV). In der Vergangenheit hätten sich Marktgemeinderat und Verwaltung nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Nun würden sich Sanierung mit Erweiterung oder Neubau als „machbar“ erweisen. Nicht ganz so euphorisch äußerte sich Thomas Wiesmann (SPD). „Die Kommission wird noch einige Male tagen müssen“, meinte er. Die Kosten- und die Standortfrage seien völlig offen.

Hans-Jörg Pilz von der GAL freute sich, dass keine Tiefgarage gebaut werden muss. Dadurch spare sich die Gemeinde eine Million Euro. Kritik übte er am Bau der drei neuer Fahrzeughallen für die Container des Landkreises. Der Katastrophenschutz sei nicht Aufgabe der Marktgemeinde. Der Landkreis müsse daher die Kosten übernehmen. Andreas Keller, der Fraktionssprecher der GAL, war weniger kritisch. „Ich finde es gut, dass wir den bestehenden Standort nutzen können“, sagte er.

Lesen Sie den Kommentar zum Thema: Planung fürs neue Feuerwehrhaus: Eine Grundlage, mehr nicht

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