Newsticker

Rekord bei Corona-Zahlen: 14.714 Neuinfektionen in Deutschland
  1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Fuchstal soll günstiger wegkommen

Abwasserkosten

08.02.2014

Fuchstal soll günstiger wegkommen

Bestehende Regelung wird wohl geändert. Denklingen muss etwas mehr zahlen

Denklingen Ab dem kommenden Jahr könnten die Abgaben, die die Fuchstalgemeinden für den Abwasserzweckverband aufbringen, neu berechnet werden: Statt nach einem besonderen Schlüssel könnte dann nur noch nach der eingeleiteten Abwassermenge abgerechnet werden. Die Mehrheit der Denklinger Gemeinderäte will sich einem entsprechenden Antrag des Fuchstaler Bürgermeisters Erwin Karg nicht in den Weg stellen.

Denklingen gehört wie auch die Gemeinden Fuchstal und Unterdießen zum Abwasserzweckverband der Fuchstalgemeinden. Seit 20 Jahren gibt es eine Regelung für die Höhe der Umlagen, die jede der angeschlossenen Gemeinden zu bezahlen hat. Diese sah bislang vor, dass sowohl Denklingen als auch Fuchstal mit je 45 Prozent an der Schuldendienstumlage sowie der Investitionsumlage beteiligt waren, die Gemeinde Unterdießen mit nur zehn Prozent. Die Betriebskostenumlage wurde je zur Hälfte nach dem Verhältnis der Einwohnerwerte und der gemessenen Abwassermengen umgelegt.

Erwin Karg, Bürgermeister der Nachbargemeinde Fuchstal, empfindet diese Regelung allerdings als ungerecht. Bereits im Dezember 2012 beantragte er eine Änderung. Damit will er erreichen, dass alle Umlagen nach der tatsächlich eingeleiteten Abwassermenge abgerechnet werden. Begründet wird sein Antrag damit, dass die Abrechnung so gerechter werde, und die Gemeinden dann mehr darauf achten würden, möglichst wenig Abwasser einzuleiten.

Für die Gemeinde Denklingen allerdings würde die Neuregelung eine höhere Belastung bedeuten, weil aus ihrem Gemeindegebiet die größte Abwassermenge anfällt. Mit jährlich rund 8500 Euro Mehrkosten sei nach Angaben der Verwaltung künftig zu rechnen. Bislang lag die Belastung bei rund 198000 Euro.

Trotzdem sprach sich Denklingens Bürgermeisterin Viktoria Horber dafür aus, der Neuregelung zuzustimmen. Schließlich habe die Gemeinde Fuchstal in den vergangenen 20 Jahren deutlich zu viel bezahlt. Denn bei der Gründung des Abwasserzweckverbandes hatte Fuchstal gemessen an der tatsächlichen Gemeindegröße zu viele Einwohnerwerteanteile beansprucht, Unterdießen dagegen viel zu wenig.

Zwar räumte Horber ein, dass es nur in der Gemeinde Denklingen ein völlig intaktes Kanalisationssystem gebe und die beiden anderen Gemeinden noch Nachhol- beziehungsweise Sanierungsbedarf hätten. Dennoch plädierte sie dafür, dem Antrag von Bürgermeister Karg stattzugeben.

Gemeinderat Wolfgang Martin war der Meinung, man solle mit der Umstellung auf das neue Abrechnungssystem warten, bis im Fuchstal und in Unterdießen in Sachen Kanalverbesserung Fortschritte zu sehen seien. Dem entgegnete Horber: „Den Antrag hat der Kollege Karg schon 2012 gestellt, in Kraft treten soll die neue Regelung dann erst am 1. Januar 2015.“ Das sei sowieso schon eine sehr lange Zeitspanne.

Zwei Gegenstimmen aus dem Gemeinderat

Werner Brich fügte hinzu: „Wir sollten nicht auf Konfrontation gehen und dem zustimmen.“ Mit zwei Gegenstimmen von Martin Steger und Wolfgang Martin wurde der Abrechnungsänderung zugestimmt. Bei der nächsten Sitzung der Verbandsversammlung werden die Denklinger Vertreter für Kargs Antrag stimmen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren