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Kaufering

06.06.2019

Gabriele Uitz möchte erneut in Kaufering Bürgermeisterin werden

Gabriele Uitz möchte in Kaufering gerne Bürgermeisterin werden. Die CSU-Frau und frühere Vorsitzende des CSU-Ortsverbands Kaufering hofft auf die Unterstützung einer anderen Partei.
Bild: Julian Leitenstorfer

Im Februar hat sie den Vorsitz im CSU-Ortsverband Kaufering abgegeben und ist nach Dießen gezogen. Mit wem sie Gespräche geführt hat und was Parteifreunde sagen.

Es war nur eine kleine Randbemerkung von Sascha Kenzler (UBV) in der vergangenen Gemeinderatssitzung, doch die hatte es in sich: „Gabriele Uitz (CSU) hat bei drei Parteien in Kaufering angefragt, ob sie sie im bevorstehenden Wahlkampf ums Bürgermeisteramt unterstützen“. Dabei handle es sich um die SPD, die Grünen und die CSU, sagte Kenzler auf Nachfrage dem LT. Nach dem überraschenden Rücktrittsgesuch von Bärbel Wagener-Bühler (Kauferinger Mitte) im Mai – dem der Gemeinderat am Mittwochabend zustimmte – muss neu gewählt werden. Als Termin wurde der 6. Oktober festgelegt.

Mehr über Gabriele Uitz finden Sie hier: Bürgermeisterwahl: Mit einem Interview fing alles an

Bürgermeisterwahl: Kind und Beruf sind für sie kein Problem

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Uitz bestätigt Kontakt zu zwei Parteien

Gabriele Uitz bestätigte gegenüber unserer Zeitung, dass sie Kontakt zu den Grünen und der CSU gesucht habe, nachdem bekannt geworden sei, dass Wagener-Bühler zurücktritt. „Ich bin von meinen politischen Einstellungen die gelebte schwarz-grüne Koalition“, so Uitz, die mittlerweile in Dießen lebt. Deswegen habe sie auch Kontakt zu Kauferings Zweiter Bürgermeisterin Gabriele Triebel (GAL) und der Dritten Bürgermeisterin Gabriele Hunger (CSU) aufgenommen. Gespräche mit den Sozialdemokraten habe es zu dem Thema aber nicht gegeben.

Bestärkt zu diesem Schritt hätten sie auch die Nachrichten vieler Bürger, die sie zu einer Kandidatur aufforderten, so Uitz, die von April 2017 bis Februar 2019 auch CSU-Ortsvorsitzende in Kaufering war. Wegen ihres Umzugs nach Dießen, der „nicht freiwillig und schweren Herzens“ erfolgt sei, hatte sie das Amt aufgegeben. „Ich habe zur Miete in einem Haus gewohnt, das der Eigentümer verkaufen wollte. Die Wohnungssuche in Kaufering war erfolglos und wir hatten letztlich in Dießen Glück.“

Sie hofft auf einen gemeinsamen Kandidaten

Aus Sicht von Uitz, die als Journalistin für Bayern 2 und als Suchtberaterin arbeitet, ist es am wichtigsten, dass in der Kommunalpolitik in Kaufering „wieder Frieden einkehrt“. Sie begrüßt zudem, dass es Bestrebungen gibt, einen gemeinsamen Kandidaten für das Bürgermeisteramt zu finden. Sie selbst stehe bereit und warte nun die Sondierungsgespräche der Parteien ab. Auch Sascha Kenzler erneuerte in der Sitzung am Mittwochabend seinen Appell, einen gemeinsamen Kandidaten aufzustellen. Er nannte den Namen von Thomas Salzberger (SPD) zwar nicht, sprach sich aber für „einen Kandidaten mit kommunalpolitischer Erfahrung“ aus, der bei der letzten Wahl „knapp verloren hat“. In seinen Ausführungen wurde er aber von Triebel gebremst. „Das ist jetzt nicht der geeignete Ort.“ Sie sicherte aber zu, dass sich die Parteien bezüglich des Themas noch einmal zusammensetzen werden.

Der Kreisvorsitzende ist noch nicht informiert worden

Und was sagt die CSU-Spitze zu den erneuten Ambitionen von Uitz, Bürgermeisterin zu werden? Kreisvorsitzender Michael Kießling wusste bisher nichts davon. „Eigentlich wollte ich mich jetzt mit dem Ortsverband treffen, zu ersten Sondierungsgesprächen.“ Man habe doch noch ein wenig Zeit und die „brauchen wir in Kaufering auch“, so Kießling. Auch für Landrat Thomas Eichinger war das Thema neu: „Dazu sage ich nichts, aber ich werde die Entwicklung mit Spannung verfolgen.“

Sollte Uitz im Oktober antreten, wäre es der zweite Versuch, das Amt zu übernehmen. Bei der vergangenen Wahl erreichte sie als Spitzenkandidatin der CSU 20,91 Prozent und hatte es mit dem Ergebnis nicht in die Stichwahl geschafft. Die gewann Wagener-Bühler mit 153 Stimmen Vorsprung vor Salzberger.

Der Kommentar zum Thema. Kaufering: Eine Bürgermeisterkandidatin prescht vor

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