Newsticker

Erstmals seit neun Tagen: Italien meldet weniger als 700 Corona-Tote innerhalb von 24 Stunden
  1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Kommandant Streicher übergibt an seinen Ziehsohn

Utting

19.02.2019

Kommandant Streicher übergibt an seinen Ziehsohn

Uttings bisheriger Feuerwehrkommandant Andreas Streicher (Mitte) übergibt symbolisch den Staffelstab an seinen bisherigen Stellvertreter Florian Hoffmann (links). Neuer Zweiter Kommandant wird Johannes Vogt.
Bild: Dagmar Kübler

Führungswechsel bei der Feuerwehr Utting: Florian Hoffmann rückt auf und wird neuer Kommandant. Ab 2020 ändert sich bei den Brandschützern einiges.

Führungswechsel bei der Feuerwehr Utting: Nach zwölf Jahren gab Andreas Streicher den Kommandantenposten ab, bleibt aber der Feuerwehr weiter treu. Bei den Neuwahlen schlug er als Nachfolger seinen „Ziehsohn“ Florian Hoffmann vor, der einstimmig gewählt wurde.

Hoffmann, der bei der örtlichen Bauverwaltung arbeitet, ist seit 22 Jahren bei der Feuerwehr Utting und war bislang Streichers Stellvertreter. Auch Streichers Vorschlag für die Kandidatur von Johannes Vogt für die Stelle des Zweiten Kommandanten folgten die Anwesenden einstimmig. In der nächsten Woche ist nun noch die offizielle Bestellung durch den Gemeinderat notwendig, Anfang März wird die Übergabe sein. Als Vertrauensleute wurden Andreas Glassl und Karl Wilhelm jun. gewählt.

Das Einsatzjahr war etwas ruhiger

Streicher beschrieb Hoffmann eher als Schieb- denn als Ziehsohn, denn er sei einer, der immer Projekte anschiebe. Als Gründe für seinen Rückzug nannte Andreas Streicher vor allem die zeitintensive Verwaltungsarbeit. Mehrmals in der Woche müssen Termine, zum Beispiel in der Gemeinde, im Landratsamt oder der Kreisinspektion wahrgenommen werden. „Die Feuerwehr ist ein kleines Unternehmen“, sagte Streicher. In den vergangenen Jahren seien beispielsweise alle vier Fahrzeuge neu beschafft worden.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Streicher und Hoffmann berichteten über ein ereignisreiches Jahr, das mit 42 Einsätzen etwas ruhiger als das Vorjahr mit 54 Einsätzen gewesen sei. Anstrengend wurde es gleich zu Jahresbeginn mit dem Löschen eines Kellerbrandes im evangelischen Gemeindehaus. Gleich zwei Mal mussten Brände in privaten Schreinereien gelöscht werden. Vor dem Schlimmsten konnte auch ein im Bau befindliches, brennendes Wohnhaus im Waldaweg bewahrt werden. Zu fünf Verkehrsunfällen musste die Wehr ausrücken. Das Feuerwehrhaus erhielt eine neue Telefon- sowie Brandmeldeanlage. Ein „Großereignis“ war die Ankunft des neues Fahrzeugs HLF 20.

Ein Posten im Vorstand wird gestrichen

Der scheidende Kommandant lobte insbesondere die Teilnahme an Übungen: Von 51 Aktiven sind meist 40 mit dabei. Ein großes Anliegen ist Streicher auch die Jugendgruppe, die mittlerweile auf 19 Personen angewachsen ist. So freute er sich besonders, zwei der Jugendgruppe entwachsene zu verpflichten: Vroni Höfle und Johannes Seiler gehören nun zu den Aktiven. Auch Daniel Hildmann wurde verpflichtet.

„Du hast die Feuerwehr menschlich zusammengehalten und technisch weiterentwickelt“, sprach Bürgermeister Josef Lutzenberger Streicher seinen Dank aus und kündigte für 2020 eine Neuerung an: Gemeinsam mit Schondorf wird ein hauptamtlicher Gerätewart eingestellt.

Ab 2020 gibt es einen hauptamtlichen Gerätewart

Neben der Wahl der Kommandanten stand auch die Wahl des Vorstands des Feuerwehrvereins an. Diese wurde vorgezogen, damit künftig alle Wahlen zu einem Termin stattfinden können. Überraschungen gab es nicht: Alle Vorstandsmitglieder stellten sich wieder zur Wahl und wurden bestätigt. Demnach bekleidet Josef Klingl das Amt des Vorsitzenden, sein Stellvertreter ist Andreas Sedlmeier, Schriftführer Lukas Ludwig und Kassenwart Korbinian Lutzenberger. Das Amt des Dritten Vorsitzenden wurde gestrichen.

Ein besonderer und seltener Moment waren die Ehrungen von Anton Pittrich für 60 Jahre Mitgliedschaft sowie von Eugen Drischberger für 70 Jahre. Drischberger war sogar einmal Kreisbrandrat. Vorsitzender Klingl blickte zurück auf zahlreiche Vereinsaktivitäten in 2018, wie Rodeln, die Teilnahme am Maifest oder das jährliche Christbaumschmücken im Foyer des Feuerwehrhauses. Ein besonderer Erfolg sei der Spendernachmittag gewesen, so Klingl. 3200 Euro seien dabei vergangenes Jahr eingegangen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren