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Für die Biomensa muss der Landkreis Partner suchen

Für die Biomensa muss der Landkreis Partner suchen
Kommentar Von Stephanie Millonig
09.12.2019

Für mehr Bio und Regionalität in der Schulmensa und im Seniorenheim sollte der Einzelne und auch die Gesellschaft das nötige Geld in die Hand nehmen, findet LT-Redakteurin Stephanie Millonig.

Der Ansatz, mehr Bio und Regionalität in die Mensen von Schule, Seniorenheim & Co. zu bringen, ist lobenswert und wurde im Kreisausschuss auch gelobt. Stellt sich die Frage, ob es wirklich so schwierig sein kann, diesen Ansatz zu verwirklichen.

Statt Prozentsätze zu vereinbaren, wäre es freilich einfacher, ausschließlich biologisch erzeugte Produkte in einer Mensa anzubieten. Das ist einfacher zu kontrollieren. Regionalität ist wichtig, aber vermutlich noch schwieriger zu kontrollieren. Vielleicht wäre es besser, es hier bei einer Soll-Bestimmung zu belassen.

Dass Bio in der Schulmensa funktionieren kann, zeigt die Internetrecherche: Beispielsweise das Gymnasium in Gräfelfing bietet 100 Prozent Bioessen an. Der Caterer ist eine Gesellschaft aus Weßling, die eigenen Angaben nach täglich 4000 Bioessen an 25 Einrichtungen in München und im Fünfseenland liefert.

Für die Biomensa muss der Landkreis Partner suchen

In anderen Landkreisen klappt es

Doch auch anteilige Lösungen sind möglich, wie das Beispiel Kempten zeigt. Dort ging ein Gymnasium 2018 eine Zusammenarbeit mit dem Bioproduzenten Rapunzel aus Legau ein, und der versorgt die Schulküche mit 25 Prozent Biolebensmitteln aus dem eigenen Haus. Dort gibt es einen Ansprechpartner, der Warenfluss lässt sich nachvollziehen. Wenn die richtigen Partner vor Ort sind, ist also vieles möglich – für Landsberg gilt es, diese Partner zu finden.

Teurer wird ein solches Essen aber auf jeden Fall. Das sollte vor allem denen, die es sich leisten können, das Mehr an Artenschutz für Biene und Co., aber auch für den regionalen Bauern wert sein. Für die, die sparen müssen, lassen sich sicherlich Härtefallregeln finden. Und bei anderen kommunalen Einrichtungen wie Seniorenheimen muss Druck auf die Kostenträgern gemacht werden, damit sie die höheren Kosten für biologisch und regional erzeugtes Essen auch übernehmen.

Lesen Sie dazu auch: Wie viel Bio-Essen kommt bei Schule und Seniorenheim auf den Teller?

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