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Mittelschule Fuchstal

02.08.2018

Im Klassenzimmer steht jetzt ein 3-D-Drucker

Beteiligt am Zusammenbau der 3-D-Drucker waren (von links) Quirin Schneider, Markus Greißl, Tobias Dotzler, Aaron Miedanner, Johannes Heiland, Phillip Zimmermann, Michael Scheucher, Christian Rohe, Kilian Gretschmann, Katharina Britzger, Linus Kemmetter, Leon Linder und Karl-Heinz Kohler.
Bild: Renate Kettner

Die Frank-Hirschvogel-Stiftung ermöglicht den Bau von zwei Geräten

Mit den neuesten Entwicklungen Schritt halten will man im Bereich Technik an der Johann-Baptist-Baader-Mittelschule in Fuchstal.

Nachdem man schon länger zwei CNC-Fräsen sein Eigen nennt, wurden nun auch auf Vermittlung des Lehrers Karl-Heinz Kohler zwei 3-D-Drucker beschafft. Die Kosten in Höhe von 3200 Euro trug die Frank-Hirschvogel-Stiftung. Bevor allerdings die Geräte auch wirklich in der Schule standen, war große Ausdauer gefragt. Denn es handelte sich um Bausätze.

Montiert wurden die Einzelteile von acht Technikschülern aus den 9. M-Klassen im Hirschvogel-Ausbildungszentrum in Denklingen. Unter Leitung von Christian Rohe halfen auch drei Auszubildende mit. Eine besondere Herausforderung war dabei, dass die ganze 92-seitige Bauanleitung auf Englisch abgefasst, zum Glück aber mit vielen Bildern illustriert war. Insgesamt drei Vormittage verbrachte man in der Ausbildungsstätte. Da die jungen Leute laut Ausbilder Rohe zügig und genau arbeiteten, konnte bereits am dritten Vormittag mit der Kalibrierung der Drucker begonnen werden. Das wurde in der Schule noch abgeschlossen. In die Software eingeführt wurden die Schüler durch Renate Kettner, die in der Firma als Ausbilderin für Produktdesigner beschäftigt ist.

Im Klassenzimmer steht jetzt ein 3-D-Drucker

Mit den gespendeten Druckern lassen sich nun Teile bis 200 Millimeter aus Kunststoff herstellen. Dieser PLA-Kunststoff ist ein biologisches Material, das aus Pflanzen gewonnen wird. Was in der Technik heute möglich ist, möchte Kohler seinen Schülern noch bei einer Betriebsbesichtigung in Landsberg zeigen. Ziel ist „Hirschvogel Tech Solution (HTS)“, die von Michael Dahme geleitete Abteilung des Unternehmens. Hier geht es unter anderem um den 3-D-Druck von Metallteilen.

Die Frank-Hirschvogel-Stiftung wurde im Jahr 2007 durch Dr. Manfred Hirschvogel zum Gedenken an seinen tödlich verunglückten Sohn gegründet. Sie widmet sich der Förderung von Wissenschaft und Technik und unterstützt in vielfältiger Art auch die Schulen. In Fuchstal werden unter anderem derzeit die Bläserklassen bezuschusst, und für die besten Abschlussschüler gibt es Geldgeschenke. (hoe)

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